Worauf Sie achten müssen
Muttermale bei Kindern

Informationen zu Muttermalen
Muttermale bei Kindern können angeboren sein oder erworben werden. In beiden Fällen spielt die Genetik eine entscheidende Rolle. Bei den erworbenen Muttermalen kommt zusätzlich noch das UV-Licht der Sonnenstrahlen hinzu. Kinder haben in der Regel keine bis wenige Muttermale. Die meisten Muttermale bilden sich nämlich während der Pubertät aus. Besonders Kinder, die häufig einen Sonnenbrand hatten, bekommen in der Pubertät meist sehr viele Muttermale.
Ein solches Muttermal ist ungefährlich. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich an dieser Stelle Hautkrebs bildet. Daher sollten bereits die Muttermale von Kindern regelmäßig untersucht werden. Hierfür ist der Kinderarzt zuständig. Anders als bei Erwachsenen, müssen die Leberflecke nicht alle zwei Jahre kontrolliert werden. Es sei denn, dass sich ein Muttermal verfärbt, juckt oder gar blutet. In diesem Fall ist ein möglichst schneller Besuch beim Kinderarzt erforderlich. Dieser überweist Ihr Kind gegebenenfalls zum Hautarzt.
Ob ein Muttermal gefährlich wird, können Sie mit der ABCD-Methode kontrollieren. „A“ steht hierbei für Asymmetrie. Ein ungefährliches Muttermal ist gleichmäßig und hat ebene Ränder. „B“ steht für Begrenzung. Ein Muttermal, das ausgefranzte, zackige oder raue Ränder hat, sollte vom Kinderarzt kontrolliert werden. „C“ wie Colour steht für die Farbe des Muttermals. Wenn es sich verfärbt, blau wird oder blutet ist eine Kontrolle unbedingt erforderlich. „D“ schließlich steht für den Durchmesser. Ein Muttermal sollte nie größer als 2-5 Millimeter sein.
Wie Sie Ihr Kind vor Hautkrebs schützen
Erwachsene haben im Schnitt 30-40 Muttermale. Jeder, der mehr hat, sollte diese mindestens alle zwei Jahre gründlich untersuchen lassen. Sie können Ihre Kinder aber davor schützen, dass sich zu viele Muttermale ausbilden. Hierfür ist es wichtig, Ihr Kind nicht zu direkter Sonnenstrahlung auszusetzen. Dies gilt insbesondere für Kinder mit sehr heller Haut, Sommersprossen oder roten Haaren. Zudem sollten Sie Ihr Kind immer möglichst gut eincremen. Denn das UV-Licht der Sonnenstrahlen begünstigt das Auftreten von Muttermalen sowie deren Entwicklung zu Melanomen (Hautkrebs). Gerade in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Konzentration am höchsten. Neben einer guten Sonnencreme helfen auch langärmelige T-Shirts, Hüte und Sonnenbrillen.
Muttermale bei Kindern operativ entfernen
Der Kinderarzt wird die Muttermale Ihres Kindes sehr genau untersuchen. Hierzu betrachtet er sie unter einem so genannten Auflichtmikroskop. Die Ränder sowie die Farbe der Muttermale sind mit diesem sehr gut zu sehen. Im Idealfall kann er diese Bilder auf einem Computer speichern. So kann eine Veränderung der Muttermale bei der nächsten Untersuchung genauer festgestellt werden. Gutartige Muttermale müssen nicht behandelt werden. Bösartige Muttermale oder solche, die nicht klar bestimmbar sind, müssen hingegen operativ entfernt werden
In der Regel wird Ihr Kinderarzt Sie hierfür an einen Hautarzt überweisen. Dieser kann diesen Eingriff ambulant vornehmen. Hierzu wird der Bereich um das Muttermal örtlich betäubt. Es kann nun heraus geschnitten oder mittels eines Lasers entfernt werden. Die Lasertechnik ist sehr beliebt, schmerzfrei und ungefährlich. Allerdings bietet sie den Nachteil, dass das Muttermal komplett verbrannt wird. Es steht somit nicht mehr für eine genauere Untersuchung zur Verfügung.
In den meisten Fällen ist es mit einer solchen Operation getan. In einigen Fällen bildet sich an derselben Stelle jedoch ein weiteres Muttermal. Ist es gutartig, müssen Sie sich nicht weiter damit beschäftigen. Ein erneut bösartiges Muttermal kann auf dieselbe Art wie das Vorherige entfernt werden.
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