Kein Grund zur Panik
Haarausfall nach Geburt - Was tun

Nachgeburtlicher Haarausfall
Überall Haare: Der Haarausfall nach der Geburt kann so mancher frisch gebackenen Mami einen gehörigen Schrecken einjagen: Auf alles hatte man sich gründlich vorbereitet und eingestellt – nur darauf nicht. Die Bürste ist nach dem Kämmen voll mit Haaren, und auch in der Dusche findet sich die Kopfbedeckung büschelweise im Abflusssieb wieder. Woran liegt der starke Haarausfall nach der Geburt – ist es das Stillen? Der Stress? Oder vielleicht ein Vitaminmangel?
Ursachen für den Haarausfall nach der Geburt
Das Problem Haarausfall haben viele Frauen nach der Geburt. Schuld daran sind die Hormone: Während der Schwangerschaft wird vermehrt Östrogen produziert, das unter anderem bewirkt, dass mehr Haare in der Wachstumsphase gehalten werden. Das ist auch der Grund dafür, dass das Haar vieler schwangerer Frauen besonders glänzend und schön aussieht.
Der Östrogenspiegel sinkt jedoch nach der Geburt wieder rapide ab – und die Haare erreichen nach der Wachstumsphase nun die Ruhephase, nach deren Ende sie herausfallen. Je nach Haarstruktur und genetischen Begebenheiten kommt der Haarausfall dann mehr oder weniger zum Tragen – unter dem so genannten „postpartalen Effluvium“ („nachgeburtlicher Haarausfall“) leiden jedoch alle Frauen.
Keine Angst vor kahlen Stellen!
Der Haarausfall ist jedoch kein Grund zur Panik: Mit einer Glatze muss keine frisch gebackene Mutter rechnen! Etwa neun Monate nach der Geburt normalisiert sich der Zustand wieder – der Haarausfall lässt nach, und die Haare wachsen und sprießen wieder wie zuvor. Geduld ist auch das beste Mittel gegen die herausfallenden Haare: spezielle Shampoos oder Haarwasser kosten nämlich meist nur viel Geld, bewirken aber nicht das Geringste.
Länger andauernder Haarausfall: Der Facharzt ist gefragt
Wer auch ein dreiviertel Jahr nach der Geburt immer noch an starkem Haarausfall leidet und unsicher ist, kann einen Dermatologen aufsuchen. Hier gibt es oftmals auch spezielle Haarsprechstunden, die sich professionell der Kopfbedeckung widmen. Mangelerscheinungen in der Stillzeit können Haarausfall begünstigen – darauf schließen können eingehende Untersuchungen beim Hautarzt.
Nicht zuletzt können auch Diäten, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder auch Kopfhautentzündungen die Auslöser für die schwindende Haarpracht sein. Eine erfolgreiche Therapie kann dann mit Stellung der richtigen Diagnose beginnen.
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