Henna-Tattoos können Allergien hervorrufen

PPD Allergie

Henna-Tattoos sind beliebte Mitbringsel aus dem Urlaub. Besonders bei Jugendlichen. Die Tattoos sind zeitlich begrenzt und sehen gut aus. Den Farben ist aber oft die Chemikalie Para-Phenylendiamin (PPD) beigemengt. Diese kann zu Hautreaktionen und Allergien führen. Diese können ein Leben lang anhalten. Ärzte, Dermatologen, Kosmetologen und Allergologen raten deshalb zur Vorsicht bei Henna-Tattoos. Alles zu PPD-Allergien.

Allergische Reaktionen auf PPD

Para-Phenylendiamin (PPD) ist ein Farbstoff aus der Gruppe der Parastoffe. Er wird dazu verwendet, verschiedenen Materialien ein dunkleres Aussehen zu verleihen. PPD kommt zum Beispiel in Haarfärbemitteln, Textilien, Lacken, Kosmetika, Sonnenschutzmitteln, Druckerpatronen, Tinte, Ölen, Fahrradgriffen, Henna Tattoos und vielem mehr vor. Eine PPD Allergie PPD hält meist ein Leben lang an. Besonders betroffen sind Menschen, die viel mit den oben genannten Dingen zu tun haben. Beispielsweise Friseure wegen der Haarfärbemittel. Bei diesen liegt die Allergierate bei 40-50%. Doch auch alle anderen können eine Allergie gegen PPD entwickeln. Daher ist der Einsatz dieser Chemikalie bei Hautfärbemitteln in der EU verboten. Dies gilt allerdings nicht für Henna Tattoos aus dem Ausland. Hier ist besondere Vorsicht angesagt.

Was sind Henna Tattoos

Henna Tattoos sind zeitlich begrenzte Hautbemalungen mit dem Hennapulver. Sie halten etwa zwei bis vier Wochen und verschwinden danach von selbst wieder. Henna ist ein pflanzliches Pulver, das vor allem in Indien und Afrika gewonnen wird. Henna wird schon sehr lange In Haarfärbemitteln eingesetzt. In der islamischen Welt wurde dieser Stoff jedoch auch zum Färben der Haut verwendet. Traditionell kommen Henna Tattoos bei Geburten, Hochzeiten und Beschneidungen zum Einsatz. Doch sie erfreuen sich auch immer größerer Beliebtheit bei Touristen. Diese finden in Henna Tattoos ein ausgefallenes, preiswertes und individuelles Souvenir.

An sich hat Henna eine rötliche bis braune Färbung. Diesen Stoff selbst vertragen die meisten Menschen sehr gut. Henna ist pflanzlich und wird teilweise sogar zur Bekämpfunge von Hautpilzen und -flechten eingesetzt. Jedoch werden für Henna Tattoos oft dunkle Töne benötigt. Um diese zu erreichen, wird dem Henna Pulver die Chemikalie PPD beigemischt. Diese lässt die Farbe des Pulvers sehr dunkel bis hin zu schwarz erscheinen. Diese Chemikalie verursacht jedoch in hohem Maße Allergien. Wer sich für ein Henna Tattoo entscheidet, sollte daher unbedingt darauf achten, dass nur helle Farben zum Einsatz kommen.

Was kann eine PPD Allergie verursachen?

Die allergischen Reaktionen auf PPD können sehr unterschiedlich sein. Henna wird direkt auf die Haut aufgetragen. Das PPD kann somit direkt in die oberen Hautschichten einziehen. Dort können Blasenbildung, Rötungen und Juckreiz auftreten. Diese halten oft auch dann noch an, wenn das eigentliche Tattoo längst verschwunden ist. In schlimmen Fällen kann ene PPD Allergie zu nässenden Hautveränderungen, Exzemen und Gliederschmerzen führen. Auch Beinödeme, Schwellungen der Haut und Schleimhaut, Rhinitis und Asthma sind in Verbindung mit PPD diagnostiziert worden.

Allergische Reaktionen auf PPD gehen meist mit einem Brennen der Haut einher. Dieses ist oft schon beim Auftragen des Henna Tattoos zu spüren. In diesem Fall sollte die Bemalung sofort unterbrochen werden. Die Behandlung der Symptome kann sich über mehrere Monate ziehen. In schlimmen Fällen dauert es bis zu einem Jahr, bis die Hautreizungen verschwunden sind. Wer einmal gegen PPD allergisch ist, bleibt dies ein Leben lang. Der Kontakt mit Stoffen, die PPD enthalten, führt dann zu Hautreaktionen. Dies können alltägliche Dinge wie Fahrradgriffe oder Schuhe sein. Doch für Haarfärbemittel gilt dies besonders.

Vorsicht im Urlaub

Seien Sie im Urlaub daher besonders wachsam. Das PPD Verbot für Hautfärbemittel gilt nur in der EU. Entscheiden Sie sich daher nur für Henna Tattoos von seriösen und professionellen Anbietern. Verzichten Sie komplett auf Motive mit dunklen Farben. In diesen steckt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit PPD. Sollten Sie Hautreizungen bemerken, gehen Sie am besten direkt zum Arzt. Dieser kann schnell abklären, ob es sich um eine PPD Allergie handelt.

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