Risiko auf Erstickungsanfälle minimieren

Erdnüsse für Kinder

Nüsse sind gesund und fördern die Entwicklung Ihres Kindes. Sie sind aber auch sehr gefährlich. So gelangen insbesondere Erdnüsse sehr leicht in die Atemwege. Hierdurch kann es zu Erstickungsanfällen kommen. Dies passiert viel häufiger als ein Erstickungsanfall mit Spielzeugteilen. In diesem Artikel erfahren Sie, wozu Ihr Kind Nüsse braucht und wie Sie das Risiko auf Erstickungsanfälle minimieren. Rund um Erdnüsse für Kinder.

Wozu Kinder Nüsse brauchen

Unterschiedliche Nüsse besitzen unterschiedliche Bestandteile. So sind beispielsweise Walnüsse reich an Fettsäuren. Diese sind besonders in der Schwangerschaft wichtig. Sie fördern die Entwicklung des Embryos, insbesondere des Gehirns. Haselnüsse besitzen hingegen viel Vitamin E während Mandeln reich an Magnesium sind. Erdnüsse schließlich besitzen viel Vitamin B sowie Eiweiß. Zudem sind Nüsse reich an Ballaststoffen und Kalzium. Erdnüsse für Kinder sind also gesund.

Nüsse sind somit eine wunderbare Ergänzung zur Ernährung Ihres Kindes. Jedoch gilt sowohl in der Schwangerschaft als auch danach: Maßvoll genießen. Denn Nüsse liefern ebenfalls Fette und viele Kalorien. Daher sollte nur eine Handvoll Nüsse am Tag genossen werden. Bei Kindern ab zwei Jahren ist natürlich eine Kinderhand gemeint. Vor dem zweiten Geburtstag sollten Kinder noch keine Nüsse essen. Einerseits ist die Erstickungsgefahr zu groß. Andererseits bilden sich hier noch Allergien aus. 

Erdnüsse für Kinder - Erstickungsgefahr

Durch ihre ölige Oberfläche gelangen Erdnüsse bei Kinder besonders schnell in die Atemwege. Auch ihre Form und die geringe Größe sind hierfür mit verantwortlich. In der Luftröhre kommen Erdnüsse sogar deutlich tiefer, als dies andere Lebensmittel schaffen. Die Erstickungsgefahr Ihres Kindes ist somit extrem hoch. Dies zeigt auch die Tatsache, dass Kinder sich an nichts so häufig verschlucken wie an Erdnüssen. Selbst Spielzeugteile sind viel seltener in der Luftröhre als Nüsse. Dies liegt vielleicht an der Kennzeichnungspflicht für Spielzeuge. Hier muss aufgedruckt sein, dass Kleinteile von Kindern verschluckt oder eingeatmet werden können. Erdnüsse müssen hingegen nicht so gekennzeichnet sein. 

Wie Sie Risiken vermeiden

Sie sollten Ihrem Kind nicht zu früh Erdnüsse anbieten. Zum einen besteht vor dem zweiten Geburtstag die Gefahr einer Allergie. Erst wenn diese ausgeschlossen ist, sollte Ihr Kind Erdnüsse zu sich nehmen. Zum anderen besteht die Gefahr des Erstickens. Kleinkinder können noch nicht so vorsichtig schlucken wie Erwachsene. Sie sind sich der Gefahr nicht bewusst. Daher gelangt schneller einmal etwas in die falsche Röhre.

Auch wenn Ihr Kind größer ist, sollte es Nüsse nur in Ihrer Gegenwart essen. So können Sie im Ernstfall schnell eingreifen. Zudem können Sie so sicherstellen, dass Ihr Kind gut kaut und nicht zu viele Erdnüsse auf einmal isst. Stellen Sie immer etwas zu trinken bereit, damit Ihr Kind nachspülen kann. Und lassen Sie Ihr Kind seine Nüsse selber knacken und schälen. Einerseits macht das Spaß. Andererseits verschlucken sich Kinder seltener, wenn sie ihre Nüsse selbst aus der Schale pulen müssen.

Wie im Ernstfall reagieren?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es dazu kommen, dass Ihr Kind sich an einer Erdnuss verschluckt. Es gibt verschiedene Techniken, wie Sie eine Nuss aus der Speiseröhre heraus bekommen. Solche Techniken lernen Sie beispielsweise in einem Erste-Hilfe-Kurs. Wichtig ist, dass Sie nicht versuchen, die Nuss per Hand herauszuholen. Denn der Finger im Mund kann zu einem Brechreiz führen. Wenn sich Ihr Kind übergeben muss, gerät es noch mehr in Panik. Zudem kann es an dem Erbrochenen ebenfalls leicht ersticken.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind halbwegs Luft bekommt. Dann sollten Sie mit ihm in eine Klinik fahren. Hier kann die Nuss professionell, schmerzlos und risikofrei aus den Atemwegen entfernt werden. Informieren Sie sich am besten rechtzeitig, welche Kliniken auf solche Fälle spezialisiert sind. Überprüfen Sie, ob Sie in der Lage sind, zu fahren. Oder vielleicht möchte Ihr Kind Sie die ganze Zeit bei sich haben. Dann ist es zu empfehlen, einen Krankenwagen zu rufen.

 

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