Kinder schlafen lassen
Gesunder Schlaf - Wie Kinder schlafen

Kinder brauchen viel Schlaf
Kinder schlafen alles andere als gleichmäßig. Während des Schlafens durchlebt ein Kind verschiedene Schlafphasen. Diese wechseln sich in regelmäßigen Abständen ab. So beginnt nach dem Einschlafen der Leichtschlaf. Das Kind ist gerade in die Welt der Träume eingetaucht. Noch kann es leicht wieder geweckt oder aufgeschreckt werden. Diese Schlafphase wiederholt sich etwa alle 65 Minuten. Daher kommt es, dass Kinder nachts häufig nach ihren Eltern schreien. Sie sind aufgewacht und prüfen, ob sie nicht allein sind.
Andere Kinder drehen sich einfach um, murmeln etwas und schlafen weiter. Diese Schlafphase wird durch den Tiefschlaf abgelöst. Hier ist ein Kind nur sehr schwer zu wecken. Es kommt zur Ruhe und sammelt neue Kräfte. Auch Wachstumsschübe treten in dieser Schlafphase auf.
Diese Phase ist entscheidend für die Regeneration und Weiterentwicklung Ihres Kindes. Als letzte Phase tritt der Traumschlaf auf. Hier ist das Gehirn sehr aktiv. Die gesammelten Eindrücke des Tages werden verarbeitet. Je nach Traum kann ein Kind sehr ruhig, nervös oder zappelig sein. Nach dieser Phase beginnt der Kreislauf von vorn.
Wobei hilft ausreichender Schlaf?
Schlaf fördert zunächst das Wachstum Ihres Kindes. Denn im Tiefschlaf wird das Wachstumshormon ausgestoßen. Kinder sind am Morgen daher immer etwas größer. Bei Erwachsenen wird im Tiefschlaf die Bildung von Körperzellen betrieben. Daher müssen Kinder sehr viel Tiefschlaf abbekommen. Ansonsten treten auf lange Sicht Wachstumsstörungen auf. Auch das Immunsystem regeneriert sich im Schlaf. Hierfür ist ebenfalls der Tiefschlaf nötig. Das Immunsystem ist rund um die Uhr im Einsatz. Daher braucht es solche Ruhephasen, um neue Kräfte sammeln zu können.
Diese Kräfte setzt es gleich während des Schlafens ein. Eindringlinge und Krankheitserreger werden vor allem im Schlaf effektiv bekämpft. Kinder, die zuwenig Schlaf bekommen, sind daher anfälliger für Krankheiten. Nicht zuletzt macht schlafen auch schlau. An dem berühmten Vokabelheft unter dem Kopfkissen ist wirklich etwas dran. Denn alle Erfahrungen, die am Tag gesammelt wurden, werden nachts verarbeitet.
Dies gilt natürlich auch für erlerntes Wissen. Im Tiefschlaf sind es vor allem Vokabeln. Im Traumschlaf Bewegungsabläufe und Motorik. Allerdings geht dieses Wissen schnell wieder verloren. Ins Langzeitgedächtnis kommt es erst nach mehreren Nächten.
Wie viel Schlaf brauchen Kinder?
Wie in vielen Bereichen ist dies eine Typfrage. Ein Durchschnittswert sind 10 Stunden für ein 6-10 jähriges Kind. Manche Kinder kommen schon mit 8 Stunden, andere nur mit 12 Stunden klar. Wenn Ihr Kind feste Schlafzeiten hat, wird es einen ganz eigenen Rhythmus entwickeln. Es wird wissen, wann es Schlaf braucht, und Ihnen das signalisieren. Es wird morgens auch immer zu den gleichen Zeiten wach werden. Damit Ihr Kind möglichst viel vom Schlaf hat, sollte es rechtzeitig schlafen gehen. Die innere Uhr arbeitet bis 3 Uhr früh am effektivsten. Bis dahin werden Wachstumshormone ausgeschüttet und das Immunsystem gestärkt. Von dieser Zeit sollten Kinder möglichst viel mitbekommen. Grundschulkindern wird daher empfohlen, zwischen 20:00 und 21:00 Uhr ins Bett zu gehen.
Allerdings können Kinder auch zu viel schlafen. Viel hilft nicht immer viel. Es bringt daher nichts, die Kinder bereits um 17:00 Uhr ins Bett zu bringen. Ein Mittagsschlaf wirkt manchmal Wunder. Nach dem Schlafen steigt die Leistungskurve nämlich rapide an. Wenn ihr Kind nicht gerne Mittagsschlaf hält, können Sie mit Ruhephasen arbeiten. Gemeinsames Kuscheln oder ruhige Musik nach dem Essen sind eine Möglichkeit. Ihr Kind sollte tags wie nachts genügend Raum finden, um sich zu erholen und neue Kräfte zu tanken.
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