Möglichkeiten der Verhütung

Sexualität nach der Geburt

Nach der Geburt dreht sich erst einmal alles um Ihr Kind. Doch schon bald wollen Sie auch Ihre Partnerschaft wieder pflegen. Sexualität ist hierbei ein wichtiges Thema. Und damit Verhütung. Denn entgegen vieler Gerüchte, ist Stillen kein effektives Verhütungsmittel. Welche Verhütungsmittel sind nun aber während der Stillzeit geeignet?

Sexualität und Verhütung

Das Stillen bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Es ist sowohl für das Kind als auch für die Mutter gesund. Außerdem wird die Mutter-Kind-Beziehung hierdurch gestärkt. Als natürliches Verhütungsmittel ist das Stillen jedoch ungeeignet. Zwar wird hierbei das Hormon Prolaktin ausgeschüttet. Dieses fördert die Milchbildung und hemmt die Produktion der Eierstöcke. Doch es ist nicht zuverlässig. Auch während des Stillens können Sie also erneut schwanger werden. Wollen Sie dies nicht, sollten Sie andere Verhütungsmittel verwenden.

Natürliche Verhütungsmittel

Zu den natürlichen Verhütungsmitteln zählen mehrere Methoden. Dies sind beispielsweise die Temperaturmessmethode oder das Beobachten des Schleims im Gebärmutterhals. Bei der Temperaturmessmethode müssen Sie Ihre Körpertemperatur messen und aufschreiben. Jeden Tag zur gleichen Zeit nach dem Aufwachen aber vor dem Aufstehen. Mit der Zeit lässt sich hieran der Tag Ihres Eisprungs ersehen. Hierfür müssen Sie jedoch schon viel Erfahrung haben.

Nach der Geburt mit dieser Methode anzufangen, ist daher ungeeignet. Auch kann durch die Veränderungen im Körper dessen Temperatur unregelmäßig sein. Nicht zuletzt ist diese Methode auch von einem sehr regelmäßigen Zyklus abhängig. Sie können auch den Schleim in Ihrem Gebärmutterhals beobachten. Dieser ist in Ihrer unfruchtbaren Zeit quasi nicht vorhanden. Er verschließt als „Stöpsel“ die Gebärmutter. An den fruchtbaren Tagen wird er hingegen flüssig. Solange er das ist, sind Sie in der fruchtbaren Phase. Allerdings lässt sich nur ungenau bestimmen, wie lange diese anhält. Eine Kombination dieser beiden Methoden ist noch effektiver. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, müssen Sie jedoch auf andere Verhütungsmittel zurückgreifen.  

Verhütung mit Hormonen

Sie können beim Verhüten auch auf Hormone zurückgreifen. Klassisches Beispiel hierfür ist die Pille. Diese führt dem Körper Östrogen zu. Hierdurch wird der Eisprung verhindert. Allerdings hemmt Östrogen auch die Milchbildung. Wenn Sie stillen wollen, ist die Pille daher kein sinnvolles Verhütungsmittel. Ein weiteres wirksames Hormon ist das Gestagen. Es verhindert nicht den Eisprung. Vielmehr macht es den Gebärmutterschleim für Sperma undurchdringlich. Das Gestagen kann dem Köper auf verschieden Weisen zugeführt werden.

Die erste ist die so genannte Minipille. Sie können sich das Gestagen aber auch als Dreimonatsspritze regelmäßig zuführen lassen. Ein Hormonimplantat oder die Hormonspirale sind auch denkbar. Die erste wird am Oberarm eingepflanzt. Die zweite wird in die Gebärmutter eingeführt. Beide Methoden beeinflussen die Monatsblutung stark. Sie kann entweder verstärkt oder unterdrückt werden. Die Hormonmethoden sind sehr sicher. Allerdings wird das Gestagen in kleinen Mengen Ihrem Kind zugeführt.

Auch kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen. Beispielsweise zu einer Verletzung beim Einführen der Spirale. Die Spirale reizt, vor allem direkt nach der Geburt, die Gebärmutter. Sie müssen also ausprobieren, ob Sie damit zu Recht kommen. Ihr Frauenarzt kann Sie da kompetent beraten.  

Weitere Verhütungsmittel

Ein Verhütungsmittel ohne nennenswerte Nebenwirkungen ist das Kondom. Die Anwendung ist sehr simpel. Auch werden weder Ihr Hormonhaushalt noch Ihre Muttermilch oder Ihr Kind beeinflusst. Entzündungen der Gebärmutter werden durch das Kondom ausgeschlossen. Die Effektivität dieses Verhütungsmittels ist sehr hoch. Nicht zuletzt gibt es noch Barriere-Verhüter. Zu diesen zählt zum Beispiel das Diaphragma. Auch diese Methoden sind sehr Erfolg versprechend. Allerdings schützen Sie nicht vor Entzündungen, wie das Kondom.

Bei der richtigen Verhütungsmethode kommt es sehr stark auf Ihren Körper an. Sie müssen für sich entscheiden, welche Methode Ihnen zusagt. Und auch, welche Sie am besten vertragen. Ihr Frauenarzt kann Sie beratend unterstützen. Doch Ihr eigener Körper wird Ihnen mit Sicherheit die beste Empfehlung geben.

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