Symptome erkennen
Stress bei Kindern

Folgen von Stress
Ein Kind empfindet Stress, wenn es einer wichtigen Aufgabe gegenüber steht, die es nicht allein bewältigen kann. Gemessen wird der Stress bei Kindern durch die Cortisol-Konzentration im Körper. Stress beeinträchtigt alle Bereiche. Er hat Einfluss auf das körperliche Befinden, die geistigen Fähigkeiten sowie die Emotionen. Stress kann ein Kind im Bestfall zu Höchstleistungen anspornen. Beispielsweise vor eine Prüfung oder bei einer Aufführung. In der Regel hat Stress jedoch negative Auswirkungen auf die Entwicklung und das Befinden eines Kindes.
Folgen von Stress beim Kind
Einerseits sind die Folgen von Stress körperlich. Häufig leiden gestresste Kinder unter Bauch- und Kopfschmerzen. Des Weiteren kann Stress die Konzentration angreifen. Weder in der Schule noch in der Freizeit kann sich Ihr Kind einer Sache ganz widmen. Es lässt sich leicht ablenken und wird einen deutlichen Leistungsverlust verkraften müssen. Hinzu können Schlafstörungen kommen. Diese treten auf, weil sich Ihr Kind niemals richtig erholen kann. Die Folge von Schlafstörungen können wiederum körperlicher Natur wie Essstörungen sein. All dies kann letztlich zu ernsthaften Erkrankungen führen. So geschwächte Kinder leiden nicht selten unter Depressionen und Angstzuständen. Sie fühlen sich minderwertig, weil sie mit den ihnen gestellten Aufgaben nicht zurecht kommen. Außerdem haben sie vor allem und jedem Angst. Schließlich bietet jede neue Situation, die Möglichkeit, erneut zu versagen.
Was sind die "schlimmsten" Stressfaktoren?
Bereits im Grundschulalter haben Kinder Stress mit ihrem Aussehen. Besonders dann, wenn sie anders aussehen, als die meisten Kinder. Extrem dicke oder dünne Kinder werden oft von anderen gehänselt. Mit zunehmendem Alter wird das Aussehen immer wichtiger. Wer nicht wie andere aussieht oder denselben Stil hat, fühlt sich schnell als Außenseiter. Ein weiterer Aspekt sind Schule und Freizeit. Selbst dann, wenn Ihr Kind an beidem Freude hat. Häufig ist der Terminkalender von Grundschülern bereits viel zu voll. Nach der Schule werden Sportvereine, Musikschulen oder Bastelgruppen besucht. Zusätzlich muss für Hausaufgaben, Freunde, häusliche Pflichten und die Familie Zeit da sein. Schnell arten diese an sich positiven Dinge in Stress aus. Ihr Kind ist überlastet mit zu vielen Aufgaben und findet sich bald nicht mehr damit zurecht.
Nicht zuletzt ist die Beziehung zu den Eltern sehr stressig. Gerade dann, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Ist ein Kind zu oft allein, fühlt es sich schnell vernachlässigt. Es fehlt ein Ansprechpartner oder eine Vertrauensperson. Es bekommt das Gefühl, sein Leben alleine bewältigen zu müssen. Jeder Erwachsene weiß, dass das eine enorm schwierige Aufgabe ist. Erst Recht für ein Kind. Daher baut diese Empfindung bei Ihrem Kind sehr viel Stress auf.
Wie können Sie Ihrem Kind Stress ersparen?
Bieten Sie ihm Raum für Ruhephasen. Ihr Kind muss sich immer wieder entspannen und neue Kräfte sammeln können. Aufgaben und Verpflichtungen zu haben ist wichtig. Beispielsweise im Haushalt oder in einem Verein. Doch Ihr Kind muss diese Aufgaben bewältigen können. Achten Sie daher darauf, dass es sich nicht übernimmt. Außerdem braucht ihr Kind eine Bezugsperson. Es muss mit jemandem sprechen und sich auf ihn verlassen können. Das müssen nicht einmal Sie als Eltern sein. Auch ein Onkel oder ein Cousin, mit dem sich Ihr Kind versteht, kann eine solche Anlaufstelle sein.
Nicht zuletzt sollte das Aussehen thematisiert aber nicht hochgespielt werden. Es gibt nun einmal die unterschiedlichsten Menschen. Niemand ist genau gleich. Das muss ihrem Kind bewusst werden. Versuchen Sie, ein positives Selbstbild und Selbstvertrauen in Ihrem Kind zu wecken. Ein unabhängiges, selbstbewusstes, humorvolles Kind ist stark. Es wird von Stress weniger beeinträchtigt. Nicht jedes Kind weist diese Eigenschaften auf. Aber jedes Kind kann lernen, Stress auf seine ganz eigene Art zu vermeiden oder zu verarbeiten.
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