Rituale entspannen ihr Kind

Einschlafprobleme bei Kindern

Kinder zögern das Schlafengehen gerne hinaus. Wenn dies aber über Stunden so geht, kann man bereits von Einschlafproblemen sprechen. Diese können verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise Reizüberflutung, Ängste oder seelischen Stress. Diese Einschlafprobleme können ernste Folgen für ein Kind haben. Eltern sollten daher rechtzeitig einschreiten. Alles über Einschlafprobleme bei Kindern.

Rituale helfen

Kinder sind sehr kreativ. Vor allem, wenn es darum geht, nicht ins Bett zu müssen. Klassiker sind das berühmte Glas Wasser, der Toilettenbesuch oder das Monster unter dem Bett. Nicht all diese Versuche sind gleich Einschlafprobleme. Doch manche Kinder finden über Wochen keine Ruhe. Sie können nicht einschlafen und tigern auch spät nachts noch durch die Wohnung. In diesem Fall könnte es sich um Einschlafprobleme handeln. Diese können sehr schädlich für ein Kind sein.  

Ein Schulkind braucht nämlich etwa zehn bis elf Stunden Schlaf. Hierbei wird das Erlebte des Tages verarbeitet. Gleichzeitig werden Wachstumshormone ausgeschüttet. Ihr Kind entwickelt sich also sogar während des Schlafens. Unruhiges Schlafen stört diese Entwicklungen.

Es kommt zu Konzentrationsschwächen oder Wachstumsstörungen. Das bedeutet aber nicht, dass Ihr Kind tagsüber müde ist. Im Gegenteil wird es eher noch unruhiger und gereizter. Diese Tatsachen sind auf Babys allerdings nicht eins zu eins übertragbar. Babys müssen ihren Rhythmus zunächst noch finden. Dass Babys schwer einschlafen und nachts immer wieder aufwachen ist kein Problem. Es besteht aber nicht sofort Grund zur Beunruhigung. Wie gesagt: Viele Kinder sind bloß gerne lange wach. Erst wenn das Einschlafen über vier Wochen hinweg immer länger dauert, liegen Einschlafprobleme vor. Achten Sie unbedingt auch tagsüber auf Ihr Kind. Wenn es fit und ausgeglichen ist, reicht ihm der Schlaf.  

Ursachen von Einschlafproblemen

Diese können vielfältig sein. Zum Beispiel fehlende Entspannungsmöglichkeiten am Tag. Computerspiele, Fernsehen und viele Termine (über-)fordern das Gehirn eines Kindes. Es braucht immer wieder Entspannungsmöglichkeiten und Ruhephasen. Nur so kann es die vielen Eindrücke verarbeiten. Hinzu kommt fehlende körperliche Auslastung. Kinder müssen toben, rennen und springen. Dies ist nicht nur gut für die Motorik. Es baut auch die unzähligen Energien eines Kindes ab. Viele Kinder sitzen aber vornehmlich zu Hause. Fernseher und Computer sind die Hauptbeschäftigungen. Die überschüssige Energie kann abends das Einschlafen verhindern.  

Des Weiteren können seelische Probleme das Kind belasten. Zum Beispiel Ängste. Das Monster unter dem Bett erscheint Erwachsenen lächerlich. Es kann das kindliche Gemüt jedoch belasten. Nehmen Sie es daher ernst. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber. Zeigen Sie ihm, dass es nichts Böses gibt, was nicht besiegt werden kann. Doch auch Schulstress, Leistungsdruck, ein Todesfall oder eine Scheidung können Angst machen. Diese Dinge sollten nicht unausgesprochen bleiben.  

Doch auch positive Ereignisse können die Ruhe stören. Ein Geburtstag, eine Reise oder ein Besuch der Oma. Diese Dinge sind aber stets nur zeitlich begrenzt und können daher kaum ernste Einschlafprobleme verursachen.  

Was Sie gegen Einschlafprobleme tun können

Rituale sind ein bewährtes Mittel gegen Einschlafprobleme. Feste Schlafenszeiten und ein immer gleicher Ablauf sind sehr wichtig. Vermeiden Sie aufregende Dinge vor dem Einschlafen. Laute Musik, Fernsehen oder Computerspiele sollten abends nicht mehr genutzt werden. Ein Gespräch über den Tag ist besser. Sie können sich austauschen, was schön und was belastend war. Das ist nicht nur interessant. Es hilft auch dabei, die gesammelten Eindrücke zu verarbeiten. Außerdem kommen so eventuelle Belastungen des Kindes zur Sprache. Vielleicht hat Ihr Kind Angst vor der Dunkelheit. Ein Nachtlicht oder ein Licht im Flur können dann helfen. Schlafmittel sind für Kinder hingegen absolut tabu.  

Wenn all diese Dinge nicht helfen, können Sie auf Beruhigungstechniken zurück greifen. Hierzu zählen beispielsweise autogenes Training, Fantasiereisen oder die „fortschreitende Muskelentspannung“. Bei all diesen Techniken beruhigen sich Körper und Geist. Das Kind entspannt auf angenehme Weise. Es kommt mit seinem Körper ins Gespräch. Hierdurch wird es gelassener und ruhiger. Das Einschlafen gelingt besser.

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