Was eine gute Mutter auszeichnet

Auch gute Mütter bleiben Menschen

Eine gute Mutter zu sein, ist Ziel, Anspruch und Verantwortung zugleich. Immerhin muss sich das Kind voll auf seine Mutter verlassen können. Zumal es in der Regel immer noch die Mütter sind, die sich um den Nachwuchs kümmern. Doch was macht eine gute Mutter aus? Muss sie immer perfekt organisiert, gut gelaunt und liebevoll sein? Oder dürfen sich auch gute Mütter einmal schlechte Tage erlauben? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Denken Sie auch an sich

Mütter sind in der Regel Organisationstalente. Oder wie die Werbung sagt: Sie führen ein erfolgreiches, kleines Familienunternehmen. Allerdings haben auch Mütter Stärken und Schwächen. Kein Kind verlangt, dass seine Mutter in allen Bereichen einsame Spitze ist. Für manches sind eben Vater, Großeltern, Geschwister oder Freunde da. Wenn eine Mutter perfekt kocht und wundervoll bastelt, dann muss sie noch lange kein Talent zum Toben oder Geschichten erzählen haben. Wichtig ist, dass eine Mutter ihre Stärken kennt und diese voll auslebt. Und für das andere muss Hilfe bei Leuten geholt werden, die ein anderes Talent haben.

Eine gute Mutter zeichnet aus, dass Sie sich in ein Kind hinein fühlen kann. Sie versteht, wie es dem Kind geht, und ist für es da. Liebende Zuwendung und absolute Sicherheit sind entscheidend. Wenn Sie Ihrem Kind das schenken und sein uneingeschränktes Vertrauen gewinnen können, dann sind Sie eine gute Mutter. Selbst dann, wenn Sie etwas nicht beherrschen.

Eine gute Mutter denkt an alle – auch an sich selbst

Auch eine Mutter darf sich einmal schlechte Laune, Ungeduld oder Wut leisten. Es ist falsch, seine Gefühle hinunter zu schlucken. Auch als Mutter. Sie wirken viel authentischer, wenn Sie alle Gefühle zulassen, die Sie haben. Natürlich heißt das nicht, dass Sie Ihre schlechte Laune am Kind auslassen sollen. Aber es heißt, dass Sie nichts vor Ihrem Kind verbergen müssen. Stehen Sie dazu, wie Sie sich fühlen. Und sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber. Wenn es versteht, dass seine Mutter auch nur ein Mensch ist, kann es auch einmal einen Ihrer schlechten Tage leichter verkraften.

Des Weiteren sollten Sie sich hin und wieder eine Auszeit gönnen. Das ist sowohl für Sie als auch für Ihre Partnerschaft wichtig. Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie einmal mit Ihrem Partner ausgehen. Sie haben Ihr Kind bei den Großeltern oder beim Babysitter sicher untergebracht. Sie dürfen sich jetzt auch einmal selbst etwas gönnen. Haben Sie Spaß und tanken Sie verloren gegangene Energien neu auf. Dann können Sie auch wieder frisch und gut gelaunt den Familienalltag angehen. Machen Sie sich eines klar: Ihr Kind braucht keine Mutter, die sich für die Familie opfert. Viel mehr hat es von einer Mutter, die ihre eigenen Bedürfnisse und die der Familie miteinander in Einklang bringt.

Das gilt auch für den Beruf. Viele Mütter haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie wieder arbeiten gehen. Immerhin muss das Kind nun in den Kindergarten oder zu einer Tagesmutter. Dieses schlechte Gefühl ist absolut unnötig. Zum einen kann Ihr Kind im Kindergarten sehr viel lernen und Freunde finden. Zum anderen kann es die Stunden mit Ihnen viel mehr genießen. Zum einen, weil sie etwas ganz besonderes sind. Zum anderen, weil Sie mit Ihrem Leben viel zufriedener sein werden.

Eine gute Mutter verlangt nicht zu viel

Mütter neigen dazu, zu viel von ihren Kindern zu verlangen. Doch auch sich selbst gegenüber können Mütter sehr ungnädig sein. Alles muss perfekt funktionieren. Haushalt, Beruf, Kinder und Partnerschaft… alles muss perfekt organisiert sein und rundum harmonisch laufen. In den meisten Fällen ist dies aber nicht zu leisten. Der Alltag mit Kindern verläuft einfach manchmal chaotisch. Und auch die beste Mutter fühlt sich manchmal hilflos und überfordert. Das ist absolut natürlich. Im Fernsehen werden oft überhöhte Mutterbilder präsentiert. Und auch bei Freunden wirken die Mütter oftmals perfekter als sie sind. Perfekt zu sein, ist daher nicht der richtige Anspruch. Viel wichtiger ist es, dass sich die Kinder geborgen und angenommen fühlen. Selbst wenn einmal alles drunter und drüber geht.

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