Baby spielerisch fördern

Pekip Gruppen - Was ist das?

Pekip Gruppen dienen der Förderung Ihres Kindes. Bewegungsübungen gehen hier mit sozialem Kontakt Hand in Hand. Ziel hierbei ist, dass Ihr Kind möglichst viel alleine schafft. Gleichzeitig treten alle Teilnehmer miteinander in Kontakt. Die Kinder untereinander. Die Eltern mit den Kindern. Die Eltern untereinander. Dabei ist genug Platz für Austausch und intensive Beziehungen. Was Pekip erreichen will.

Kinder erlernen Selbstständigkeit

Was ist Pekip?

 

Pekip steht für Prager-Eltern-Kind-Programm. Die Idee stammt von einem tschechischen Professor. Die Selbständigkeit des Kindes soll intensiv gefördert werden. Vor diesem Ansatz ging man davon aus, dass Neugeborene noch nichts könnten. Sämtliche Übungen wurden von den Eltern durchgeführt. Das Kind bewegte sich nicht von selbst sondern wurde bewegt. Bei Pekip ist das anders. Hier halten sich die Eltern weitestgehend zurück. Sie vermitteln dem Kind Sicherheit und Vertrauen, sodass es bereit wird, die Welt selbst zu erkunden. Dies geschieht zum Beispiel im Bällebad, bei Greif- und Trittübungen oder beim Fixieren von Gegenständen. Größere Kinder können eine Art Hindernisparcour meistern oder in einem Becken planschen. Auch verschiedene Untergründe wie Teppich, Bärenfell und Wassermatratze helfen den Kindern bei der Koordination. Die Eltern lernen beispielsweise die Kinder richtig zu halten und zu tragen. Pekip ist für Kinder bis zu einem Jahr gedacht. Sie werden von speziell ausgebildeten Pekip-Gruppenleitern oder Gruppenleiterinnen durchgeführt.  

Ziele von Pekip 

Zuallererst soll das Selbstbewusstsein Ihres Kindes gestärkt werden. Es soll feststellen, was es schon alles alleine schaffen kann. Ein Kind, das hier Selbstbewusstsein entwickelt, wird dies auch später haben. Gleichzeitig wird hier die Loslösung des Kindes geübt. Wenn es darauf vertraut, dass Sie da sind, wird es sich alleine auf den Weg machen. Es vertraut Ihnen so sehr, dass es Sie loslassen kann. Dieser scheinbare Widerspruch fördert die Selbständigkeit Ihres Kindes ungemein. Zusätzlich soll Pekip die Beziehung zwischen Eltern und Kind fördern. Verletzungen bei Kindern beruhen sehr oft auf fehlenden Kenntnissen der Eltern. Auch Kindesmissbrauch soll durch Pekip verhindert werden. Manche Eltern verstehen nicht, dass ihr Kind nicht weint, um sie zu ärgern. In der Pekip Gruppe können sie lernen, die Wünsche ihres Kindes besser zu verstehen. Ein weiterer Aspekt ist die Förderung von sozialen Kontakten. Sowohl zwischen den Kindern als auch zwischen den Eltern. Denn auch so junge Kinder können bereits Freundschaften schließen. Sie können lernen aufeinander Rücksicht zu nehmen. Dies beinhaltet beispielsweise das Teilen und das Warten, bis man an die Reihe kommt. Die Eltern können sich währenddessen unterhalten. Sie können Erfahrungen, Ängste und Pläne austauschen. Fachlich wird das ganze von dem Gruppenleiter ergänzt. Fragen zu Ernährung, Krankheiten und Entwicklungsphasen kann er kompetent beantworten. 

Wie läuft eine Pekip Stunde ab?

 

In einer Pekip Stunde haben die Kinder nichts an. Das erhöht die Bewegungsfreiheit. Zusätzlich gewinnen die Kinder hierdurch ein Gefühl für ihren Körper. Ihr Geschäft können die Kinder jederzeit verrichten. Sie als Eltern sollten daher möglichst nicht Ihre Lieblingskleidung tragen. Am Anfang liegen die Kinder in der Mitte und können sich frei bewegen. Solange erklärt der Gruppenleiter den Eltern etwas zur Kindesentwicklung oder eine neue Übung. Bei kleinen Kindern unterstützen die Eltern die Übung noch. Sie halten zum Beispiel den Ring, nach dem das Kind greifen soll. Bei älteren Kindern halten sich die Eltern ganz zurück. Sie sitzen am Rand und beobachten Ihren Sprössling Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind Erfahrungen sammeln lassen. Greifen Sie nur ein, wenn es sich in Gefahr begibt. Probleme sollte es möglichst selbst überwinden. Ziel der Pekip Gruppe ist ja, das Kind zur Selbständigkeit zu erziehen.  

Wo gibt es Pekip?

 

In der Regel wird Pekip von Hebammen, Krankenschwestern und Erziehern angeboten. Diese bieten die Kurse dann in Krankenhäusern oder Praxen an. Andere mögliche Orte sind Gesundheitshäuser und Bürgerzentren. Pekip ist ein Teil der Erwachsenenbildung. Entsprechend wird es auch überall dort angeboten, wo Eltern etwas über Erziehung lernen können.

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