Abhilfe bei abstehenden Ohren

Informationen zu Ohren anlegen bei Kindern

Segelohren sind gerade in der Grundschule ein häufiger Anlass für Hänseleien. Eltern, die ihrem Kind das ersparen wollen, können über eine Behandlung zum Ohren anlegen nachdenken. Familie Kompakt informiert Sie im Folgenden über die gängigsten Techniken.

Was Sie über Ohren anlegen wissen müssen

Abstehende Ohren sind in nahezu allen Fällen genetisch bedingt. Hierbei spielen die sogenannte Anthelix-Falte und die Ohrmulde eine Rolle. Bei dieser Falte handelt es sich um den Bereich zwischen dem Außenrand des Ohres und der Ohrmulde. Wenn diese Falte zu wenig ausgeprägt oder nicht vorhanden ist, neigen sich die Ohren zu weit vom Kopf weg. Dasselbe gilt, wenn die Ohrmulde sehr steil ist. Solche Ohren sind markant und führen in der Schule oft zu Hänseleien. Medizinisch bedenklich sind sie jedoch nicht.

„Sanfte“ Methoden zum Ohren anlegen

Einige Hebammen empfehlen, dem Kind ununterbrochen eine Mütze oder ein Stirnband aufzusetzen. Hierdurch werden die Ohren an den Kopf gedrückt und sollen irgendwann in der gewünschten Position bleiben. Der Erfolg dieser Methode ist jedoch fraglich. Ähnlich ist es bei einer Behandlungsform, die im asiatischen Raum eingesetzt wird. Hier werden den Kindern die Ohren mit einer Mullbinde am Kopf befestigt. Zunächst zeigen sich häufig Erfolge, mit den Jahren nehmen die Ohren jedoch oft ihre ursprüngliche Form wieder an.

Des Weiteren gibt es die Methode, am Außenrand der Ohren Schienen einzusetzen. Diese halten die Ohren ebenfalls in einer gewünschten Position. Allerdings ist nicht bekannt, ob die so erzielten Erfolge von langer Dauer sind. Nicht zuletzt können abstehende Ohren dadurch therapiert werden, dass eine Wundfläche an der Rückseite des Ohres erzeugt wird. Über diese können die Ohren dann an der Kopfhaut festgenäht werden. Die Erfolge sind langanhaltend, allerdings können solche Menschen dann keine Brille mehr tragen.

Ohren anlegen bei abstehenden Ohren per Operation

Langfristig gute Erfolge beim Ohren anlegen können mit einer Operation erzielt werden. Die meisten Eltern entscheiden sich hierfür im letzten Vorschuljahr. Die Ohren der Kinder sind dann nahezu ausgewachsen und es ist noch zu keinen Hänseleien gekommen. Eine solche Operation muss von Fachärzten durchgeführt werden. Die Fachrichtung ist relativ unerheblich, solange der betreffende Arzt eine solche Operation schon oft genug durchgeführt hat. Während der etwa dreistündigen Operation stehen die Kinder unter Vollnarkose. Ansonsten sind sie häufig zu unruhig.

Es gibt im Grunde zwei verschiedene Techniken zum Ohren anlegen per Operation. Bei der Nahttechnik wird ein nicht-auflösbarer Faden durch den Ohrknorpel gezogen und verknotet. Hierdurch bildet sich die Anthelix-Falte. Bei der Schnitt-Ritz-Technik wird das Ohr des Patienten so lange abgeschabt und beschnitten, bis sich dieses formen lässt. Damit hier keine Narben entstehen oder sichtbar sind, wird diese Behandlung an der Rückseite des Ohres durchgeführt. Viele Ärzte setzen heutzutage auf eine Kombination dieser beiden Techniken.

Denn beispielsweise ist ein fester Ohrknorpel für eine reine Nahttechnik ungeeignet, während die Schnitt-Ritz-Technik bei solchen Ohren nicht ausreicht, um die gewünschten Erfolge zu erzielen. Welche Technik der Arzt anwenden möchte, wird er Ihnen in einem ausführlichen Beratungsgespräch mehrere Wochen vor der Operation erklären. Hier wird er auch einige Fotos von den Ohren Ihres Kindes machen. Diese dienen einerseits dem Vergleich und werden andererseits bei der Krankenkasse eingereicht. Diese übernimmt bei Kindern bis zu 12 Jahren die Operation üblicherweise nämlich.

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