Peinlichkeiten vermeiden

Aufklärung von Teenagern

Umfragen zeigen, wie wenig Teenager eigentlich über Sexualität wissen. Hier sind gerade Sie als Eltern gefragt. Doch es ist nicht einfach, dieses Thema geschickt anzusprechen. Viele Jugendliche verschließen sich ihren Eltern. Wie können Sie mit Ihrem Kind sprechen ohne es zu vergraulen? Denn das Thema ist zu wichtig, um es zu ignorieren. Tipps für die Aufklärung von Teenagern.

Richtig aufklären

Man sollte meinen, unsere Kinder wüssten mehr über Sexualität als wir. Keine Generation ist wohl so stark mit dem Thema konfrontiert worden, wie die unserer Kinder. Die Medien vereinfachen den Kontakt. Fernsehen und Internet bieten Informationen ohne Ende. Werbung und Magazine arbeiten oft mit dem Leitspruch „Sex sells“. Und auch im Alltag wird viel ungezwungener über Sexualität gesprochen.  

Doch gerade dieses Überangebot überfordert auch. Teenager und Jugendliche wissen über Sexualität alles, wissen aber über nichts bescheid. Sie können die vielen Informationen nicht verarbeiten. Sie können damit nichts anfangen. Eine leitende und erklärende Hilfe täte ihnen gut. Schön wäre es, wenn Sie als Eltern diese Hilfe sein könnten. Doch kaum ein Jugendlicher wendet sich mit Fragen über Sexualität an seine Eltern. Mit einigen Vorgehensweisen können Sie das Gespräch jedoch suchen und finden.

Drei wichtige Regeln sollten Sie hierbei beachten:  

  • Das Kind entscheidet, ob es darüber sprechen möchte.
  • Je früher desto besser.
  • Vermeiden Sie jede Situation, die Ihrem Kind peinlich sein könnte.  

Sicherheit und Freiheit

 

Jugendliche kennen zumeist nur den biologischen Vorgang des Schwangerwerdens. Eizelle und Samenzelle verschmelzen und bilden durch Zellteilung einen neuen Menschen. Doch über fruchtbare Tage, Verhütung und Geschlechtskrankheiten wissen sie erschreckend wenig. Doch gerade darauf kommt es bei ersten Sexualkontakten an. Weder sollen unsere Kinder ungewollt schwanger werden noch sich mit HIV oder Syphilis infizieren. Die Sicherheit der Kinder ist Eltern am wichtigsten.  

Und dennoch darf diese Sicherheit nicht auf Kosten der Freiheit erlangt werden. Wenn Ihr Kind nicht über Sexualität sprechen möchte, sollten Sie das respektieren. Signalisieren Sie aber Ihre Bereitschaft zum Gespräch immer wieder. Vor allem, wenn Sie denken, dass Ihr Kind erste sexuelle Kontakte sammeln möchte. Ansonsten müssen Sie indirekt arbeiten. Lassen Sie beispielsweise ein Aufklärungsbuch liegen. Oder unterhalten Sie sich als Eltern über das Thema, sodass Ihr Kind zuhören kann, wenn es möchte. Auch Fernsehsendungen laufen über vor Sexualität. Teenager versuchen hierdurch herauszufinden, wie das mit der Liebe funktioniert. Auf allen Ebenen. Schauen Sie sich doch einmal eine solche Serie gemeinsam an. Vielleicht ergeben sich hieraus Anknüpfungspunkte für ein Gespräch.  

Rechtzeitig beginnen

 

Im Bereich Sexualität kursieren viele unsinnige Gerüchte und irrationale Ängste. Dies liegt vor allem daran, dass sich Teenager in der Materie zu wenig auskennen. Je früher Sie Ihre Kinder aufklären, desto weniger Ängste entstehen überhaupt. Beispielsweise die Periode. Erklären Sie Ihren Kindern, was das ist und wozu sie da ist. Dann sind sie nicht überrascht, wenn das erste Mädchen in der Klasse ihre Tage bekommt. Auch sollten Sie die verschiedenen Interessen der Geschlechter bedenken. Mädchen interessieren sich eher für Themen wie Vergewaltigung und Gefühle. Jungs sind praktischer. Sie interessieren sich für Penislängen und ihren Leumund bei den Freunden. Versuchen Sie diese Fragen Ihrer Kinder ernst zu nehmen und ehrlich zu beantworten.  

Peinlichkeit vermeiden

 

Es ist gut gemeint, dass Sie mit Ihrem Kind über Sexualität sprechen möchten. Themen wie Verhütung und Geschlechtskrankheiten sind aktuell und relevant. Doch Ihr Kind muss sich bei solchen Gesprächen wohl fühlen. Ansonsten erreichen Sie den gegenteiligen Effekt. Es wird sich schämen und sich Ihnen ganz verschließen. Oder noch schlimmer, es wird seine Sexualität als etwas Unangenehmes und Peinliches empfinden. Versuchen Sie daher, das Thema in den Alltag zu integrieren. Das ist besser als ein arrangiertes, formales und steifes Gespräch. Hierdurch erkennen Ihre Kinder auch, dass Sexualität etwas Natürliches und Normales ist.

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