Wenn der Blinddarm schmerzt

Symptome einer Blinddarmentzündung

Eine Blinddarmentzündung ist eine schmerzhafte Entzündung des Wurmfortsatzes am Blinddarm. Sie muss umgehend behandelt werden, indem der Blinddarm operativ entfernt wird. Familie Kompakt informiert Sie darüber, wie eine Blinddarmentzündung abläuft und wie Sie mit dieser Krankheit am sinnvollsten umgehen.

Klären Sie ab ob der Blinddarm entzündet ist

Der Name „Blinddarmentzündung“ weckt eigentlich falsche Vorstellungen. Denn nicht der Blinddarm selbst, sondern der 2-20cm lange Wurmfortsatz des Blinddarms entzündet sich bei dieser Krankheit. Diese Entzündung ist relativ ungefährlich, solange sie möglichst frühzeitig erkannt und behandelt wird. Dann ist die Therapie in nahezu allen Fällen erfolgreich. Unbehandelt kann es jedoch dazu kommen, dass der Wurmfortsatz aufreißt und für eine Entzündung der gesamten Bauchdecke führt. In einem solchen Fall kann eine Blinddarmentzündung lebensgefährliche Auswirkungen haben und führt bei 6% der Betroffenen zum Tod. Gerade bei Kindern und Jugendlichen tritt eine Blinddarmentzündung vergleichsweise häufig auf. Diese sollten bei Schmerzen im Bauchnabelbereich oder im rechten Unterbauch daher möglichst direkt auf eine Blinddarmentzündung hin untersucht werden.

Ursachen und Symptome einer Blinddarmentzündung

Eine Blinddarmentzündung wird in den meisten Fällen durch einen teilweisen Verschluss des Darmschlauchs ausgelöst. Die Abfallstoffe können nicht mehr vollständig aus dem Körper befördert werden. Diese dienen Bakterien und anderen Krankheitserregern als Nährboden. Ebenso ist es möglich, dass der Wurmfortsatz abgeknickt ist oder sich in einer anderen ungünstigen Stellung befindet. Er kann sich dann nicht mehr vollständig entleeren und es kommt ebenfalls zu einem rasanten Anstieg der Bakterienanzahl. Des Weiteren ist es möglich, dass der Darm selbst entzündet ist. Eine solche Entzündung kann dann auf den Wurmfortsatz übergreifen. Nicht zuletzt können auch Fremdkörper wie Kirschkerne und Parasiten wie Würmer zu einer Blinddarmentzündung führen. Das ist jedoch vergleichsweise selten.

Eine Blinddarmentzündung macht sich insbesondere durch Schmerzen in der Bauchnabelregion bemerkbar. Mit der Zeit wandern diese Schmerzen dann hinab in den Unterbauch. Übelkeit, Appetitlosigkeit und gelegentlich Erbrechen sind mögliche Symptome einer Blinddarmentzündung. Des Weiteren kommt es häufig dazu, dass die Patienten Fieber bekommen und die Bauchdecke sehr empfindlich gegen Druck und Berührungen wird. Drückt man mit dem Finger im rechten Unterbauch auf die Bauchdecke, führt das bei einer Blinddarmentzündung automatisch zu einer Verstärkung des Schmerzes.

Diagnose und Behandlung einer Blinddarmentzündung

Der Arzt wird die Blinddarmentzündung zunächst mittels einer Bauchuntersuchung diagnostizieren. Hierfür übt er an ganz charakteristischen Punkten am Bauch Druck aus und beobachtet die Reaktion des Patienten. Zudem wird er eine Blutuntersuchung in die Wege leiten. Hierbei werden unter anderem die Gerinnungsgeschwindigkeit und das Blutbild untersucht. Diese Werte können aufzeigen, ob eine Entzündung im Körper vorliegt. Außerdem kann der Arzt den Wurmfortsatz über eine Ultraschalluntersuchung sichtbar machen.

Die Therapie setzt in nahezu allen Fällen auf eine operative Entfernung des Blinddarms. Hierbei handelt es sich um einen Routineeingriff. Die Behandlung ist so sicher, dass sie selbst bei Schwangeren durchgeführt wird, weil die Behandlungsrisiken geringer sind als die Gefahr eines durchgebrochenen Wurmfortsatzes. Wenn die Blinddarmentzündung nicht rechtzeitig genug erkannt wurde, kann es notwendig werden, die Entzündung vor der Operation zunächst mit Antibiotika zu behandeln. In harmloseren Fällen kann durch die Antibiotika bereits eine Besserung erzielt werden, wodurch eine Operation überflüssig wird. Komplikationen treten bei einer Blinddarmoperation nur sehr selten auf. Hier sind Eiteransammlungen in der Bauchdecke und Entzündungen im Bauchraum möglich.

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