Erhöhte Pigmentbildung in der Schwangerschaft

Informationen zu Linea nigra

In der 18. Schwangerschaftswoche kann es zur Bildung einer schwarzen Linie (Linea nigra) auf dem Bauch der Schwangeren kommen. Hierbei handelt es sich um eine vollkommen harmlose Pigmentstörung. Diese ist hormonell bedingt und geht nach der Schwangerschaft wieder weg. Im Folgenden erfahren Sie, wie die Linea nigra entsteht und was sie für die Schwangerschaft zu bedeuten hat.

Ungefährliche Pigmentstörung

Während der ersten Schwangerschaftswochen stellt sich der Hormonhaushalt der Frau komplett um. Insbesondere das Hormon Östrogen wird in größeren Mengen produziert. Von diesem Östrogen nimmt man an, dass es für eine schwangerschaftsbedingte Pigmentstörung sorgt. Hierbei wird besonders viel Melanin (Pigment) produziert. Diese Pigmentstörung ist vollkommen ungefährlich. Nach der Schwangerschaft normalisiert sich der Hormonhaushalt wieder. Dann verschwindet auch die Pigmentstörung.

Das zusätzliche Melanin kann nun für Verfärbungen am Körper der Schwangeren sorgen. Beispielsweise werden die Brustwarzen, die Achselhöhlen und der Genitalbereich dunkler. Auch Muttermale können sich verfärben. Zudem kann sich die Linea alba („weiße Linie“) verfärben. Hierbei handelt es sich um eine Bindegewebsnaht auf dem Bauch. Sie entsteht an den Sehnen der Bauchmuskeln. Wenn sich diese Naht verfärbt, spricht man von einer Linea nigra („schwarze Linie“). Diese reicht meist vom Bauchnabel bis zum Schambein und ist absolut harmlos.

Diese Linea nigra tritt in der 18. Schwangerschaftswoche auf, allerdings nicht bei allen Frauen. Es wird angenommen, dass besonders dunkle Hauttypen zur Ausbildung einer Linea nigra neigen. Gelegentlich tritt die Linea nigra bereits deutlich früher (2. Schwangerschaftswoche) oder später (25. Schwangerschaftswoche) auf. Auch dann ist sie völlig normal und ungefährlich.

Geht die Linea nigra wieder weg?

In fast allen Fällen verschwindet die Linea nigra nach der Schwangerschaft wieder vollständig. Immerhin wird ohne zusätzliches Östrogen auch kein überschüssiges Melanin produziert. Bereits kurz nach der Geburt verblasst die Linea nigra langsam. Spätestens nach einigen Wochen ist sie dann komplett verschwunden. Bei einer weiteren Schwangerschaft kann sie jedoch wieder auftauchen. Nur in sehr wenigen Fällen bleibt die Linea nigra sichtbar. Sie verblasst nur langsam und taucht bei Sonneneinstrahlung wieder auf.

Hautpflege während der Schwangerschaft

Die Dehnung des Bauches sollte möglichst langsam erfolgen. Ansonsten kann es zu unschönen Schwangerschaftsstreifen kommen, die nicht mehr weggehen. Ähnliches gilt auch für die Bindegewebsnaht. Wenn sich diese zu schnell dehnt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Linea nigra bleibt. Daher sollte die Hautpflege in der Schwangerschaft eine große Rolle spielen. Es gibt verschiedene Öle und Cremes, die auf die Haut aufgetragen werden können. Beispielsweise durch eine sanfte Massage. Das pflegt nicht nur die Haut, sondern sorgt auch für Entspannung.

Eine erhöhte Sonneneinstrahlung kann für das Bleiben der Linea nigra sorgen. Es ist daher ratsam, in der Schwangerschaft besonders starke Sonnenschutzmittel zu verwenden. Außerdem sollten Sie es vermeiden, sich der Sonne zu lange direkt auszusetzen. Diese kann nämlich ebenfalls für eine verstärkte Pigmentierung der Haut sorgen.

Verrät die Linea nigra das Geschlecht des Kindes?

Es gibt viele Anzeichen, die angeblich das Geschlecht des Kindes verraten. So ist es auch mit der Linea nigra. Angeblich bekommen Mütter mit einer ausgeprägten Linea nigra einen Jungen. So beliebt solche Zeichen auch sind: Wissenschaftlich sind sie nicht. So bekommen Mütter mit Linea nigra statistisch gesehen genauso viele Jungen und Mädchen wie Frauen ohne Linea nigra. Und unabhängig vom Kind verschwindet die dunkle Linie nach der Geburt von Jungen und Mädchen gleichermaßen wieder. Möchten Sie nicht bis zur Geburt warten, um das Geschlecht Ihres Kindes zu erfahren? Dann gibt es nach wie vor nur eine wirklich zuverlässige Quelle: Den Ultraschall. 

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