Eigene Eltern beeinflussen Erziehung
Wie die eigene Erziehung Ihr Elternsein bestimmt

Eigene Erziehung prägt Erziehungsstil
Niemand wird mit einem klaren Erziehungskonzept geboren. Ein solches muss sich jeder selbst zusammenbasteln. Die eigenen Werte, Vorstellungen und Wünsche spielen hierbei eine wichtige Rolle. Und diese wurden in der eigenen Kindheit geprägt. Die positiven Erlebnisse, die wir hatten, wollen wir an unsere Kinder weitergeben. Das Schlechte, was wir erlebt haben, wollen wir unseren Kindern ersparen. Egal ob im Bereich Disziplin, Sauberkeit, Fleiß oder Gehorsam. Für alle Bereiche entwickeln Eltern ganz klare Zielsetzungen und Vorstellungen, die sie dann umzusetzen versuchen.
Bewertung der eigenen Erziehung
Hierfür ist eine ehrliche Bewertung der eigenen Kindheit unerlässlich. Viele Eltern waren mit ihrer Kindheit unzufrieden. Sie wollen alles anders machen, als die eigenen Eltern. Diese Überlegung greift jedoch zu kurz. Wer alles anders machen will, orientiert sich bereits wieder am Erziehungsmodell der Eltern. Er entwickelt keine eigenen Strategien. Natürlich war man früher unzufrieden, wenn man schon früh zu Hause sein musste. Dem Kind jedoch zu erlauben, solange wegzubleiben, wie es möchte, kann nicht die Lösung sein. Ein persönlicher Kompromiss ist viel sinnvoller. Machen sie sich also klar, was an Ihre Kindheit gut und was schlecht war. Dann wissen Sie, was Sie Ihren Kindern mitgeben möchten und wo Sie selbst ein Erziehungskonzept entwickeln müssen.
Gutes bewahren - Schlechtes verwerfen
Ganz ehrlich: War Ihre Kindheit nur schrecklich? Vermutlich doch nicht. In der Regel erziehen alle Eltern ihre Kinder so gut sie können. Hierbei machen sie natürlich Fehler. Aber einige Dinge geben sie ihren Kindern doch mit, von denen diese ein Leben lang profitieren. Selbst, wenn sie es als Kinder schrecklich fanden. Hierzu zählt zum Beispiel Sauberkeit. Kein Kind räumt gerne sein Zimmer auf. Und dennoch sind sie als Eltern dann unzufrieden, wenn auch ihre Kinder unordentlich sind. Ähnliches gilt für Pünktlichkeit, Fleiß und Gehorsam. Diese Dinge waren sinnvoll und sind es bis heute. Entsprechend sollten sie auch in die Erziehungsmodelle moderner Eltern einfließen.
Doch natürlich nicht um jeden Preis. Eine Ohrfeige bei Ungehorsam oder Liebesentzug bei schlechten schulischen Leistungen sind vollkommen unangebracht. Die alten Werte zu bewahren heißt nicht, die alten Fehler erneut zu machen. So sind Befehle weniger gut als Erklärungen. Vielleicht versteht ihr Kind nicht, warum es ins Bett muss. Ein: „Du hast morgen eine Prüfung“ ist dann effektiver als ein „Weil ich es dir sage“. Auch Berührungsängste sind heutzutage nicht einmal mehr für Väter angesagt. Kuscheln, streicheln und schmusen ist für die Erziehung eines Kindes wichtig. Ganz gleich, was frühere Erziehungsmodelle und Rollenklischees dazu sagen.
Entwickeln Sie eine ganz eigene Art der Erziehung
Eine ganz eigene Erziehungsmethode ist gefragt. Diese Methode sollte die vergangenen Stärken in die Gegenwart retten, dabei aber originell bleiben. So sind Kletterparks die Spielwiese moderner Großstadtkinder. Spaziergänge und Zelten lassen die Abenteuerlust früherer Generationen auch in heutigen Kindern wach werden. Von Stärken der eigenen Erziehung können auch Ihre Kinder profitieren. Doch seien Sie sich immer bewusst, dass Ihre Kinder eigene Erfahrungen sammeln müssen.
Nicht zuletzt erfordern neue Gegebenheiten neue Konzepte. Handys, Internet, Fremdsprachen in der Kita… Mit einigen Themen mussten sich frühere Generationen noch nicht befassen. Sorgen Sie also dafür, dass Ihre Erziehung das Beste aus beiden Welten hat. Den Werten der Vergangenheit und den Freiheiten der Neuzeit. Dann wird Ihr Kind seine Kindheit genießen und mit Sicherheit auch als Erwachsener an Ihr Erziehungsmodell anknüpfen.
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