Stillen ist wieder beliebt
Stillberatung und Stillgruppen

Rund ums Stillen
Während unsere Großmütter ganz selbstverständlich ihre Kinder gestillt haben, war es in den 70er und 80er Jahren eher ungewöhnlich, wenn eine Mutter nicht zur Flasche gegriffen hat. Künstlich hergestellte Babynahrung wurde plötzlich als bessere Nahrung für das Neugeborene dargestellt. Da auch die Mediziner zum Großteil diese Meinung vertraten, wuchsen die meisten Kinder mit Milch aus der Flasche auf.
Heute hat sich das Bild wieder um 180 Grad gewendet. Stillen ist wieder beliebt. Künstliche Säuglingsnahrung kommt nicht an die Qualität der Muttermilch heran.
Natürlich hat nicht jede Frau das Glück, ihr Kind mühelos stillen zu können. Bei Stillproblemen sollte auf keinen Fall gleich aufgegeben werden. Es gibt dafür extra Hebammen, Stillgruppen und Stillberaterinnen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen, um jeder Mutter die Möglichkeit zu geben, ihr Kind mit der Brust zu ernähren.
Stillgruppen- Austausch unter Müttern
In Stillgruppen treffen sich stillende Mütter mit ihren Babys in regelmäßigen Abständen. Dem Treffen wohnt eine Hebamme oder Stillberaterin bei, die sich mit ihrem Wissen zur Verfügung stellt. Stillgruppen sind außerdem dafür da, dass sich Mütter austauschen und Gleichgesinnte finden können. Um eine Stillgruppe in Ihrer Nähe zu finden, können Sie einfach bei der Entbindungsklinik, Hebamme oder Krankenkasse nachfragen.
Stillberatung durch Hebammen
Hebammen, die sich um die Nachbetreuung im Wochenbett kümmern, leisten gleichzeitig Stillberatung für die jungen Mütter. Dadurch gehört die Stillberatung zu den Leistungen der Krankenkassen.
Zusätzlich finden Mütter bei sogenannten Stillberaterinnen Hilfe. Eine Ausbildung zur Stillberaterin bieten die „Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen e. V.“ (AFS) und die „La Leche Liga Deutschland e. V.“ (LLL) an. Das Hauptziel der Organisationen ist die Förderung der Stillkultur in Deutschland. Zusätzlich verbreiten sie fundierte Informationen rund ums Thema Stillen.
Weiterhin gibt es professionelle Still- und Laktationsberaterinnen, die einen medizinischen Beruf ausüben und zusätzliche eine Ausbildung im Bereich Stillberatung haben. Auch hier übernimmt die Krankenkasse in vielen Fällen die Kosten.
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