Kinder spielerisch fördern
Spiele zur Sprachförderung

Sprache ist überall
aSprache und Schrift sind etwas ganz Alltägliches. Andauernd gehen wir mit ihnen um. Wenn wir einen Einkaufszettel schreiben, eine Zeitschrift lesen oder eine E-Mail verschicken. Auf sehr vielen Gegenständen ist Text zu finden. Auf Jogurtbechern, Zahnpastatuben, in Kinderbüchern, auf Süßigkeiten, auf Spielzeug und im Fernsehen. Natürlich auch außerhalb der eigenen vier Wände. Straßenschilder, Reklametafeln, Schilder am Spielplatz... Überall begegnet Ihrem Kind Sprache. Es ist wichtig, ihm das bewusst zu machen. Sprache ist etwas ganz Natürliches. Als solches muss Ihr Kind sie auch erleben. Das geht nicht durch Pauken und Zwang. Ihr Kind muss die Wichtigkeit der Sprache spielerisch begreifen. Dann wird es schnell sehr gut damit umgehen können. Die beste Voraussetzung für das Lesen und Schreiben. Hierbei sollen Ihnen die folgenen Spiele als Anregungen dienen.
Verschiedene Sprachspiele
Ich sehe was:
Ein bestimmter Buchstabe wird vorgegeben. Beispielsweise: Ich sehe was mit P. Ihr Kind muss dann nach dem entsprechenden Gegenstand suchen. Wichtig hierbei ist, nicht den Namen sondern den Laut des Buchstabens zu verwenden. In diesem Fall also p statt pe. Oder eben s statt es. Wer den gesuchten Gegenstand findet bekommt einen Punkt. Außerdem darf er den nächsten Buchstaben und Gegenstand bestimmen. Eine schwierigere Variante ist, den Schlusslaut zu suchen.
Gedankenreise durchs Haus
Was in der Küche beginnt mit A? Was im Flur endet auf H? Welcher Gegenstand im Bad fängt mit einem S an? Die Gegenstände können auch dem Alphabet folgend gesucht werden. Wer als erstes einen Gegenstand nennen kann, bekommt einen Pluspunkt. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt. Dieses Spiel kann quasi überall gespielt werden. Die Gegenstände müssen auch nicht zu Hause sein. So kann Ihr Kind einfach seine Augen schließen. Sie fragen dann: „Welche Farbe hat Papas Hemd“ oder „Trägt Mama heute eine Kette?“ So trainieren Sie das Sprachverständnis und das Gedächtnis gleichermaßen.
Detektivspiel
Ein Mitspieler geht hinaus. Die anderen werden der Reihe nach befragt. Jeder muss so viele Merkmale des anderen benennen wie möglich. Beispielsweise Art und Farbe der Kleidung. Die Gegenstände müssen möglichst genau beschrieben werden. Eine schwarze Hose, ein blaues T-Shirt usw. Wer die meisten Merkmale richtig benannt hat, bekommt eine Auszeichnung. Beispielsweise eine Karte „Meisterdetektiv“. Hierdurch trainiert Ihr Kind sein Gedächtnis. Sie können jedoch auch die Sprache ins Spiel bringen. Beispielsweise indem die Beschreibungen nur mit einem Buchstaben beginnen dürfen. „Große Uhr, ganz neue Jacke...“
Elemente
Ein Mitspieler sagt Erde, Luft oder Wasser. Wem zuerst ein Tier einfällt, das in diesem Element lebt, bekommt einen Punkt. Dieser Spieler darf auch das nächste Element bestimmen. Größere Kinder können hierbei schon auf den Anfangsbuchstaben achten. Nenne ein Tier mit F, das im Wasser lebt (Forelle).
Kofferpacken
Reihum werden Gegenstände in einen imaginären Koffer gelegt. Der erste Spieler sagt zum Beispiel: Ich packe meinen Koffer und tue Socken hinein. Der nächste Spieler wiederholt den vorherigen Gegenstand und legt einen weiteren in den Koffer. Die einzelnen Gegenstände können pantomimisch durch eine Geste dargestellt werden. Das erleichtert das Merken. Größere Kinder können zum Beispiel nur Gegenstände mit einem bestimmten Buchstaben einpacken.
Kim-Spiel
Legen Sie zehn Gegenstände auf den Tisch. Ihr Kind darf sich diese nun eine Minute lang ansehen. Danach werden sie mit einem Tuch zugedeckt. Ihr Kind muss sich nun an möglichst viele Gegenstände erinnern. Für jeden richtig benannten Gegenstand gibt es einen Punkt. Zusatzpunkte gibt es für die Farbe oder die Form eines Gegenstandes. Dieses Spiel kann auch unterwegs gespielt werden. Beispielsweise, wenn Sie beim Arzt oder auf dem Amt warten müssen. Suchen Sie in einer Zeitschrift eine Seite mit möglichst vielen Gegenständen. Diese können Sie sich mit Ihrem Kind eine Minute lang einprägen. Abwechselnd dürfen Sie Gegenstände nennen. Wem zuerst keiner mehr einfällt, hat verloren.
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