Schülerjob

Verantwortung lernen – Überforderung vermeiden

Bei vielen Jugendlichen reicht das Taschengeld hinten und vorne nicht. Man braucht schicke Kleidung, möchte ausgehen und trotzdem etwas sparen. Schülerjobs bieten die Möglichkeit, sich ein wenig Geld dazuzuverdienen. Doch sie bringen dem Schüler noch viel mehr. Berufserfahrung, Verantwortung und Zuverlässigkeit zum Beispiel. Allerdings gilt es auch Überforderungen zu vermeiden und die Schule nicht zu vernachlässigen.

Neben der Schule arbeiten

Einem Schüler stehen verschiedene Jobs zur Auswahl. Er kann beispielsweise Babysitten, Hunde ausführen, Zeitungen austragen, Gartenarbeiten übernehmen, Nachhilfe geben und vieles mehr. Das Babysitten ist vermutlich die am meisten herausfordernde Aufgabe. Man ist für einen anderen Menschen verantwortlich und muss diesen versorgen. Man muss erkennen können, was ein Baby braucht. Konfliktsituationen müssen gemeistert, die Kinder unterhalten und eventuell bekocht werden. Das verlangt jede Menge Organisationstalent. Hierfür ist Erfahrung mit Kindern sehr von Vorteil. Gleichzeitig lernt man beim Babysitten den Umgang mit Kindern jedoch erst kennen. Man muss für jemand anderen Verantwortung übernehmen und ihn sinnvoll leiten.

Das ist nicht nur für das eigene Familienleben wichtig. Auch in Führungspositionen im Beruf sind solche Qualitäten sehr gefragt. Zeitungen oder Flyer verteilen führt hingegen ganz klar ins Berufsleben ein. Man ist Teil eines Teams, hat einen Vorgesetzten und klar festgelegte Aufgaben. Man muss sich an Pünktlichkeit, Sorgfalt und an die Arbeit in einem Team gewöhnen. Die Gartenarbeit ist eine gelungene Abwechslung vom Schulalltag. Man kommt an die frische Luft und lernt den Umgang mit der Natur. Zusätzlich hat man am Ende ein konkretes Ergebnis, auf das man stolz sein kann. Die Nachhilfe bleibt sehr stark am Schulalltag. Wer nicht gerade Lehrer werden möchte, wird die Berufswelt hierdurch kaum kennen lernen. Doch auch hierbei lernt man den Umgang mit anderen Menschen.  

Schule geht vor  

So schön regelmäßiges Geld auch ist, die Schule muss Vorrang haben. Sie bereitet auf das spätere Berufsleben vor, in welchem man auch mehr Geld verdient. Hierin liegt auch eine Herausforderung eines Schülerjobs. Man muss mehrere Interessen vereinbaren, ohne dass eines darunter leidet. Weder dürfen die Schulnoten schlechter werden noch darf man seine Arbeit nur halb erfüllen. Gefahren der Überlastung liegen vor allem in der Zeitplanung. Vor der Schule Zeitungen auszutragen ist sehr anstrengend. Und die meisten Eltern suchen Babysitter, wenn sie abends einmal ausgehen wollen. Man muss sich davor hüten, nicht genügend Schlaf zu bekommen. Auch muss ausreichend Zeit für die Hausaufgaben eingeplant werden. Nicht zuletzt dürfen auch die sozialen Kontakte nicht leiden. Man hat seine Kindheit nur einmal und man muss sie nutzen. Ein Schülerjob, der einem keine Freizeit für sich selbst und Freunde lässt, ist schlecht. Man muss auch genügend Zeit haben, das verdiente Geld auszugeben. Wozu verdient man es denn sonst?      

Worauf Sie als Eltern achten müssen

Die Wahl des richtigen Arbeitgebers ist entscheidend. Sie sollten ihr Kind bei der Wahl möglichst unterstützen. Helfen Sie ihm dabei, eine Arbeit zu finden, die auch zu ihm passt. Ein notorischer Langschläfer sollte keine Zeitungen austragen. Zusätzlich muss der Arbeitgeber seriös sein. Lernen Sie ihn gemeinsam mit Ihrem Kind kennen. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Kind nicht ausgenutzt wird. Ferner sollten Sie beobachten, ob Ihr Kind diese zusätzliche Belastung meistert. Schule und Freundschaften dürfen nicht leiden.

Doch machen Sie sich klar, dass auch das Berufsleben anstrengend wird. Gönnen Sie Ihrem Kind seine Erfahrungen und schreiten Sie nicht gleich bei der ersten Kleinigkeit ein. Sollten sich die Schulnoten jedoch drastisch verschlechtern, ist ein Gespräch mit Ihrem Kind ratsam. Ganz wichtig zu beachten ist auch, dass ein Schülerjob der erste Schritt in die Unabhängigkeit ist. Lassen Sie Ihr Kind seine eigenen Entscheidungen treffen und organisieren Sie nicht alles für es. Aber unterstützen Sie es nach besten Kräften. Der Lerneffekt ist am größten, wenn das Kind seine eigenen Erfahrungen sammelt. Rat und Hilfe sind daher sinnvoller als Gebote und Verbote.

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