Schätzen Sie die individuellen Stärken Ihrer Kinder

Geschwister vergleichen

Geschwister stecken in einem ständigen Konkurrenzkampf. Die Kleinen wollen genauso geschätzt werden wie die Großen. Und die Großen müssen sich gegen die vergötterten Nesthäkchen behaupten. Da kommt es immer wieder zu Streits. Wichtig ist, dass Sie als Eltern nicht noch Öl ins Feuer gießen. Vergleichen Sie Ihre Kinder nicht offen miteinander. Schätzen Sie vielmehr jedes Kind für seine individuellen Fähigkeiten. So vermeiden Sie Streit und Eifersucht bei Ihren Kindern.

Jedes Kind ist eine eigene Persönlichkeit

Geschwister beobachten einander ganz genau. Sie wollen sicher stellen, dass es zwischen ihnen gerecht zugeht. Bekommen alle Geschwisterkinder die gleiche Menge Süßigkeiten? Darf das jüngere Geschwisterkind etwas, was dem Älteren in diesem Alter verboten war? Wird das Geschwisterkind immer gelobt während man selbst meist das schwarze Schaf ist? All diese Dinge beobachten Kinder und sie prägen ihre Persönlichkeit. In der Regel entwickeln Geschwisterkinder ein sehr starkes Gerechtigkeitsempfinden. Und sie können die Stärken und Schwächen des Geschwisterkindes ganz genau einschätzen.

Das führt dazu, dass sich Geschwisterkinder meist nicht sehr ähnlich sind. Das gilt auch und insbesondere für Zwillingskinder. Denn je unterschiedlicher die Kinder sind, desto eher werden sie von den Eltern als eigenständige Persönlichkeit erkannt und geschätzt. Ist das eine Kind stets brav, wird das andere eher ein Draufgänger und Raufbold sein. Ist das eine Kind sehr sportlich, wird das andere eher musikalisch interessiert sein. Nur sehr selten haben Kinder Lust auf einen Konkurrenzkampf mit dem Geschwisterkind. Daher sucht sich jedes Kind oft seine persönliche Nische.

Geschwister vergleichen ist normal

 

Auch die Eltern vergleichen ihre Kinder. Welches konnte zuerst laufen, sprechen oder aufs Töpfchen gehen? Warum ist das eine Kind so gut in der Schule und das andere so schwach? Ein Kind ist immer brav und das andere hat nur Unsinn im Kopf. Solche Vergleiche sind legitim. Sie sollten aber nicht vor dem Kind ausgesprochen werden. Denn ein Vergleich schürt den sowieso vorherrschenden Konkurrenzkampf zwischen den Geschwistern. Immerhin sind beide Rivalen im Kampf um die Gunst und Aufmerksamkeit der Eltern.

Ein solcher Vergleich kann zwei Konsequenzen haben: Entweder, die Kinder konkurrieren miteinander und sehen sich irgendwann als Feinde an. Oder aber, das Kind, das den Kürzeren bei solchen Vergleichen zieht, resigniert. Es bekommt das Gefühl, mit dem Geschwisterkind nicht mithalten zu können. Es hat den Eindruck, nichts wert zu sein und nicht geliebt zu werden. Ein Vergleich der Kinder kann daher für die Eltern sinnvoll sein. Sie können so die individuellen Stärken ihrer Kinder besser schätzen. Die Geschwister selbst sollten davon aber möglichst nichts mitbekommen.

Kein Kind ist gleich

 

Kinder sind nicht gleich und wollen es auch gar nicht sein. Geschwisterkinder offen miteinander zu vergleichen ist daher völlig unangebracht. Dem einen Kind wird hierdurch vermittelt, dass es wie das andere Geschwisterkind sein soll. „Warum kannst du nicht so brav/fleißig/ordentlich wie dein Geschwisterkind sein?“ Ein solcher Satz legt nahe, dass die eigene Persönlichkeit nicht gewünscht ist. Die eigenen Stärken und Fähigkeiten werden nicht wertgeschätzt. Um das zu verhindern, ist es wichtig, dass Sie als Eltern alle Ihre Kinde so annehmen, wie sie sind.

Studien zeigen, dass Eltern mit einem Kind oft besser klarkommen als mit dem anderen. Das liegt daran, dass das eine Kind ihnen ähnlich ist. Wenn Sie mit Ihrem Kind auf einer Wellenlänge sind, werden sie auch leichter mit ihm zurechtkommen. Und es liegt nahe, sich zu wünschen, dass man mit dem anderen Kind genauso gut klarkommt. Hierfür darf sich aber nicht das Geschwisterkind verbiegen müssen. Es sollte nicht nur geliebt werden, wenn es Ihren Vorstellungen entspricht. Versuchen Sie, die individuellen Stärken Ihres Kindes zu erkennen. Lieben und wertschätzen Sie es für seine Persönlichkeit. Ein Vergleich der beiden Kinder kann Ihnen diese unterschiedlichen Persönlichkeiten zeigen. Er sollte aber nicht als Mittel verwendet werden, um ein Kind dem anderen ähnlicher zu machen.

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