Sie bestimmen den Rythmus
Schwangerschaft bekannt geben

Sie sind die Hauptperson
Viele Frauen sind überwältigt, wenn sie feststellen, dass sie schwanger sind. Das Leben wird sich nun von Grund auf ändern. Langsam zwar, aber beständig. Freude und Sorge vermischen sich in dieser Zeit oft. Eine Frage ist vor allem am Anfang oft wichtig: Wie wird das Umfeld reagieren?
Einige Frauen halten sich mit der Bekanntgabe der Schwangerschaft zunächst zurück. Sie wollen erst Sicherheit schaffen. Ein erster Schritt hierzu ist ein Schwangerschaftstest. Absolute Gewissheit bringt dann ein Besuch beim Frauenarzt. Hiernach teilen sich viele Frauen bereits mit. Andere wollen lieber die 13. Woche abwarten. Bis dahin ist das Risiko einer Fehlgeburt noch vergleichsweise hoch. Erst muss es dem Kind wirklich gut gehen. Dann lassen diese Frauen ihre Familie und Freunde an ihrem Glück teilhaben.
Der Vater
Sie bestimmen den Rhythmus der Bekanntgabe. Eine Regel sollten Sie aber unbedingt befolgen: Der Vater des Kindes erfährt es zuerst. Er steht dem Kind nach/neben Ihnen am nächsten. Er kann sich mit Ihnen über die Schwangerschaft freuen. Außerdem unterstützt er Sie bei allem, was Sie tun. Das kann durch Organisation von Terminen sein. Zum Beispiel bei Ärzten und Hebammen. Aber auch Luxus wie eine Fußmassage fällt in seinen Aufgabenbereich. Gemeinsam wird die Schwangerschaft für Sie noch schöner werden.
Die Familie
Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Familien. Einige verstehen sich sehr gut, andere meiden sich eher. Je nach Typ werden Sie Ihre Familie früher oder später einweihen. Hierfür müssen Sie Ihre Familienmitglieder einschätzen können. Werden sie sich mit Ihnen freuen? Werden sie ihre Hilfe anbieten? Oder werden sie alles schlecht reden? Vielleicht ist ihre Familie überfürsorglich? Manche Eltern rufen jeden Tag an und wollen wissen, wie es dem Baby geht. Das kann anstrengend sein. Weihen Sie Ihre Familie daher so früh wie möglich aber so spät wie nötig ein. Unterstützung und geteilte Freude sind etwas Schönes. Doch Stress und Belastung können Sie jetzt gar nicht gebrauchen.
Der Arbeitgeber
Ihren Arbeitgeber sollten Sie möglichst früh informieren. Entsprechend früh setzt für Sie dann der Mutterschutz ein. Dieser beinhaltet einen schwangerengerechten Arbeitsplatz. Ihre Gesundheit und die des Babys muss unbedingt geschützt werden. Themen wie Elternzeit und Elterngeld können Sie dann ebenfalls besprechen. Hierfür ist einiges an Vorbereitung zu erledigen. Je früher Ihr Arbeitgeber daher informiert ist, desto besser.
Geschwister
Vielleicht bekommen Sie nicht Ihr erstes Kind. Dann sollten Sie auch die Geschwisterkinder frühzeitig informieren. Ihr Alltag wird sich sehr bald umstellen. Das bekommen auch Ihre Kinder mit. Je besser Sie die Situation verstehen, desto leichter können sie damit umgehen. Integrieren Sie Ihre Kinder in den Alltagsablauf ein. Erklären Sie ihnen, wo das neue Kind ist und wann es kommt.
Vielleicht können Ihre Kinder bei der Einrichtung des Babyzimmers helfen. Auch kleine Erledigungen übernehmen Kinder meist gern. Für sie wird die Schwangerschaft schnell zum großen Abenteuer. Daher kann es ein Gewinn sein, die Kinder möglichst bald zu informieren.
Sie sind die Hauptperson in der Schwangerschaft. Daher bestimmen Sie Ihren ganz persönlichen Rhythmus. Lassen Sie sich nicht von gut gemeinten Ratschlägen oder zu hohen Erwartungen verrückt machen. Teilen Sie nur dann etwas mit, wenn Ihnen danach ist. Und bitten Sie Ihre Verwandten, nur denen etwas zu erzählen, denen Sie es nicht persönlich sagen wollen. Ansonsten verbreitet sich Ihre Schwangerschaft vielleicht schneller als Ihnen das lieb ist.
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