Konflikte selber lösen

Soziale Kompetenz - Kinder lernen im Sandkasten

Kinder lernen im Sandkasten unglaublich viel. Unter anderem soziale Kompetenzen. Die bunte Mischung aus Kindern aller Altersgruppen macht es. Doch hierdurch kommt es immer wieder zu Konflikten. Eltern wissen oft nicht, wie sie angemessen reagieren können. Sie wollen ihrem Kind helfen es aber gleichzeitig zur Selbständigkeit erziehen. Hier finden Sie Anregungen zum Verhalten von Kind und Eltern im Sandkasten.

Sandkasten schult Fähigkeiten

Natürlich trainiert Ihr Kind auf dem Spielplatz seine motorischen Fähigkeiten. Es geht hier ums Buddeln, Klettern, Wippen, Schaukeln und Rutschen. Doch auch die sozialen Fähigkeiten können im Sandkasten geschult werden. Schließlich kommen auf dem Spielplatz die unterschiedlichsten Kinder zusammen. Die Zusammensetzung ist ganz anders als im Kindergarten. Auf dem Spielplatz sind die Kinder unterschiedlich alt. Sie kennen sich zumeist auch nicht. Von zuhause haben sie unterschiedliche Problemlösungsstrategien mitbekommen. Nicht selten sind auch die Migrationshintergründe unterschiedlich.  

Eine solche Situation bietet zahlreichen Zündstoff für Konflikte. Die Stärkeren können die Schwächeren bevormunden. Die Kleinen kommen nicht zum Wippen. Besitzansprüche werden in Frage gestellt. Gleichzeitig bietet diese Situation eine gute Gelegenheit, die sozialen Kompetenzen zu stärken. Die Kinder müssen lernen, miteinander zurechtzukommen. Sie müssen Ihre Konflikte friedlich austragen und zu Lösungen kommen. Selbst kleine Kinder entwickeln hierfür ein ungeahntes Geschick. Als Eltern sollten Sie Ihre Kinder ruhig einmal gewähren lassen. Einschreiten ist nicht immer die beste Lösung. Doch immer wieder versuchen Kinder Probleme mit Gewalt zu lösen. Dies sollten Sie natürlich sofort unterbinden.  

Bestes Beispiel für eine soziale Kompetenz auf dem Spielplatz ist die Unterscheidung zwischen „mein“ und „dein“. Die Kinder lernen hier, dass sie sich nicht einfach nehmen dürfen, was ihnen gefällt. Nicht jede Schaufel gehört ihnen. Nicht jede Sandburg dürfen sie einfach umwerfen. Ebenso verstehen sie bald, dass ihnen selbst etwas gehört. Niemand darf ihnen einfach ihr Spielzeug wegnehmen. Geduld ist ebenfalls entscheidend. Die Kinder müssen warten können, bis sie an der Reihe sind. Beispielsweise beim Schaukeln oder Rutschen.  

Ihr Kind wird vielen Konflikten ausgesetzt sein. Es kann mit vielen Situationen bereits selbständig umgehen. Das stärkt das Selbstvertrauen. Wenn es eine Situation selbst löst, entdeckt es seine Stärken. Sowohl im motorischen als auch im sozialen und emotionalen Bereich.  

Wie verhalten Sie sich als Eltern am besten?

Auch für Eltern ist Geduld auf dem Spielplatz eine wichtige Tugend. Nicht immer ist sie leicht zu beweisen. Gerne schreiten Eltern in Konfliktsituationen als Vermittler ein. Hierdurch beenden Sie die Situation aber schlagartig. Die Kinder haben keine Gelegenheit, das Problem selbst zu klären. Sie richten sich lediglich nach dem, was Sie sagen. Ein wirklicher Verstehensprozess wird hierdurch aber nicht in Gang gesetzt. Greifen Sie also nur ein, wenn Ihr Kind Sie darum ausdrücklich bittet. Oder aber, wenn eine Situation zu eskalieren droht. Bleiben Sie dann auf jeden Fall objektiv. Hören Sie sich die Stimmen aller Beteiligten an. Bieten Sie danach niemals fertige Lösungen an. Nach denen richten sich die Kinder vielleicht. Doch sie haben für die Zukunft nichts gelernt. Fragen Sie hingegen: „Was denkt ihr, wie man das Problem lösen könnte?“ Hierdurch werden die Kinder zum Nachdenken angeregt. Sie entwickeln selbständig Lösungsvorschläge. Und sind dabei sehr häufig kreativ und gerecht.  

Es wird vorkommen, dass sich auch Ihr Kind unkollegial verhält. Manchmal werden Sie dann einschreiten. Bleiben Sie hierbei möglichst gelassen. Schimpfen Sie Ihr Kind keinesfalls aus. Signalisieren Sie durch ein klares Nein! Halt! und eine ernste Stimme, dass Sie unzufrieden sind. Sprechen Sie mit dem Kind über sein Fehlverhalten. Ihr Kind wird begreifen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Selbst wenn es Ihre Kritik nicht klar versteht. Zu herbes Schimpfen führt aber zu einer generellen Verunsicherung. Dann kann es passieren, dass Ihr Kind gar nicht mehr auf andere Kinder zugeht.

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