Traditionell oder alternativ

Taufe und Geburtsfest

Ein neugeborenes Kind gehört zur Familie. Das ist ganz natürlich. Dennoch möchte man das Kind auch offiziell in die Familie aufnehmen. Traditionell geschieht dies im Fest der heiligen Taufe. Doch immer mehr Menschen suchen nach Alternativen zu diesem religiösen Willkommensritual. Viele finden diese in einem so genannten Geburtsfest.

Rituale nach der Geburt

 

Taufe  

Die Taufe ist ein christlich-religiöses Fest. Entsprechend findet die Tauffeier auch in einer Kirche statt. Das Baby wird hier mit heiligem Wasser gesegnet. Außerdem wird es mit Chrisamöl gesalbt. Nicht zuletzt bekommt das Kind hier offiziell seinen Namen zugesprochen. Durch diese Rituale wird das Kind in die Gemeinschaft der Christen und in seine Familie aufgenommen. Zusätzlich werden ihm zwei Taufpaten zur Seite gestellt. Diese verpflichten sich, die religiöse Erziehung des Kindes zu unterstützen. Auch übernehmen Sie im Falle des Ablebens der Eltern die Verantwortung für das Kind. Zu den wichtigen Utensilien einer Taufe gehören das Taufkleid und die Taufkerze.   Die Taufe ist ein sehr traditionelles Fest. Dennoch muss es nicht steif und formal begangen werden. Die Eltern haben die Möglichkeit, den Taufgottesdienst aktiv zu gestalten. In den meisten Gemeinden sind sie sogar richtiggehend dazu angehalten. Das bedeutet einerseits, dass Sie sich Texte und Lieder aussuchen, die vorgetragen werden. Andererseits kann das aber auch heißen, dass Familienmitglieder Dienst am Altar verrichten können. Beispielsweise als Lektor. Auch größere Kinder aus der Familie können mithelfen. So dürfen sie oftmals das Weihwasser halten oder die Taufkerze auf den Altar stellen. Wer ein Instrument spielt, kann den Gesang mit Musik untermalen.    

Geburtsfest

 

Immer mehr Eltern entscheiden sich jedoch gegen die Taufe. Einerseits, weil sie die Taufe als Einführung in die Familie nicht als passend empfinden. Andererseits, weil sie dem Kind keine religiöse Ausrichtung vorschreiben wollen. Eine etablierte Alternative zur Taufe gibt es jedoch nicht. Ein Geburtsfest kann aber als Aufnahme des Kindes in die Familie sehr schön sein. Bei einem Geburtsfest steht die Geselligkeit im Vordergrund. Religiöse Rituale werden weitestgehend ausgeblendet. Bei einem Geburtsfest werden Gesang und Reden stark betont. So können Sie als Eltern beispielsweise von den Erlebnissen bei der Geburt erzählen. Oder auch von der Vorfreude und dem Glück, die Sie durch das Kind bereits erfahren haben. Auch bei einem Geburtsfest kann das Kind Paten bekommen. In deren Rede sollte es um die Zukunft des Kindes und ihre bevorstehenden Aufgaben gehen. Doch auch die Symbolik ist bei einem Geburtsfest wichtig. So können die Kinder beispielsweise Bilder für das neue Familienmitglied malen. Die Erwachsenen sollten jeweils einen Wunsch für das Kind aufschreiben. Diese werden dann gesammelt und zu einem Geburtsheft verbunden. Auch Fotos können hier eingeklebt werden. Im Sommer kann auch ein Geburtsbäumchen für das Baby gepflanzt werden. Dieses wird mit ihm gemeinsam groß werden. 

Vorbereitung  

Sowohl eine Taufe als auch ein Geburtsfest erfordern sehr viel Vorbereitung. Zunächst einmal müssen Sie eine Gästeliste erstellen. Soll die Feier im kleinen Familienkreise stattfinden? Oder sollen alle Freunde und Bekannten daran teilnehmen? Entsprechend groß oder klein muss auch der Festsaal sein. Bei einer Taufe eignet sich hierfür besonders der Gemeinde- oder Pfarrsaal. Im Sommer kann das Fest aber auch in einem Garten stattfinden. Des Weiteren gilt es die entsprechenden Texte und Lieder für das Fest herauszusuchen. Die Paten müssen bestimmt und gefragt werden. Es muss entschieden werden, wer kocht. Beispielsweise kann jeder Gast etwas mitbringen. In größerem Rahmen ist in diesem Zusammenhang ein Partyservice sehr bequem. Dieser übernimmt viele Aufgaben und ist preiswerter als ein Restaurantbesuch. Kurz vor dem Fest selber muss der Saal dann geschmückt werden. Sie sollten Leseproben in der Kirche oder dem Festsaal abhalten. Gegebenenfalls können Sie den Verlauf der Taufe auch mit dem Priester absprechen. Sind dann Kirche und Festsaal geschmückt, können die Gäste kommen und die Begrüßung des neuen Erdenbürgers kann beginnen.

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