Seien Sie Vorbild
Warum Kinder lügen

Schaffen Sie Vertrauen
Jedes Kind kommt früher oder später in eine Entwicklungsphase, in der das Lügen erlernt und auch angewandt wird. Im Schnitt beginnt das Lügen mit etwa fünf Jahren. Es kann sich zu einer wahren Gedulds- und Nervenprobe der Eltern entwickeln. Doch wenn Sie ein paar Dinge beachten, bekommen Sie auch diesen wichtigen Entwicklungsschritt Ihres Kindes gut in den Griff.
Eltern sind Vorbilder
Zunächst einmal sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie als Eltern das wichtigste Vorbild für Ihre Kinder sind. Bleiben Sie hin und wieder nicht bei der Wahrheit, so wird auch Ihr Kind immer wieder einmal Lügen erfinden. Sie sollten deshalb mit gutem Beispiel vorausgehen. Gebrauchen Sie doch einmal eine Notlüge, so sollten Sie Ihrem Nachwuchs erklären, dass Ihr Verhalten nur eine Ausnahme darstellt und dazu dient, um die Gefühle Ihrer Mitmenschen zu schonen. Natürlich sollten Sie vor allem auch zu Ihrem Kind immer ehrlich sein – und auch bei peinlichen Fragen lieber offen sagen, dass Sie jetzt nicht antworten möchten, anstatt eine Lüge preiszugeben.
Lügen haben Folgen
Ihr Kind wird im Laufe seines Lebens lernen, dass es wichtig ist, bei der Wahrheit zu bleiben – und dass Lügen durchaus Konsequenzen nach sich ziehen. Erklären Sie Ihrem Nachwuchs, dass niemand mit einem Menschen zu tun haben möchte, der häufig und gerne lügt. Und dass man sich mit Lügengeschichten auch durchaus Ärger einhandeln und Freundschaften verbauen kann.
Vertrauen schaffen
Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Kind ist eine weitere wichtige Voraussetzung, um das Lügen einzudämmen. Je mehr Ihr Kind das Gefühl vermittelt bekommt, geliebt, respektiert und verstanden zu werden, umso weniger wird es in Erklärungsnot kommen und lügen. Meist lügen Kinder, wenn sie etwas ausgefressen haben – aus Angst vor einer möglichen Bestrafung.
Für Ehrlichkeit loben – über Probleme reden
Immer dann, wenn Ihr Kind bei der Wahrheit bleibt, sollten Sie es loben. Vor allem dann, wenn es etwas angestellt hat und dazu steht. Natürlich erwartet niemand von Ihnen, dass Sie das Geschehene an sich loben – zeigen Sie Ihrem Kind jedoch, dass Sie es toll finden, dass es die Geschichte wahrheitsgemäß erzählt hat. Sollte Ihr Kind lügen, hinterfragen Sie sein Verhalten.
Warum hat es nun gelogen? Hat es vor etwas Angst gehabt? Je mehr Sie versuchen, die Verhaltensweisen zu interpretieren, umso offener können Sie beide über die Situationen reden und gemeinsame Lösungen und Alternativen finden. Dies ist auf jeden Fall sinnvoller, als eine Moralpredigt zu halten, wenn eine Lüge ans Licht kam.
Erziehungsberatung ist kein Zeichen von Schwäche!
Nehmen die Lügen im Alltag überhand, so kann möglicherweise ein tieferes Problem die Ursache sein. Haben Sie keine Scheu davor, sich bei Auffälligkeiten professionellen Rat einzuholen. Familienberatungsstellen geben Ihnen gerne wertvolle Tipps und bieten hilfreiche Unterstützung.
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