Ihr Kind kommt in die Schule

Schulstart - Was sich für Ihr Kind verändert

Der Schulstart bringt viele Veränderungen mit sich. Der Tagesablauf Ihres Kindes wird ganz anders. Es ist stärker gefordert und kann nicht mehr frei entscheiden. Auch im sozialen Miteinander verändert sich viel. Diese Dinge können Ihr Kind stark belasten. Am besten helfen Sie ihm, wenn Sie diese Veränderungen verstehen. Eine Hilfe dafür finden Sie hier.

Wie der Schulstart gelingt

Die Zeit Ihres Kindes ist jetzt stärker reguliert. Pünktlichkeit wird strenger eingefordert als im Kindergarten. Es kann seine Zeit nicht mehr frei einteilen. Eine Schulstunde dauert immer 45 Minuten. Selbst, wenn es einmal früher aufhören möchte. Zuhause schränken die Hausaufgaben die Freizeit ein. Es muss lernen, seine Spielzeit zu genießen.

Hierbei helfen Ihrem Kind feste Rituale. Sorgen Sie dafür den Morgen vor der Schule immer gleich zu gestalten. Waschen, anziehen und frühstücken sollten zu festen Bestandteilen des Morgens werden. So weiß Ihr Kind am Abend bereits, was es am nächsten Tag erwartet. Dann wird es sich auch den Schulalltag einteilen können. Versuchen Sie Ihrem Kind genügend Freiraum zu bieten. Sport, Hobbys und Freunde sind ein wichtiger Ausgleich für die Schule. Hier lernt Ihr Kind am besten, sich seine Zeit richtig einzuteilen.

Schulstart -  Eine neue Umgebung

Der Alltag in der Schule unterscheidet sich von dem im Kindergarten. Die Räume sind beispielsweise steriler. Sie müssen erst durch Bilder und Pflanzen lebendig gemacht werden. Der Pausenhof ist ebenfalls anders als der Kindergarten. Viele Kinder unterschiedlichsten Alters treffen hier aufeinander. Hieran muss sich Ihr Kind erst gewöhnen. Nicht zuletzt ist das Angebot begrenzter. Im Kindergarten gibt es Bastellecken, Baustellen, Parkhäuser, Küchen und Bücher. In der Schule konzentriert sich alles auf den Unterricht.

Neue Arbeitsbedingungen

Ihr Kind wird tärker geführt. Es entscheidet nicht selbst, wann es sich womit beschäftigt. Das Lernen wird durch die Lehrer geleitet. Die Bedürfnisse aller Kinder sollen gleichermaßen befriedigt werden. Hierfür sind Konzentration und Geduld wichtig. Zudem gibt es mehr Regeln als im Kindergarten. Ein Kind kann sich nicht einfach zurückziehen. Es steht immer unter dem Blick der Lehrer und der anderen Kinder. An diese Aufgaben muss es sich erst gewöhnen.

Achten Sie darauf, neue Aufgaben Schritt für Schritt zu steigern. Unterstützen Sie Ihr Kind, wenn es Sie braucht. Doch wenn es etwas alleine kann, halten Sie sich bitte zurück. So lernt Ihr Kind, die Herausforderungen des Lebens selbständig zu meistern. Gleichzeitig kann es sich auf Sie verlassen. Es weiß, dass Sie da sind, wenn es Sie braucht.

Neues soziales Miteinander

Freundschaften im Kindergarten sind noch sehr locker. Wer heute mein Freund ist, den kann ich morgen nicht mehr leiden. Und übermorgen ist wieder alles anders. Freundschaften in der Schule sind viel verbindlicher. Ihr Kind lässt sich stärker auf andere Kinder ein. Ebenfalls verändert sich die Beziehung zu Erwachsenen. Im Kindergarten hat Ihr Kind mit mehreren Erziehern zu tun. In der Schule ist es im Grunde nur ein Lehrer. Zusätzlich kommen verstärkt Gruppenarbeiten zum Einsatz. Hierbei muss sich Ihr Kind in eine Gruppe integrieren.

Akzeptieren Sie diese neuen Beziehungen. Ihr Kind löst sich einen weiteren Schritt von Ihnen ab. Es wird selbständiger. Das ist etwas Gutes. Es ängstigt  Eltern und Kind oft gleichermaßen. Machen Sie Ihrem Kind Mut, auf andere zuzugehen. Unterstützen Sie seine sozialen Kontakte. Greifen Sie bei Streitigkeiten nicht sofort ein. Alles, was Ihr Kind selbst regeln kann, sollte es auch tun. Seien Sie immer ein interessierter Zuhörer und Ansprechpartner. Seien Sie für Ihr Kind da. Dann sind die neuen Beziehungen keine Bedrohung sondern eine Bereicherung für Sie beide.

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