Kinder und Zigaretten

Kein Qualm für Kinder!

Rauchen, nein danke! Aber immer noch greifen auch sehr junge Menschen aus den verschiedensten Gründen regelmäßig zur Zigarette. Erwachsene sollten Hilfestellung geben und Vorbilder sein.

Keine Zigaretten für Kinder

Schon seit langem ist bekannt, dass Rauchen ungesund und krebsfördernd ist. Um so mehr gilt dies, je jünger der rauchende Mensch ist. Angaben wie die der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dass in Deutschland das durchschnittliche Einstiegsalter für das Rauchen bei 13,6 Jahren liege und 18 Prozent der 12- bis 17-Jährigen regelmäßig rauchen, erschrecken daher sehr. Anscheinend gilt das Rauchen bei Jugendlichen immer noch als Zeichen des Erwachsenwerdens und des Rebellentums.

„Droge mit der höchsten Sterblichkeitsrate“

Laut der Aussage von Dr. Christoph Möller, der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hannover ist, ist das Rauchen aufgrund des hohen Suchtpotenzials nicht nur „die Einstiegsdroge Nummer eins“, sondern „auch die Droge mit der höchsten Sterblichkeitsrate“. Dies ist den meisten Kindern und Jugendlichen aber nicht so bewusst, da Raucher zumeist an den Spätfolgen ihrer Sucht, also erst im höheren Alter, zugrunde gehen. Haben viele der jungen Raucher auch schon von Lungenkrebs und Raucherbein gehört, so liegt das Alter in der Kindheit und Jugend doch noch in weiter Ferne.

Was also tun?

Nicht nur bei den Spätfolgen für die Gesundheit eines Rauchers, die dem Kind eben ohnehin schon bekannt sein dürften, sollten die Eltern daher ansetzen, wenn sie es vom Nichtrauchen überzeugen möchten. Eher sollten sie diejenigen unangenehmen Nebenerscheinungen hervorheben, die genau jetzt, zum gegenwärtigen Zeitpunkt und im momentanen Alter für den Betreffenden von Bedeutung sind, nämlich „dass Rauchen unangenehmen Mundgeruch, eine schlechtere Kondition beim Sport und Husten verursacht“, wie Dr. Möller erläutert. Vor allem aber sollten Eltern keine Moralpredigten halten oder gar schimpfen, denn solch ein Verhalten bewirkt gerade im jugendlichen und pubertierenden Alter oft genug das Gegenteil des Beabsichtigten.

Stattdessen wäre es gut, eine passende Gelegenheit zu einem verständnisvollen Gespräch zu finden, bei dem auf die Gründe für das Rauchen eingegangen werden sollte. Dabei sollte aber auch die Haltung der Eltern gegen das Rauchen mit Bestimmtheit geäußert werden. Sinnvoll sei es hier, sowohl Anreize für das Nichtrauchen, z.B. durch angekündigte Belohnungen, zu schaffen als eventuell auch Vereinbarungen festzulegen sowie klare Verbote anzukündigen. Das Kind muss eben merken, wie sehr den Eltern an seiner Gesundheit gelegen ist, und kann dadurch auch zum Nachdenken über sein Verhalten angeregt werden.

Erwachsene als Vorbilder

Sofern die Eltern selbst Raucher sind, täten sie gut daran, mit dem Rauchen aufzuhören oder es wenigstens auf ein Minimum zu beschränken. Die Vorbildfunktion der Erwachsenen spielt bei dieser Problematik nämlich auch eine wichtige Rolle. So sind mittlerweile ja nun auch die Raucherecken an Schulen, die von Schülern wie von Lehrern genutzt wurden, seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutze von Nichtrauchern verschwunden. Ein großer Schritt in die richtige rauchfreie Zone, äh, Richtung!

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