Vor der Geburt

Was Ihr Kind im Mutterleib mitbekommt

Die Entwicklung eines Kindes schreitet schnell voran. Bereits mit drei Monaten sind alle Organe in Grundzügen entwickelt. Ihr Baby ist nun ein Fötus. Seine fünf Sinne prägen sich mehr und mehr aus. Es bekommt Eindrücke von außen mit. Diese sollten jedoch nicht überfordernd wirken. Gönnen Sie Ihrem Kind seine Ruhe. Ihr normaler Tagesablauf beeinflusst es genug. Alles über die vorgeburtlichen Eindrücke eines Babys.

Embryo braucht Ruhe

Ein Kind im Mutterleib kann bereits akustische Reize wahrnehmen. Teilweise kann es sich diese sogar merken. Einige Eltern sind sehr übereifrig. Sie wollen Ihr Kind bereits vor der Geburt fördern. Daher spielen sie ihm regelmäßig Mozart vor. Mit einer Taschenlampe auf dem Bauch der Mutter, wollen sie ihm das Zählen beibringen. Das Muster der Kleidung muss für sie stimulierend auf das Kind wirken. Sie bieten dem Kind viele Reize, damit es möglichst intelligent zur Welt kommt.  

Dieses Vorgehen ist gut gemeint. Es verfehlt aber mit Sicherheit seinen Zweck. Ein Embryo wächst nicht umsonst geschützt im Mutterleib auf. Er braucht sehr viel Ruhe und Schlaf. Daher sollte er nur Ihren Alltagsgeräuschen ausgesetzt sein. Wenn Sie sowieso Mozart hören, schadet das Ihrem Kind nicht. Doch sie sollten es nicht extra damit beschallen. Die Wärme, Ruhe und Geborgenheit des Mutterleibes sind die beste Stimulation für eine gesunde Entwicklung.  

Die ersten drei Monate

In den ersten drei Monaten entwickelt sich Ihr Kind ganz rasant. Es beginnt sich sehr früh zu bewegen. Lange bevor eine Schwangere das spürt. Mit acht Wochen setzen die motorischen Fähigkeiten ein. Zunächst sind sie noch unkontrolliert. Doch ab der 9. Schwangerschaftswoche (SSW) ist das Rückenmark ausgebildet. Ihr Kind kann seine Bewegungen nun teilweise steuern. Hierbei kann es zu einem ersten Schluckauf kommen.

In der 11. SSW setzen die Atembewegungen ein.Zwischen der 10. und 12. SSW sind die Organe Ihres Kindes in Grundzügen ausgebildet. Der Fötus kann nun schon seine Finger bewegen.  

Die fünf Sinne Ihres Kindes

Der früheste Sinn Ihres Kindes ist das Fühlen. Dies setzt bereits in der 5. bis 6. SSW an den Lippen ein. Nach und nach breitet sich dieser Sinn über den ganzen Körper aus. Hierdurch kann Ihr Kind bald Temperaturunterschiede wahrnehmen.

Der nächste Sinn, der einsetzt, ist das Sehen. In der 16. SSW kann Ihr Kind zum ersten Mal die Augen bewegen. Zwar kann es noch keine Dinge um sich herum erkennen. Doch es reagiert auf Lichtstimulation von außen. Das Sehvermögen ist im letzten Schwangerschaftsdrittel voll ausgereift. Tatsächlich sehen tut ein Kind allerdings vermutlich erst nach der Geburt.  

In der 24. SSW setzen bei einem Kind das Hören und der Geschmackssinn ein. Acht Wochen vor der Geburt kann es dann vollständig hören. Beispielsweise die Stimme der Mutter, den Blutkreislauf oder Geräusche im Bauch. Die Töne werden über die Wirbelsäule aufgenommen. Das Fruchtwasser transportiert sie dann zu den Ohren.

Etwa ab der 35. SSW kann ein Kind Tonhöhen unterscheiden. Auch verschiedene Sprachmuster erkennt es bereits. Es ist daher zweckdienlich, wenn Sie mit Ihrem Kind reden. Der Geschmackssinn wird vor allem durch das Fruchtwasser geprägt. In diesem sind unterschiedliche Aromen. Kurz vor der Geburt trinkt ein Embryo etwa einen halben Liter Fruchtwasser am Tag. Das Essen der Mutter beeinflusst somit auch das Kind. War das Fruchtwasser beispielsweise reich an Knoblauch, wird auch das Kind diesen Geschmack mögen.  

Das Riechen setzt zuletzt ein. Etwa in der 28. SSW. Allerdings ist das Kind dann noch nicht in der Lage, den Geruch vom Geschmack zu unterscheiden. Der Geruchssinn ist direkt nach der Geburt sehr wichtig. Hierdurch findet das Kind die Brustwarzen der Mutter.

Gedanken und Gefühle

Ein Kind reagiert auf die Gefühle der Mutter. Wenn diese über Ängste und Sorgen spricht, erhöht sich auch der Herzschlag des Kindes. Wie dieser Zusammenhang zu erklären ist, steht noch nicht fest. Die Anzahl an Gehirnzellen ist zum Zeitpunkt der Geburt komplett. Bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel setzt die Entwicklung ein. Nie wieder nach der Geburt kommen neue hinzu. Anders die Verknüpfungen zwischen den Zellen. Diese entwickeln sich von der 5. SSW an und auch nach der Geburt weiter.  

Was verändert sich durch die Geburt?

Nach der Geburt werden die Sinne Ihres Kindes direkter und ganz anders angesprochen. Das Fühlen geschieht von Haut zu Haut. Außerdem nimmt das Kind die Schwerkraft wahr. Das Licht wirkt direkt auf die Augen und die Geräusche sind lauter. Zudem sind der Geruchs- und Geschmackssinn beim Auffinden der Muttermilch ganz entscheidend.

Somit ist die Geburt eine große Veränderung für Ihr Kind. Entsprechend behutsam sollten Reize und Eindrücke auf es ausgeübt werden. Die bekannte Stimme der Mutter bietet ihm hierbei Halt und Orientierung.

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