Vitamin K, Vitamin D und Fluor

Vitamine für Babys

Ein Neugeborenes ist vielen neuen Einflüssen ausgesetzt. So geschützt wie in der Gebärmutter ist es nun nicht mehr. Es muss sich an die Welt erst einmal gewöhnen. Hierfür sollten Sie Ihrem Kind alle erdenkliche Unterstützung geben. Zum Beispiel dadurch, dass Sie Ihm Vitamine wie Vitamin K, Vitamin D und Fluor geben. Sinn, Nutzen und Risiken von Vitaminen für Babys.

Prophylaxe für das Baby

Vitamin K ist unter anderem für die Blutgerinnung mitverantwortlich. Bei einem Mangel an diesem Vitamin kommt es häufig zu Blutungen. Dies können beispielsweise Nasenbluten und Zahnfleischbluten sein. Bei einem dauerhaften Mangel kann es auch zu inneren Blutungen kommen. Somit sind bereits kleine Wunden sehr gefährlich. Sie hören gar nicht mehr auf zu bluten. Des Weiteren ist Vitamin K am Stoffwechsel der Knochen beteiligt. Doch auch die Gesundheit der Muskeln hängt von diesem Vitamin ab.  

Neugeborene laufen schnell Gefahr, zu wenig Vitamin K im Körper zu haben. Denn sie bekommen dieses bei der Geburt nicht von der Mutter. Auch die Muttermilch ist arm an Vitamin K. Deswegen muss es dem Neugeborenen zugeführt werden. In der Regel wird dies direkt im Kreißsaal gemacht. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass das Kind nur einen einmaligen Schub erhält. Dieser kann sich aber schnell wieder verflüchtigen. Der Effekt des Vitamins würde hierdurch weitestgehend ausbleiben. Sicherer ist es daher, dem Neugeborenen das Vitamin K über einen längeren Zeitraum zu geben. Einen Monat lang jeden Tag einmal. Dies erfordert jedoch hohe Disziplin von den Eltern. Das Kind muss das Vitamin jeden Tag zur gleichen Zeit bekommen. Ansonsten besteht die Gefahr einer Mangelerscheinung. Eine Überdosierung ist hierbei ausgeschlossen. Selbst in extrem hohen Mengen, ist Vitamin K nicht giftig. Dem Kind kann höchstens leicht schwindelig und übel werden.  

Vitamin D

 

Vitamin D unterstützt den Knochenaufbau. Es entzieht der Nahrung Calcium. Dieses führt es dann den Knochen zu. Zusätzlich verteilt es das Calcium über den gesamten Körper. Bei einem Überschuss sorgt Vitamin D dafür, dass das Calcium über den Urin ausgeschieden wird. Außerdem ist es für die Übertragung des genetischen Codes mitverantwortlich. Nicht zuletzt beugt es bei Neugeborenen auch einer Rachitis vor. Bei einer Rachitis verändert sich das Skelett. Die Knochen werden weich, das Becken verformt sich und die Wirbelsäule wird krumm.  

Etwa 80% seines Bedarfs an Vitamin D stellt der Körper selbst her. Hierfür braucht er lediglich Sonnenlicht. Das restliche Vitamin D gewinnt er aus der Nahrung. Prinzipiell ist es also ausreichend, mit einem Neugeborenen spazieren zu gehen. Hierdurch gewinnt es einen Großteil des Vitamin Ds, das es braucht. Sicherer ist es jedoch, dem Kind Vitamin D zuzuführen. Hierdurch wird sichergestellt, dass es keine Rachitis bekommt. Allerdings muss hierbei eine Überdosierung vermieden werden. Zuviel Vitamin D verursacht nämlich Übelkeit und Gelenkschmerzen. In seltenen Fällen führt es sogar zum Tod. Ein längerer Mangel verursacht Nierensteine und schädigt das Wachstum des Kindes. Eine Überdosierung kann jedoch nur über Präparate erfolgen. Bei den gängigen Dosierungen ist dies jedoch sehr unwahrscheinlich.  

Fluor

 

Fluoride schützen die Zähne eines Kindes. Und dies bereits, bevor die Zähne durchgebrochen sind. Sie lagern sich in den Zahnschmelz ein. Hierdurch werden die Säuren im Mund weniger schädlich. Wenn die Zähne dann durchbrechen, gelangt das Fluorid an die Oberfläche. Der Zahn ist jetzt auch von außen geschützt. Zusätzlich können sich durch Fluor die Bakterien auf der Zunge schlechter vermehren. Nicht zuletzt hilft Fluor dabei, durch Karies geschädigte Zähne zu reparieren. Allerdings darf ein Neugeborenes nicht zuviel Fluor bekommen. Ansonsten verfärben sich die Zähne dauerhaft weiß.  

Kinder erhalten Fluor entweder durch Tabletten oder über die Zahnpasta. Beides einzusetzen, ist nicht empfehlenswert. Hierdurch entsteht schnell eine Überdosierung. Die nötige Menge an Fluorid ist abhängig vom Alter und Gewicht des Kindes. Fluor in Tablettenform lässt sich leichter dosieren. Denn Kinder verschlucken sehr viel Zahnpasta. Außerdem hat das Kind zunächst noch keine Zähne, die geputzt werden können.

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