Belastungsprobe für Eltern und Kind

Dreimonatskoliken bei Säuglingen

Dreimonatskoliken sind etwas ganz normales und etwas sehr schmerzhaftes. Nicht selten bekommen Kinder durch diese Koliken richtige Schreikrämpfe. Vielen Eltern fällt es verständlicherweise schwer, darauf ruhig und gelassen zu reagieren. Massagen, Tees und Öle können helfen, doch es gilt: Dreimonatskoliken kommen von alleine und sie gehen von alleine.

Koliken kommen und gehen

Es ist der Alptraum aller Eltern. Das neugeborene Kind liegt in seiner Wiege. Der Bauch angespannt, die Beine an den Körper gezogen, der Kopf hochrot. Es schreit. Vermutliches Leiden: Dreimonatskoliken mit Schreikrämpfen. Diese sind sehr unangenehm und belasten Kind und Eltern gleichermaßen. Doch Sie können beruhigt sein: Ihr Kind ist nicht krank.

Dreimonatskoliken sind etwas völlig normales. Sie treten bei etwa jedem siebenten Kind auf. Niemand weiß woher sie kommen und sie gehen von alleine wieder weg. Das Kind entwickelt sich vollkommen normal und es bleiben keine Schäden zurück. Wenn es Dreimonatskoliken sind und nicht etwa eine Mittelohrentzündung oder ein Darmverschluss. Um dies auszuschließen, sollten Sie sicherheitshalber mit Ihrem Kind zum Arzt gehen.  

Wie  Sie helfen können

Die wichtigste und zugleich schwierigste Aufgabe besteht darin, ruhig zu bleiben. Natürlich ist es schrecklich, wenn das eigene Kind leidet und man ihm nicht helfen kann. Doch Hektik und Stress beunruhigen Ihr Kind nur noch mehr. Auch Vorwürfe sind völlig fehl am Platz. Weder Sie noch Ihr Kind können etwas für die Koliken. Lassen Sie Ihr schreiendes Kind niemals alleine. Zeigen Sie ihm vielmehr, dass Sie für es da sind. Egal, wie sehr es leidet und wie sehr es schreien muss. Niemand weiß genau, was die Dreimonatskoliken verursacht. Daher ist es schwer, Mittel dagegen zu finden. Doch es gibt einige Techniken, welche zumindest die Schmerzen lindern. Zu diesen zählen Bauchmassagen. Hierfür können Sie die bloße Hand nehmen oder zusätzlich Öle verwenden. Durch die Massage im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel werden die Blähungen gelöst.

Auch Kümmeltee, Fencheltee oder Anistee wirken treibend. Allerdings kann es sein, dass das Kind diese nicht trinken möchte. Versuchen Sie dann, den Tee mit etwas Milch zu süßen. Hierbei und beim Trinken überhaupt sollten Sie immer wieder Pausen einlegen. Dies verhindert zum einen, dass das Kind beim schnellen Trinken zu viel Luft schluckt. Zum anderen geben Sie Ihrem Kind hierdurch Gelegenheit zum Aufstoßen.

Ein beliebtes Spiel bei Kindern dieses Alters ist die Fliegerposition. Legen Sie Ihr Kind hierfür mit dem Bauch nach unten auf ihren Arm. Stützen Sie es mit dem anderen Arm. Nun können Sie es wie ein Flugzeug durch die Wohnung wiegen. Allerdings kann es sein, dass die Koliken so unangenehm für das Kind sind, dass es diese Technik nicht mag. Auch das sanfte Wiegen auf einem Schaukelstuhl kann dann helfen. Probieren Sie es einfach aus und achten Sie auf die Reaktion Ihres Kindes. Nur das, was dem Kind auch wirklich hilft und gefällt, ist sinnvoll. Es gibt auch Annahmen bezüglich der Ernährung der Mutter. Es könnte sein, dass stillende Mütter durch ihre Ernährung die Koliken verstärken. Zu scharfe Gerichte, Kaffe, Tee, Schokolade, Zwiebeln, Kohl, Pflaumen und Ähnliches sind Risikofaktoren. Sollten alle anderen Methoden nichts helfen, können stillende Mütter versuchen, ihre Ernährung zu ändern.

Dreimonatskoliken bei Säuglingen - Denken Sie auch an sich selbst

Gestehen Sie sich ein, dass nicht nur Ihr Kind leidet. Auch Sie sind stark gefordert und müssen sehr viel Geduld aufbringen. Gönnen Sie sich daher bewusst und aktiv pausen. Bitten Sie Verwandte und Freunde, sich einmal für eine Stunde um Ihr Kind zu kümmern. Versuchen Sie nachts zu schlafen. Hören Sie gemeinsam mit Ihrem Kind beruhigende Musik. Sorgen Sie dafür, dass Sie sich nicht überlasten und vielleicht sogar krank werden. Denn eines ist sicher. Die Dreimonatskoliken hören irgendwann von selbst auf und auch dann wird Ihr Kind Sie dringend brauchen.

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