Wohlfühlen im Garten
Gärtnern mit Kindern

Gärtnern sorgt für Ausgleich
Kinder sind heutzutage viel weniger draußen als früher. Videospiele, Fernseher und Internet bieten genügend Aktivitäten für zuhause. Da kann ein kleiner Garten für Ausgleich sorgen. Die Kinder kommen hier mit der Natur in Berührung. Sie lernen etwas selbständig zu pflanzen und zu pflegen. Sie übernehmen Verantwortung für etwas Lebendiges. Der Respekt gegenüber der Natur wird hierdurch gefördert. Gleichzeitig lernen sie aber auch über den Kreislauf des Lebens. Denn alle Stufen vom Pflanzen übers Wachsen und Ernten bis hin zum Kompost begegnen ihnen hier. Damit dies gelingt, müssen Sie Ihr Kind aber schon frühzeitig an die Gartenarbeit heranführen. Die Begeisterung für die Natur kann nicht früh genug geweckt werden. Von Vorteil ist, dass kleine Kinder sich schnell für die Gartenarbeit begeistern lassen. Sie imitieren einfach Sie als Eltern.
Aufgaben des Kindes
Die einzelnen Aufgaben sollten mit dem Alter zunehmen. So wird ein dreijähriges Kind mit dem Gießen der Blumen noch voll ausgelastet sein. Mit fünf Jahren kann ein Kind dann schon beim Pflanzen helfen oder das Laub zusammenharken. Auch Unkrautjäten ist jetzt schon möglich. Beim Rasenmähen ist aber noch Vorsicht geboten. Diese Aufgabe sollte erst im Schulalter dem Kind übertragen werden. Kinder lieben vor allem Aufgaben, die schnell gehen. Resultate müssen möglichst bald zu sehen sein. Dies ist beispielsweise bei Erdbeeren oder Möhren der Fall. Auch einige Blumen wachsen recht zügig. Am besten ist es, wenn Ihr Kind für eine solche Pflanze verantwortlich sein kann. Es kann sie gießen, schneiden und pflegen. Entsprechend groß wird auch die Freude sein, wenn genau diese Pflanze dann Früchte trägt. Die absolute Lieblingsaufgabe aller Kinder ist das Ernten. Denn hierbei sieht man klar die Resultate der eigenen Arbeit. Außerdem kann man hin und wieder naschen. Die selbst geernteten Lebensmittel schmecken dann auch besonders gut.
Worauf zu achten ist
Bereiten Sie das Kind auf die Arbeit im Garten optimal vor. Hierzu gehört beispielsweise die richtige Arbeitskleidung. Im Garten geht es meist sehr schmutzig zu. Schließlich arbeitet man direkt mit der Muttererde. Ihr Kind sollte daher möglichst robuste und nicht zu schicke Kleidung tragen. Es darf nichts ausmachen, wenn in der Hose Löcher oder Flecken sind. Auch den Umgang mit den Werkzeugen sollten Sie Ihrem Kind nahe bringen. Es muss wissen, wie die einzelnen Geräte funktionieren. Dann ist die Gefahr gering, dass es sich bei der Gartenarbeit verletzt. Eventuell können Sie Ihrem Kind auch eigenes Werkzeug besorgen. So gibt es etwa nicht zu scharfe Gartenscheren. Auch kleine Harken und Besen können Sie bekommen. Mit diesen arbeitet Ihr Kind viel effektiver und lieber. Versuchen Sie, Ihr Kind über den Tellerrand hinausschauen zu lassen. Sagen Sie ihm nicht einfach immer, was es zu tun hat. Erklären Sie Ihm die Zusammenhänge. Beispielsweise wie aus einem kleinen Samen eine große Pflanze wird. Auf diesem Weg lernt Ihr Kind die Gartenarbeit mehr schätzen. Außerdem wird es sich die Namen verschiedener Pflanzen einprägen. Das wird ihm auf Klassenfahrten oder Campingausflügen sehr nützlich sein.
Nicht zuletzt ist es extrem wichtig, dass Sie Ihr Kind auch mal machen lassen. Nicht immer wird die Arbeit so perfekt, wie Sie sich das vielleicht wünschen. Doch Ihr Kind braucht den Erfolg, etwas allein geschafft zu haben. Wenn Sie zu viel kritisieren oder nachbessern, verliert es die Lust an der Gartenarbeit. Trauen Sie Ihrem Kind daher einiges zu. Sie werden mit Sicherheit stolz auf es sein können. Bestimmt werden Sie ebensoviel Freude an der Gartenarbeit haben wie Ihr Kind selbst.
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