Zahnpflege bei Kleinkindern
Hurra, hurra- der erste Zahn ist da

Zahnungsbeschwerden mildern
Wenn Kinder die ersten Zähne bekommen, ist das oft eine aufregende Zeit für Eltern und Kind. Zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat ist es bei den meistens Kindern soweit. Doch das muss nicht immer so sein. Einige Kinder kommen bereits mit Zähnen auf die Welt, andere lassen sich ein bisschen mehr Zeit. Es gibt gewisse Richtlinien, an denen sich Eltern orientieren können. Die mittleren Scheidezähne im unteren Gebiss brechen normalerweise als erstes durch. Es folgen die seitlichen Scheidezähne (7. -9. Monat), die ersten Backenzähne (14. und 15. Monat) und die Eckzähne (17- 19. Lebensmonat). Bis das Kind im dritten Lebensjahr mit allen 20 Milchzähne strahlend lächeln kann.
Welche Probleme das Zahnen bereitet
Doch bevor es soweit ist, müssen Eltern und Kind gemeinsam den Durchbruch der kleinen weißen Beißer durchstehen. Und das ist für beide nicht immer einfach. Wie die kleine Lena, sind viele Kinder unruhig und leicht reizbar wenn die Zähne sich ihren Weg durch das Zahnfleisch bahnen. Ein typisches Zeichen sind rote, heiße Wangen und ein vermehrter Speichelfluss. Die Kinder stecken sich oft die Hand in den Mund und schlafen nachts schlecht. Durchfall, Verstopfung und ein wunder Po können weitere Begleiterscheinungen des Zahnens sein. Bei einigen Kindern kann sich die Körpertemperatur etwas erhöhen. Hohes Fieber ist aber eher ein Zeichen für eine Infektion. Dann sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Hilfe bei Zahnungsbeschwerden
Was können Eltern tun, um ihrem Kind die Strapazen zu erleichtern? Einfach und effektiv sind gelgefüllte Beißringe aus dem Fachhandel. Wenn der Gaumen des Kindes angeschwollen und schmerzhaft ist, lindert der gekühlte Beißring Schmerzen und Schwellung. Alternativ können Eltern ihrem Kind auch einen kalten Waschlappen, einen gekühlten Löffel oder ein gekühltes Stück Obst anbieten. Manchmal hilft auch ein hartes Stück Brot, auf dem die Kinder herumkauen können. Eine Veilchenwurzel aus dem Naturladen hat zugleich eine desinfizierende wie auch betäubende Wirkung.
Zahlreiche homöopathische Mittel aus der Apotheke können die Beschwerden beim Zahnen ebenso lindern. Kügelchen, Salben und Zäpfen ohne Nebenwirkungen helfen bei akuten Schmerzen. Der Einsatz von Salben mit Lokalanästhetikum ist dagegen umstritten. Diese sollten nur bei starken Schmerzen benutzt werden. Welches Mittel dem eigenen Kind am besten hilft, muss man einfach ausprobieren.
Von Anfang an: die richtige Zahnpflege
Haben sich die ersten Zähne erfolgreich ihren Weg durch den Kiefer gebahnt, geht es auch schon los mit der richtigen Zahnpflege. Denn sobald der erste Milchzahn durch das Zahnfleisch gebrochen ist, setzten sich Bakterien auf diesem fest. Und die gilt es durch regelmäßiges Zähneputzen zu beseitigen. Mit einem Wattestäbchen oder einer altersgerechten Zahnbürste kann man das Kind erst einmal an die ungewohnte Zahnpflege gewöhnen. Zunächst ohne Zahnpasta. So richtig begeistert sind die wenigsten Kinder davon. Deshalb spielerisch an die Sache rangehen und selber Vorbild sein. Wenn Mama oder Papa ihren Mund ganz weit aufmachen sieht das nicht nur lustig aus und der Nachwuchs will das auch gleich mal ausprobieren.
Ab dem ersten Lebensjahr kann dann mit fluorhaltiger Zahnpasta geputzt werden. Fluorid lagert sich in den Zahnschmelz ein, macht ihn damit härter und schützt ihn vor Kariesbefall. Aber nicht nur die richtige Pflege ist wichtig für gesunde Zähne, sondern auch ein ausgewogene Ernährung. Neben dem Verzehr von Süßigkeiten kann auch das Trinken von gesüßten Tees und Säften fatale Folgen für die Milchzähne haben. Deshalb möglichst zuckerfreie Getränke benutzen und ab dem ersten Jahr die Nuckelflasche gegen einen Trinkbecher austauschen. Dann steht einem glücklichen und gesunden Kinderlachen nichts mehr im Wege.
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