Ein neuer Lebensabschnitt beginnt
Nach der Geburt

Aufgaben nach der Geburt
Kostbare Augenblicke
Vor der Geburt stellen sich werdende Eltern viele Fragen. Wird mein Kind gesund sein? Wie wird es aussehen? Wird es mich mögen? Werden wir gute Eltern sein? Während der Geburt verdrängen Schmerz und Aufregung diese Fragen. Doch nach der Geburt kommen sie direkt wieder. Und sie werden endlich beantwortet. Die ersten Augenblicke nach der Geburt sind sehr emotional. Immer wieder weinen Väter und Mütter beim Anblick ihres Kindes. Zum einen, weil die Anspannungen der Geburt sich endlich lösen können. Zum anderen, weil die Freude über das eigene Kind jedes andere Gefühl übersteigt. Ein größeres Glück hat man noch niemals erlebt. Nutzen Sie daher unbedingt diese wunderschönen Momente. Lassen Sie sich Zeit, Ihr Kind kennen zu lernen. Früher war es üblich, das Kind direkt nach der Geburt zu untersuchen. Danach wurde es auf die Säuglingsstation gebracht. Gemeinsame Zeit für Eltern und Kind gab es quasi nicht. Hierunter litten alle Beteiligten. Darum haben Eltern und Kind nach der Geburt heutzutage alle Zeit der Welt. In der Regel nutzen die Mütter diese Zeit zuerst. Das Kind wird Ihnen auf die Brust gelegt. Es wird sich ankuscheln. Vielleicht beginnt es auch gleich, an Ihrer Brust zu saugen. Es ist den vielen Platz und die Helligkeit nicht gewöhnt. Es wird glücklich sein, sich ganz eng an Sie schmiegen zu dürfen. Irgendwann bekommen dann auch die Väter ihr Recht. Sie können das Kind auf den Arm nehmen, streicheln und mit ihm reden. Alle drei müssen das Gefühl haben, dass sie einander kennen gelernt haben. Erst dann beginnen die Untersuchungen.
Aufgaben
Bereits während der Schwangerschaft mussten Sie Rücksicht auf Ihr Kind nehmen. Sie konnten nicht mehr bis spät in die Nacht ausgehen. Alkohol und Zigaretten mussten gegebenenfalls aufgegeben werden. Sie mussten Ihre Ernährung dem Kind anpassen. Dies wird nach der Geburt noch deutlich zunehmen. Ihr Kind kann sich noch nicht selbst versorgen. Hierfür sind Sie als Eltern zuständig. Sie müssen das Kind füttern. Es wickeln. Mit ihm reden. Es trösten. Sich bei Krankheiten um es kümmern. Das kostet sehr viel Geduld, Zeit und oftmals auch Schlaf. Diese vielen Aufgaben sind daher häufig sehr anstrengend. Doch sie sind unbedingt nötig. Am besten gelingt es, wenn man sie sich teilen kann. Aber nicht lange und Sie werden durch Lächeln und Fortschritte Ihres Kindes mehr als belohnt.
Väter und Verwandte
Während der Schwangerschaft war die Mutter für das Kind alleinverantwortlich. Väter und Verwandte konnten sie nur begleiten. Sie durch Liebe und Verständnis unterstützen. Das war einerseits sehr anstrengend. Andererseits haben Mütter dadurch auch eine ganz eigene und besondere Verbindung zu dem Kind. Nach der Geburt ist das ganz anders. Sie als Eltern können sich die Aufgaben nun teilen. Väter sind nicht mehr bloße Zuschauer und Statisten. Sie können aktiv ins Geschehen eingreifen. Und das sollten sie auch tun. Denn nur so können sie eine lebendige Beziehung zu ihrem Kind aufbauen. Auch andere Verwandte können Ihnen bei Ihren vielen, neuen Aufgaben helfen. Meistens sind Omas und Opas unendlich stolz auf ihr Enkelkind. Nichts tun sie lieber, als Babysitten. Dies kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn der Vater bald wieder arbeiten muss. Das Kochen, Einkaufen und Putzen übernehmen dann die Großeltern. Denn zwar sind die Eltern in erster Linie für das Kind verantwortlich. Doch um die vielen Aufgaben meistern zu können, muss sich die Mama erst ganz von der Geburt erholen.
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