Frühgeburt vermeiden

Scheideninfektion - Schützen Sie sich

Die Zahl an Frühgeburten nimmt in Deutschland immer mehr zu. Häufigste Ursache hierfür sind Scheideninfektionen. Dabei lassen sich solche Infektionen durch regelmäßige Hygiene sowie einige Vorsichtsmaßnahmen verhindern. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie sich effektiv vor einer Scheideninfektion schützen und hierdurch Gefahren für Ihr Baby und das Risiko einer Frühgeburt minimieren können.

Bei Infektionsverdacht einen Arzt aufsuchen

Es gibt vielfältige Gründe dafür, dass etwa jede zehnte Geburt in Deutschland eine Frühgeburt ist. Hierzu zählt einerseits, dass sich Frauen heutzutage meist erst spät für ein Kind entscheiden und andererseits, dass künstliche Befruchtungen es ermöglichen, auch in hohem Alter noch ein Kind zu kriegen. Ein weiterer Grund ist, dass diese künstlichen Befruchtungen die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft erhöhen, die häufig zu einer Frühgeburt führt. Des Weiteren kann eine Frühgeburt dadurch ausgelöst werden, dass der Fötus fehlentwickelt ist oder die Mutter unter chronischem Stress steht. Mit 50% der Fälle ist eine Scheideninfektion jedoch die Hauptursache für eine Frühgeburt in Deutschland. 

Scheideninfektion – Die Hauptursache für Frühgeburten

Jede zweite Frühgeburt wird durch eine Scheideninfektion verursacht. Das liegt daran, dass durch die Hormonumstellung während der Schwangerschaft die Scheidenflora weniger Widerstandsfähig gegen Erreger wird. Für eine solche Scheideninfektion können sowohl Bakterien als auch Viren, Pilze und Parasiten verantwortlich sein. In den meisten Fällen geht diese Krankheit mit Rötungen, brennen und Juckreiz einher. Üblicherweise wird eine Scheideninfektion durch Sex übertragen, während einer Schwangerschaft ist jedoch mangelnde Hygiene die häufigste Ursache. Nur in seltenen Fällen wird eine solche Scheideninfektion durch eine Allergie, einen Hormonmangel oder eine Stoffwechselstörung ausgelöst.

Eine solche Scheideninfektion stellt ein großes Risiko für das werdende Leben dar. Die Krankheitserreger können nach oben wandern und sowohl das Fruchtwasser als auch den Fötus selbst befallen. Hierdurch kann es zu Wachstumsstörungen oder Fehlentwicklungen am Gehirn kommen.  Ebenso ist es möglich, dass die Krankheitserreger vorzeitige Wehen hervorrufen und somit eine Frühgeburt auslösen. Nicht zuletzt kann eine Scheideninfektion  während der Schwangerschaft aus Rücksicht auf das Kind nur bedingt medikamentös behandelt werden und stellt somit nicht selten auch eine Gefahr für die Gesundheit der Mutter dar. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, eine Scheideninfektion in der Schwangerschaft möglichst zu verhindern.

So beugen Sie einer Scheideninfektion vor

Hygiene ist das effektivste Werkzeug gegen eine Scheideninfektion. Hierbei muss jedoch ein gesundes Mittelmaß gefunden werden. Zu wenig Hygiene sorgt dafür, dass sich Erreger leicht einnisten und vermehren können. Zu viel Sauberkeit kann hingegen die nützlichen Bakterien in der Scheide abtöten, was zu einer gestörten Scheidenflora und einem zu basischen pH-Wert führen kann. Eine weitere Möglichkeit, um einer Scheideninfektion vorzubeugen, besteht in regelmäßigen Abstrichen der Scheidenschleimhaut. Diese werden vom Frauenarzt durchgeführt und können Störungen am pH-Wert deutlich machen.

Es gibt aber auch Untersuchungshandschuhe, mit denen der pH-Wert in der Scheidenregion gemessen werden kann. Hieran befindet sich ein Teststreifen, der je nach pH-Wert die Farbe ändert. Somit können Frauen einen Selbsttest zu Hause durchführen und gegebenenfalls den Gynäkologen aufsuchen. Prinzipiell gilt: Je früher eine Scheideninfektion erkannt und behandelt wird, desto geringer ist die Gefahr für Mutter und Kind.

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