Verkehrsrerziehung

Achtung! Schulweg kreuzt!

Der erste Schultag. Für Eltern ist das ein Tag der gemischten Gefühle. Stolz auf der einen Seite. Sorge auf der anderen. Denn ab jetzt sind die Kinder auf sich alleine gestellt. Und das auch auf dem Schulweg. Eltern sollten mit ihren Kindern den Schulweg trainieren. Sicherheit im Straßenverkehr. Die besten Tipps.

Sicherheit durch Übung

„Erst schaust du nach rechts, dann nach links und dann wieder nach rechts. Wenn dann kein Auto kommt, darfst du über die Strasse gehen.“ Mütterliche Verkehrserziehung an einem ruhigen Sonntagmorgen. Heute fahren nur wenig Autos. Paula und ihre Mutter müssen nicht lange warten, um über die Strasse zu kommen. Doch an Wochentagen sieht das schon ganz anders aus. Im Berufsverkehr reiht sich ein Auto an das andere. Mama Elke wird ganz mulmig bei dem Gedanken, dass ihre sechsjährige Tochter bald diesen Weg alleine bewältigen soll. Deswegen heißt es seit einigen Tagen: Üben, üben, üben. Und das ist genau richtig. Wenn Kinder in die Schule kommen, müssen sie meistens auch den Schulweg alleine meistern. Und das ist aufgrund ihres Entwicklungsstandes nicht gerade einfach.

Gefahren einschätzen und erkennen

Kindern fehlt allein schon wegen ihrer geringen Körpergröße der nötige Überblick im Straßenverkehr. Zudem werden sie selbst leicht übersehen. Deshalb: ziehen Sie ihrem Kind immer helle Kleidung an. Am besten geeignet sind Jacken mit Reflektoren. So ist es auch bei Dunkelheit gut von weitem zu erkennen. Auch der Schulranzen sollte mit Reflektoren ausgestattet sein. Kinder sind nicht nur klein, sie haben auch kurze Beine. Das bedeutet: sie brauchen mehr Schritte um die Fahrbahn zu überqueren. Also auch mehr Zeit. Viele Autofahrer unterschätzen diese Tatsache und fahren viel zu schnell zum Beispiel an einen Zebrastreifen heran. Kinder sehen und hören anders als Erwachsene. Ihr Gesichtsfeld ist deutlich eingeschränkt. So können sie nahende Gefahren nicht wie Erwachsene „aus den Augenwinkeln“ erkennen. Zudem werden Geräusche nicht sicher unterschieden. Schon gar nicht, aus welcher Richtung  sie kommen. Das heißt: Kinder können nicht hören, aus welcher Richtung ein Auto angefahren kommt. Auch haben Kinder ein verlängertes Reaktionsvermögen. Sie benötigen die 2,5 bis 3fache Zeit eines Erwachsenen für eine Reaktion im Straßenverkehr. Viele Gefahren kommen auch durch die starke Ablenkbarkeit von Kindern zustande. Entdeckt das Kind beim Überqueren einer Strasse einen bunten Käfer, kann es sein, dass es alles um sich herum vergisst. Außerdem sind Kinder in diesem Alter noch sehr Ich-bezogen. Sie gehen davon aus, wenn ich ein Auto sehe, sieht der Autofahrer mich auch. Dann wird er sicher anhalten. Damit werden Kinder für andere Verkehrsteilnehmer unberechenbar. Schnell entstehen gefährliche Situationen.

Schulweg üben

Ob zu Fuß, per Bus oder mit dem Fahrrad: jeder Schulweg ist anders. Eines ist jedoch immer gleich: Eltern können mit ihren Kindern den Schulweg trainieren. Zunächst sollten Sie sich die Frage stellen: Welcher Weg ist der sicherste? Das muss nicht unbedingt auch der kürzestes sein. Probieren Sie verschiedene Wege zur Schule aus. Bei welchem Weg müssen möglichst wenige Strassen überquert werden? Wo gibt es Ampeln, Zebrastreifen oder Schülerlotsen? Wo ist der Verkehr am ruhigsten? Wenn Sie den besten Weg gefunden haben, gehen Sie diesen gemeinsam mit ihrem Kind mehrmals schon vor dem ersten Schultag ab. Zeigen und erklären Sie dem zukünftigen ABC-Schützen mögliche Gefahrenquellen. Sie können die erste „Wegerklärung“ ruhig zu einer verkehrsberuhigten Zeit machen. Dann prasseln nicht zu viele Informationen auf das Kind ein. Danach sollten Sie den Weg allerdings ein paar Mal zu Schulzeiten abgehen. So wird ihr Kind mit den realistischen Verkehrsbedingungen vertraut, die es später allein bewältigen muss. Tipp: Tauschen Sie doch mal die Rollen. Lassen Sie sich von ihrem Kind „an die Hand“ nehmen und sich zur Schule bringen. Das fördert das sichere Gefühl der Kleinen und Sie bemerken schnell, wo es noch Unsicherheiten gibt. Ein Wort zum Schluss: Seine Sie ein Vorbild für Ihr Kind. Nur wenn Sie sich selbst an die Verkehrsregeln halten, wird Ihr Kind das auch tun.

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