Kinderwunsch erfüllen

Unerfüllter Kinderwunsch - künstliche Befruchtung

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann für eine Beziehung sehr belastend sein. Viele Paare wissen das. Denn in Deutschland bleibt etwa jedes fünfte Paar ungewollt kinderlos. Dies kann viele Ursachen haben. Wenn alle anderen Wege verschlossen sind, bleibt vielen nur eine künstliche Befruchtung. Hier gibt es viele Varianten mit unterschiedlichen Erfolgschancen und Risiken.

Arten künstlicher Befruchtung

Das Ausbleiben einer Schwangerschaft kann viele Ursachen haben. Dies sind zum einen hormonelle Störungen bei Mann oder Frau. Auch falsch oder gar nicht funktionierende  Samenleiter oder Gebärmutter können eine Schwangerschaft verhindern. Ferner nehmen Stress, Medikamente, Nikotin oder Alkohol Einfluss auf die Fruchtbarkeit des Paares. Genetische Fehler sind möglich aber eher selten. Erst nach zwei Jahren mit regelmäßigem Geschlechtsverkehr (mind. 2 Mal pro Woche) sprechen Ärzte von Sterilität.

Vorher werden künstliche Befruchtungen nicht vorgenommen. Sind andere Möglichkeiten schwanger zu werden ausgeschlossen, beginnt die Vorbereitung auf die künstliche Befruchtung. Hierfür werden die Gebärmutter und die Spermien genau untersucht. Einmal ohne weiteres und einmal nach dem Geschlechtsverkehr zum optimalen Zeitpunkt. Treten hierbei Auffälligkeiten zutage, wird dem Paar eine künstliche Befruchtung empfohlen. Solche Auffälligkeiten können deformierte oder zu wenige Spermien, ein verstopfter Gebärmutterhals oder verschlossene Eileiter sein. Je nach Art des Problems gibt es unterschiedliche Methoden der künstlichen Befruchtung.  

Arten der künstlichen Befruchtung  

Die erste Methode wird Insemination genannt. Hierbei werden „gute“ und „schlechte“ Spermien getrennt und dann in die Gebärmutter gespritzt. Diese Methode wird eingesetzt, wenn die Qualität der Spermien schlecht ist oder der Gebärmutterhalsschleim alle ankommenden Spermien tötet. Man unterscheidet zwischen heterologer und donogener Insemination. Bei der ersten stammt das Sperma vom Partner bei der zweiten von einem Spender. In der Regel wird zusätzlich zu diesem Verfahren eine Hormonbehandlung bei der Frau durchgeführt. Die zweite Methode nennt sich In-Vitro-Fertilisation. Bei dieser Methode werden durch Hormone mehrere Eisprünge bei der Frau ausgelöst. Die Eizellen werden aus der Frau herausgesaugt und in einem Reagenzglas mit dem Sperma des Partners vermischt. Kommt es zu einer Befruchtung, werden bis zu drei Eizellen zurück in die Gebärmutter gebracht. Diese Methode darf in Deutschland nur bei verheirateten Paaren durchgeführt werden. Sie kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn die Gebärmutter verstopft ist. Doch auch nach mehreren fehlgeschlagenen Befruchtungen, wird dieses Verfahren genutzt.

Eine weitere Methode ist die so genannte ICSI-Therapie. Sie entspricht quasi der zweiten Methode. Der Unterschied ist, dass die Spermien hier direkt in die Eizelle gespritzt werden. Dieses Verfahren wird bei einer sehr schlechten Spermienqualität oder mehreren fehlgeschlagenen Versuchen eingesetzt. Eine letzte Methode heißt In-Vitro-Maturation. Hierbei werden der Frau nur wenige Hormone gegeben und die Eizellen in noch unreifem Zustand gewonnen. Sie müssen dann erst im Reagenzglas groß gezüchtet werden. Ansonsten entspricht dieses Verfahren der In-Vitro-Fertilisation.

Erfolgschancen und Kosten  

Die Wahrscheinlichkeit auf natürlichem Wege schwanger zu werden beträgt lediglich 20%. Dennoch haben vier von fünf Paaren Erfolg. Die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung hängen von den einzelnen Methoden ab. So führt eine Insemination zum Beispiel in 15%-20% der Fälle zu einer Schwangerschaft. Eine In-Vitro-Fertilisation wartet mit einer Wahrscheinlichkeit von 10%-30%, je nachdem wie viele Eizellen eingesetzt werden, auf. Nach vier Versuchen mit einer ICSI-Therapie liegt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, bereits bei 50%-60%.

Die In-Vitro-Maturation bietet eine Erfolgschance von 20%. Die Kosten für eine künstliche Befruchtung liegen bei etwa 3.000-3.600€. Die Krankenkassen bezahlen zumeist die Voruntersuchung und beteiligen sich zu 50% an den weiteren Kosten. Dies gilt allerdings nur für verheiratete Paare. Unverheiratete Paare müssen die Kosten in der Regel komplett selbst tragen. Gleiches gilt, wenn das Sperma nicht vom Partner sondern von einem Spender kommt. Nach drei fehlgeschlagenen Versuchen zahlen die Krankenkassen wegen fehlender Erfolgschancen jedoch nichts mehr.

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