Ist ihr Kind fit für die Schule?

Fähigkeiten bei der Einschulung

Die Einschulung ist ein wichtiger Tag. Entsprechend gut sollte Ihr Kind darauf vorbereitet sein. Es gibt viele Dinge, die es können muss. Sowohl geistige als auch körperliche und soziale. Nur dann kann es den Schulalltag erfolgreich meistern. Was Ihr Kind zur Einschulung können sollte.

Was Kinder können müssen

Pisa hat gezeigt, wie es um unser Bildungssystem gestellt ist. Doch nicht allein die Schule trägt Verantwortung. Auch die Eltern müssen ihre Kinder optimal auf die Schule vorbereiten. Dies gelingt leider viel zu selten. 38% aller Einschulkinder sind förderbedürftig. Zumindest in einem, meistens in mehreren der unten genannten Bereiche. Am stärksten wird die Selbständigkeit vernachlässigt. Viele Eltern sehen in ihren Kindern noch „ihre Kleinen“. Das ist lieb gemeint für das Kind aber schlecht. Es muss auf eigenen Füßen stehen können. Spätestens bei der Einschulung. Doch das geht nicht von einem Tag auf den Nächsten. Selbständigkeit muss geübt werden. Und zwar in verschiedenen Bereichen.  

Kognitive Kompetenzen

Zur Einschulung sollte Ihr Kind bereits einige Fähigkeiten mitbringen. Hierzu zählt vor allem die Konzentration. 10-20 Minuten sollte sich ein Kind bei der Einschulung auf eine Sache konzentrieren können. Auch sprachliche Fähigkeiten müssen bereits vor der Schule erworben werden. Bei der Einschulung muss ein Kind Deutsch verstehen und verwenden können. Die Anweisungen des Lehrers muss es begreifen und umsetzen können. Es muss die Dinge seiner Lebenswelt und ihre Namen kennen. Fragen und Antworten müssen grammatikalisch korrekt formuliert werden.  Doch auch die Lösung vom Elternhaus ist sehr wichtig. Häufiges Weinen und Trennungsängste zeugen davon, dass das Kind noch nicht bereit für die Schule ist. Selbständigkeit beweist ein Grundschulkind durch den Gang alleine zur Toilette. Nach der Einschulung ist Geduld gefragt. Ein Kind sollte bei der Einschulung bereits von 1-10 zählen können.  

Soziale Kompetenzen

Spätestens in der Schule hat ein Kind viel mit anderen Kindern zu tun. Mit diesen muss es sich arrangieren. Geschwisterkinder und Kindergartenkinder haben es da leichter. Sie sind den Umgang mit anderen Kindern schon gewöhnt. Sie können meist Rücksicht nehmen, zuhören und Respekt zeigen. Diese Fähigkeiten sind im schulischen Miteinander unerlässlich. Insbesondere im Umgang mit schwächeren oder langsameren Mitschülern. Hierfür ist es auch wichtig, dass sich ein Kind an Regeln halten kann. Nur so kann das Chaos im Klassenzimmer vermieden werden. Hierzu zählt ein ganz klares Unrechtbewusstsein. Ein Kind muss wissen, wem etwas gehört. Man darf anderen Kindern nichts wegnehmen. Auch die Höflichkeitsformen sollte ein Kind bei der Einschulung beherrschen. Das meint nicht, dass es kniggetauglich handeln soll. Doch nicht dazwischenreden, abwarten, teilen und sich in Gemeinschaftsarbeiten unterordnen sollte es können. Nicht zuletzt sind Eigenverantwortung und das Erkennen eigener Fehler wichtige Eigenschaften.        

Motorische Kompetenzen

Die Motorik eines Kindes unterstützt seine Selbständigkeit. Nur wenn das Kind seinen Körper beherrscht, kann es auch ohne Hilfe Aufgaben bewältigen. Daher ist in der Schule selbständiges An- und Ausziehen sowie Treppensteigen ganz wichtig. Ein Kind darf hierbei nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Im Unterricht muss es mit seinen Arbeitsutensilien umgehen können. Hierzu zählen die richtige Stifthaltung und der Einsatz der Schere. Ein Bild muss sauber und gleichmäßig ausgemalt werden können. Die motorischen Fähigkeiten eines Kindes kann man sehr leicht prüfen. Es muss vorwärts und rückwärts hüpfen und gehen können. Balancieren, Einbeinstand und der Hampelmann zeigen Gleichgewichtssinn und Koordination.  

Diese Fähigkeiten können trainiert werden. Hierfür sind Geduld und Vertrauen ganz unerlässlich. Geben Sie Ihrem Kind die Chance, sich selbst zu helfen. Seien Sie für den Ernstfall da. Doch lassen Sie es beispielsweise einmal alleine die Treppe steigen. Nehmen Sie sich vor einem Ausflug Zeit für das Anziehen. Verwenden Sie die Zahlen im Alltag. Beispielsweise beim Kochen oder bei den Bauklötzen. Auch der Umgang miteinander kann trainiert werden. Ganz wichtig ist, dass Sie Ihr Kind seinen eigenen Weg gehen lassen und ihm nicht alles abnehmen.

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