Was Sie tun können

Gewalt unter Jugendlichen

Gewalt unter Jugendlichen wird leider immer häufiger. Zumeist sind Kinder mit schwachem Selbstwertgefühl die Opfer. Daher ist es wichtig, das Selbstwertgefühl Ihres Kindes zu stärken. Dann kann es gefährliche Situationen meiden oder mit ihnen umgehen. Entweder verbal oder durch die richtige Körpersprache. Wie Sie Ihr Kind vor Gewalt unter Jugendlichen schützen können, erfahren Sie hier.

Ihr Kind stärken

Gewalttätige Jugendliche haben sehr viel Frust. Sie haben ihr Leben nicht im Griff. Vielleicht haben sie Probleme in der Schule. Vielleicht werden sie von ihren Eltern selbst geschlagen. Vielleicht haben sie ein geringes Selbstbewusstsein. Vielleicht wollen sie sich einfach in der Gruppe beweisen. Es gibt viele Gründe, aus denen ein Jugendlicher brutal werden kann. Ihr Kind kennt den konkreten Grund vermutlich nicht. Daher ist es schwer, den Gegner richtig einschätzen zu können.  

Wichtig ist, dass Sie mit Ihrem Kind über dieses Thema reden. Es muss begreifen, dass die Schläger ein Problem haben und nicht es selbst. Es liegt nicht an seiner Persönlichkeit, wenn es Opfer von Brutalität wird. Es liegt vielmehr daran, dass es sich von den anderen Kindern unterscheidet. Vermutlich durch ein geringeres Selbstbewusstsein. Dies bekommen brutale Jugendliche schnell mit. Sie suchen sich solche Opfer gezielt aus. Weil sie diese leicht einschüchtern und zu einem Fehler provozieren können. Oder aber, Ihr Kind ist einfach jünger oder anders als die Schläger.  Wenn Ihr Kind irgendetwas tun kann, dann das: Es muss sein Selbstbewusstsein stärken.  

Vermeidung und Entschärfung

In einer gefährlichen Situation ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Panik, Angst und Unsicherheit werden von den Schlägern sofort registriert. Ihr Kind müsste nach außen hin ruhig bleiben. Das ist sehr schwer. Es kann jedoch geübt werden. Ihm stehen dann verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:  

Einerseits kann es gefährliche Situationen meiden. Das geht gut, wenn die Schläger sich bevorzugt an einem bestimmten Ort aufhalten. Dort nicht hinzugehen zeugt nicht von Feigheit sondern von Verstand. Vermeidung kann jedoch auch bedeuten, vor gefährlichen Situationen zu fliehen. Wird Ihr Kind von mehreren Jugendlichen angegriffen? Dann ist es nicht selten geschickt, die Beine in die Hand zu nehmen.

Des Weiteren kann es sich Gesellschaft suchen. Es sollte nicht alleine nach Hause gehen. Wenn es einen guten Freund hat, trauen sich die Schläger vermutlich nicht heran.  

Doch nicht immer gelingt das Vermeiden. Dann ist Entschärfung angesagt. Hierfür muss Ihr Kind sicher auftreten können. Es muss ruhig bleiben und darf nicht unsicher von einem zum anderen gucken. Am besten wendet es sich direkt an den Wortführer. Sätze wie: „Ich will keinen Ärger.“ können die Gegenseite verunsichern. Diese rechnet ja mit Angst und Unsicherheit bei Ihrem Kind. Sticheleien und Beleidigungen sollte Ihr Kind komplett ignorieren. Diese wollen nur eine bestimmte Reaktion hervorrufen. Die Schläger wollen einen Grund, um angreifen zu können. Wenn Ihr Kind es schafft, so sicher aufzutreten, werden sich die Schläger eventuell zurückziehen.  

Selbstwertgefühl Ihres Kindes stärken

Stärken Sie immer das Selbstwertgefühl Ihres Kindes. Selbst dann, wenn es einmal verprügelt wurde. Gute Ratschläge wie „Hättest du nicht (fliehen/kämpfen/Hilfe holen...) können“ bringen gar nichts. Sie verunsichern Ihr Kind nur noch mehr. Es denkt, es hätte etwas falsch gemacht. Trost und Fürsprache sind viel hilfreicher.  

Am besten spielen Sie mit Ihrem Kind solche Situationen durch. Pöbeln Sie es an und versuchen Sie es zu einer Reaktion zu bringen. Sie können dann üben, wie Ihr Kind am besten reagiert. Ihrem Kind fällt es dann leichter, in einer Bedrohungssituation ruhig zu bleiben.  

Haben Sie und Ihr Kind keine Schuldgefühle

Schuldgefühle sind vollkommen unangebracht. Sie können Ihr Kind nicht immer und überall begleiten. Es muss lernen, mit den unterschiedlichsten Situationen umzugehen. Wenn es schief geht, liegt das weder an Ihnen noch an Ihrem Kind. Machen Sie daher keinem von sich Vorwürfe. Versuchen Sie vielmehr, sich auf ähnliche Situationen noch besser vorzubereiten.

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