Ehegattenunterhalt

Informationen zum Unterhalt nach Scheidung

Beim Thema Unterhalt nach Scheidung spielt die Schuldfrage keine Rolle mehr. Der Richter bewertet nur, ob jemand aus bestimmten Gründen für seinen Lebensunterhalt nicht selbst aufkommen kann. Dies sind Gründe wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kindererziehung... Die Dauer des Unterhalts hängt davon ab, wie lange diese Gründe bestehen. In diesem Artikel erfahren Sie, wer Anspruch auf Ehegattenunterhalt hat und wer über diesen entscheidet.

Was Ihnen zusteht

Es gibt klare Gründe, die einen Unterhaltsanspruch entstehen lassen. Die Grundfrage hierbei ist immer, ob jemand alleine für seinen Lebensunterhalt aufkommen kann. Nur wenn er das (nach Ermessen des Richters) nicht kann, wird ihm Unterhalt zugesprochen. Und auch nur dann, wenn der geschiedene Partner fähig ist, Unterhalt zu zahlen. Die Unterhaltszahlungen erfolgen nur solange, wie der entsprechende Anspruch besteht. Entfällt der Unterhaltsanspruch und sei es nur für kurze Zeit, so ist der ehemalige Ehepartner nicht mehr zu Unterhaltszahlungen verpflichtet.

Eine Ausbildung ist ein Grund, der einen Unterhaltsanspruch entstehen lässt. Ebenso die Kindererziehung. Während dieser Zeit kann ein Mensch nicht noch nebenher arbeiten. Ausbildung und Kindererziehung erfordern seine ganze Aufmerksamkeit. Arbeitslosigkeit lässt ebenfalls einen Unterhaltsanspruch entstehen. Auch dann, wenn die Arbeitslosigkeit altersbedingt ist oder der Geschiedene wegen Krankheit nicht arbeiten kann. Wenn der Unterhaltsberechtigte arbeitet, davon aber nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, wird Aufstockungsunterhalt fällig.

Wer entscheidet über den Unterhalt nach der Scheidung?

Die Unterhaltsfrage klärt der Scheidungsrichter. Allerdings nicht automatisch, sondern nur, wenn eine der Parteien einen entsprechenden Antrag stellt. Der Richter klärt dann, ob ein Anspruch auf Unterhalt nach der Scheidung besteht. Der Unterhalt soll hierbei zeitlich begrenzt sein. Eben nur solange, bis der unterhaltsberechtigte Ehegatte wieder selbst für sich sorgen kann. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass der Anspruch auf Unterhalt niemals endet. Beispielsweise, wenn der Ehepartner sich um die Kinder kümmert. Danach nimmt er eine in der Ehe unterbrochene Ausbildung wieder auf. Nach der Ausbildung wird er arbeitslos. Während der Arbeitslosigkeit wird er sehr krank. Die Heilung dauert sehr lange und anschließend ist er für den Arbeitsmarkt zu alt. In diesem speziellen Fall würde der Unterhaltsanspruch ununterbrochen bis zum Lebensende andauern.

Es gibt einen Unterschied zwischen Unterhalt bei Trennung und Unterhalt nach Scheidung. Wer Unterhalt nach Trennung bekommt, kann sich nicht sicher sein, Unterhalt nach der Scheidung zugesprochen zu bekommen. Daher sollte man einen entsprechenden Antrag rechtzeitig bei Gericht einreichen. Nur dann klärt der Richter im Rahmen des „Scheidungsverbundes“ den Anspruch auf Unterhalt nach Scheidung.

Ehegattenunterhalt - Billigkeit und grobe Unbilligkeit

Nicht alle Eventualitäten können vom Gesetzgeber vorhergesehen werden. Daher gibt es den Unterhaltsanspruch wegen Billigkeit. Das ist ein nicht klar definierter Begriff, der in Extremfällen angewendet wird. Zum Beispiel wenn ein Ehepartner den anderen über Jahre hinweg pflegt und seinem Beruf nicht nachgehen kann. Verlangt der wieder genesene Partner dann die Scheidung, kann ein Anspruch auf Unterhalt bestehen, selbst wenn die anderen Gründe nicht zutreffen. Auch andersherum wird eine solche Hintertür offen gelassen. Nämlich wenn der eine Partner grob unbillig handelt. Das bedeutet, er begeht ein Verbrechen oder hat seinen Anspruch auf Unterhalt nach Scheidung absichtlich herbeigeführt. In solchen Fällen kann trotz einem Anspruch auf Unterhalt dieser verweigert werden. Allerdings wird diese Regelung wirklich nur in Ausnahmefällen angewendet.

Der Artikel Informationen zum Unterhalt nach Scheidung : Ehegattenunterhalt wurde abgelegt in der Kategorie Absicherung.

Nutzen Sie steuerliche Vorteile: Lohnsteuerkarte - Wie Sie Ihr Kind eintragen lassen

Frisch gebackene Eltern merken schnell, dass mit der Geburt ihres Kindes viele finanzielle Fragen auftreten. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Kind auf der Lohnsteuerkarte der Eltern einget[mehr]

So sichern Sie sich für den Ernstfall ab: Reiserücktrittsversicherung bei Reisen mit Kindern

Wenn ein Kind krank wird, ist das immer unangenehm. Wenn hierdurch aber ein lange geplanter Urlaub ausfallen muss, ist das doppelt ärgerlich. Ein Glück, wenn durch eine Reiserücktrittsversicherung wen[mehr]

Gemeinsam auf Kur mit Ihrem Kind: Wie Sie eine Vater Kind Kur beantragen

Eine Vater Kind Kur ist im Unterschied zu einer Mutter Kind Kur noch wenig bekannt. Sie helfen Vätern dabei, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und neue Kräfte zu tanken. Außerdem lässt sich die Vater [mehr]

Unterhaltsansprüche geltend machen: Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle

Alle Kinder haben das Recht auf Unterhalt von Ihren Eltern. Dieser kann ganz unterschiedlich aussehen: Betreuungsunterhalt wird von dem Elternteil...[mehr]

Geld für Ihre Kinder: Tipps zum Kinderzuschlag berechnen

Der Kinderzuschlag soll Familien davor bewahren, zum Sozialfall zu werden. Er ist für alle Eltern gedacht, die ihren eigenen Lebensunterhalt...[mehr]

Scheidung mit Kind: Scheidung tut weh ... auch dem Kind!

Besonders viele Paare trennen sich oder lassen sich scheiden, oft nach Jahren, oft mit Kindern. Nicht immer wird dabei auf die Kinder genügend...[mehr]

Auszahlungstermine vom Kindergeld: Wann Sie mit Ihrem Geld rechnen können

Das Kindergeld wird nach einem ganz bestimmten Verfahren ausgezahlt. Entscheidend für den Termin, zu dem Sie Ihr Geld erhalten, ist die letzte Ziffer...[mehr]

Neue Regelungen erst ab 2014: Aktuelle Regelungen zum Kinderfreibetrag

In diesem Jahr ändert sich an den Regelungen zum Kinderfreibetrag noch nichts. Die Beträge, die sich Eltern bei der Erstellung ihrer...[mehr]

Richtiger Umgang mit Teenager-Schwangerschaften: Junge Mütter brauchen Unterstützung

Eine Schwangerschaft ist für junge Mütter und deren Eltern häufig ein Schock. Der Lebensweg der Mutter wird durch das Kind massiv beeinflusst....[mehr]

Geld für ihre Familie: Familien 2009 - Was sich für Sie ändert

Das Jahr 2009 wird ein Jahr der Veränderungen. Bereits am 1.1.09 sind Gesetzesregelungen in Kraft getreten, die für Familien wichtig sind. Diese...[mehr]

Suche