Wie Sie ihrem Kind am besten helfen
Hausaufgaben - Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe bei Hausaufgaben
Kinder wollen erfolgreich sein. Dies gilt fürs laufen, sprechen, sauber werden und vieles mehr. In der Schule ist dieser selbst auferlegte Erfolgsdruck dann am größten. Kinder wollen unbedingt alles richtig machen. Sie möchten, dass Eltern und Lehrer stolz auf sie sind. Daher haben Sie große Angst, zu versagen. Schlechte Noten sind ein wahrer Alptraum. Aus diesem Grund bitten so viele Kinder Ihre Eltern um Hilfe. Nicht weil Sie die Aufgaben nicht können. Vielmehr, weil Sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Viele Eltern interpretieren den Wunsch der Kinder nach Hilfe falsch. Sie denken, dass ihr Kind nicht mitkommt. Entsprechend stark helfen sie dann. Das ist aber schädlich für das Kind.
Mut und Selbstvertrauen stärken
Hilfe bei den Hausaufgaben wird meist skeptisch betrachtet. Nicht selten lösen Eltern nämlich die Aufgaben für ihre Kinder. Sie wollen ihnen Angst und Unsicherheit ersparen. Das ist aber nicht der richtige Weg. So erkennen die Kinder nicht, was sie selbst leisten können. Erfolgserlebnisse, die das Selbstvertrauen stärken, bleiben aus. Sie werden immer wieder um Hilfe bitten. Denn sie fürchten, dass sie es ohne Hilfe der Eltern nicht schaffen. Und irgendwann ist es dann wirklich soweit. Jede Unterstützung Ihrerseits sollte daher Hilfe zur Selbsthilfe sein. Versuchen Sie, Ihrem Kind Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Zeigen Sie ihm, dass es auch mit schwierigen Aufgaben fertig wird. Denn im späteren Leben ist Selbständigkeit extrem wichtig. Einerseits, weil Angst im Leben hemmt. Andererseits, weil später niemand Ihrem Kind die Aufgaben abnehmen wird. Lassen Sie es seine eigenen Erfahrungen sammeln. Unterstützen Sie bloß indirekt durch Lob, Kontrolle und Denkanstöße. Dann wird Ihr Kind bald sehen, was es alles alleine schafft.
Wie Sie Ihrem Kind am besten helfen
Der goldene Mittelweg ist zu finden. Einerseits müssen Sie Ihrem Kind signalisieren, dass Sie ihm etwas zutrauen. Es soll zunächst versuchen, die Aufgaben selbst zu lösen. Das entwickelt Selbständigkeit und Mut. Andererseits müssen Sie aber da sein, wenn Ihr Kind Sie braucht. Es muss wissen, dass es mit Schwierigkeiten zu Ihnen kommen kann. Es ist ein Vertrauensbeweis, dass Ihr Kind sich mit seinen Sorgen an Sie wendet. Weisen Sie es nicht einfach ab. Am besten schauen Sie sich die fertigen Aufgaben an. Seien es Matheaufgaben, Stichpunkte für einen Aufsatz oder Übersetzungen. Hierbei erkennen Sie die Stärken und Schwächen Ihres Kindes sehr schnell. Sie können dann gezielt helfen. So verringert sich die Gefahr, dass Sie Ihrem Kind zuviel abnehmen. Zusätzlich können Sie Ihr Kind hierbei loben. Lob ist nämlich das Erfolgserlebnis schlechthin. Ihr Kind wird auftauen und sich bei weiteren Aufgaben nicht sofort verloren fühlen.
Helfen Sie Ihrem Kind nur dann, wenn es Sie wirklich braucht. Dann aber konkret. Erklären Sie Ihrem Kind, welche Schwierigkeiten es hat. Dann können Sie Techniken und Lösungswege auffrischen. Vermeiden Sie es, Ihrem Kind mehr zu vermitteln, als im Unterricht drankam. Es wird sonst leicht verwirrt. Hierfür ist es wichtig, die Schwierigkeiten genau zu kennen. Fragen Sie Ihr Kind, woran es hakt. Es wird Ihnen sagen, welche Probleme es mit einzelnen Aufgaben hat. Diese können Sie dann konkret angehen.
Nicht zuletzt ist Zurückhaltung entscheidend. Sie möchten Ihrem Kind helfen. Das bedeutet aber nicht, zu zeigen, dass Sie es viel besser können. Lassen Sie Ihr Kind genau so arbeiten, wie es das kann. Das gilt fürs Rechnen, Formulieren und Zeichnen gleichermaßen. Halten Sie sich mit Kritik zurück, bis sie gefragt ist. Und ziehen Sie sich zurück, wenn Ihr Kind alleine klarkommt.
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