Schritt für Schritt zum Läufer
Unser Baby lernt laufen

Überforderung vermeiden
Der Bewegungsdrang eines Babys wird sehr schnell immer größer. Nach der Geburt fühlt es sich auf dem Arm der Eltern am wohlsten. Bewegung ist noch nicht angesagt. Zwischen dem dritten und fünften Monat ändert sich dies. Liegen die Babys auf dem Bauch, drehen sie sich zur Seite. Mit der Zeit schaffen sie eine ganze Drehung. Zuletzt kommt noch das Robben hinzu. Mühsam ziehen sie sich mit bloßer Muskelkraft vorwärts. Dies geht noch sehr langsam Es wird von vielen Eltern aber schon mit Begeisterung aufgenommen. Der nächste Entwicklungsschritt ist das Sitzen. Die Kinder lernen, sich in eine aufrechte Position zu begeben. Sie sitzen auch nur dann, wenn sie diese Position selbst erreichen. Ein Kind, das von den Eltern hingesetzt und mit Kissen gestützt wird, kann noch nicht sitzen. Hierdurch werden der Rücken und die Muskeln häufig geschädigt. Es kommt zu Haltungsschäden, ohne dass das Sitzen effektiv gefördert wird.
Kann das Kind sitzen, bereitet es sich auf das Krabbeln vor. Dies erfolgt meist zwischen dem sechsten und zehnten Monat. Das Kind begibt sich aus der Sitzposition auf alle Viere. Es merkt, dass es sich bewegen kann, wenn es den Rücken durchdrückt. Allerdings rutscht es teilweise noch stark. Auch Rückwärtskrabbeln ist ganz normal. Ab etwa einem Jahr beherrschen Babys das Krabbeln gut. Zwischen dem zehnten und zwölften Monat fangen die Kinder an, sich an Gegenständen hochzuziehen. Von hier an ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Laufen. Es muss der Mut gefunden werden, den Halt loszulassen. Ist dies gelungen, schafft das Baby die ersten tapsigen Schritte. Viele Kinder können dann ab dem dreizehnten Monat laufen. Doch viele beginnen auch erst mit sechzehn Monaten. Wichtig zu beachten ist, dass jedes Kind unterschiedlich ist. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn sich Ihr Kind etwas mehr Zeit lässt. Wenn die U-Untersuchungen in Ordnung waren, sind Verzögerungen ganz normal.
Unterstützung beim Laufen lernen
Jedes Kind hat seinen Rhythmus. Auf diesen können und sollen Eltern keinen Einfluss nehmen. Ein Kind läuft, wenn es lange genug gekrabbelt ist. Es beginnt damit, als wüsste es genau, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Training und Übungen sind also nicht nötig. Sie können sogar schädlich sein.
Die Unterstützung der Eltern ist eher passiver Natur. Loben Sie Ihr Kind, wenn es eine neue Fähigkeit demonstriert. Hierdurch fühlt sich das Kind bestätigt und möchte mehr lernen. Ansonsten können Sie mit Lockmitteln arbeiten. Legen Sie beispielsweise ein begehrtes Spielzeug vor das Kind. Es wird sich stark bemühen, dorthin zu robben. Auch Spielzeug auf dem Sofa kann zum Aufrichten einladen. Wenn das Kind am Sofa steht, können Sie es rufen. Halten Sie dann ein Spielzeug in der Hand. Ihr Kind wird vielleicht die ersten Schritte in Ihre Richtung wagen.
Kinder nicht zum Laufen drängen
Auf keinen Fall sollten sie Ihr Kind zu etwas drängen. Jeder Entwicklungsschritt bringt neue Verbindungen im Gehirn. Wird ein Schritt übersprungen, schadet das der Entwicklung des Kindes. Deswegen wird auch niemals eine Phase übersprungen. Kinder gehen durch jede dieser Stufen. Es kann allerdings sein, dass ein Kind nur einen Tag krabbelt, bevor es zu laufen beginnt. Auch auf Lauflernhilfen sollten Sie weitestgehend verzichten. Diese verlangen vom Kind nicht, dass es selbst läuft. Sie nehmen ihm Arbeit ab. Hierdurch hält das Kind sowohl Füße als auch den Rücken falsch. Es kann zu Haltungsschäden kommen. Die besten Lauflernhilfen sind die Geduld und das Lob der Eltern. Mit diesen wird das Kind genau im geeigneten Zeitpunkt das Laufen lernen.
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