Flaschenmilch für Babys

Die richtige Babynahrung für Ihr Kind

Wasser kochen, Pulver abmessen, kräftig schütteln, fertig. Die Zubereitung von Babynahrung ist einfach. Das richtige Milchpulver zu finden, ist dagegen etwas kniffliger. Die Regale der Läden quellen beim Babynahrungs-Angebot über. „Pre“ oder „1er“? „HA“ oder „Normal“? Wir geben Ihnen einen kleinen Wegweiser durch den Milchnahrungsdschungel.

Babys richtig ernähren

Nicht jede Mutter kann oder will ihr Kind nach der Geburt stillen. Nach wie vor ist klar: Muttermilch ist durch nichts zu ersetzen. Aber manche Mütter fühlen sich durch die Flaschennahrung ungebundener. Das Füttern kann so leichter dem Partner oder einer anderen Person übertragen werden. Das ist besonders für Frauen, die schnell wieder in den Beruf zurückkehren wollen, ein großer Vorteil. Andere Frauen fühlen sich durch das Stillen auch seelisch unter Druck gesetzt. Milchnahrung kann hier zu einer Entlastung führen.

Warum auch immer eine Frau nicht stillt, Sorgen um die Ernährung ihres Kindes muss sie sich nicht machen. Die im Handel erhältlichen Säuglingsmilchnahrungen entsprechen den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Seit 1994 gelten in Deutschland für Babynahrung EU-Richtlinien. Die Grenzwerte für den Schadstoffgehalt der Milchnahrung sind sehr streng. Generell wird die industriell flüssige Säuglingsnahrung in zwei Stufen gefertigt: Für die ersten vier bis sechs Monate gibt es die Anfangsnahrung, die so genannte „Pre-Nahrung“ oder „1er-Nahrung“. Ab dem fünften Monat kann dann die Folgenahrung gegeben werden.

Pre-Nahrung

Die Anfangsnahrung mit der Bezeichnung „Pre“ ist der Muttermilch am ähnlichsten. Sie enthält Milchzucker als einziges Kohlehydrat. Diese Milch kann wie Muttermilch gegeben werden. Sie hält nicht lange vor und das Baby wird nach Bedarf gefüttert. Die Pre-Nahrung kann das ganze erste Lebensjahr gegeben werden. Ein Wechsel zu der Folgennahrung ist nicht notwendig. Haben Sie das Gefühl, Ihr Kind wird nicht mehr richtig satt, sprechen Sie mit dem Kinderarzt über einen Wechsel zur Folgenahrung.

1er-Nahrung

Diese Milch wird von Müttern verwendet, die ihr Baby nach einem bestimmten Rhythmus füttern wollen oder zufüttern müssen. Das Eiweiß ist genau wie die Pre Nahrung der Muttermilch angepasst. Außerdem enthält die Milch neben Laktose auch Stärke. Dadurch sättigt diese Milch besser und hält länger vor. Die 1er-Nahrung darf aus diesem Grund nicht nach Bedarf verwendet werden. Ein Zuviel würde die Nieren belasten.

Feste Zeiten für die Babymahlzeit sind deswegen Pflicht. Achten Sie bei den Mengenvorgaben genau auf die Packungsanleitung. Doch Vorsicht: die 1er-Nahrung enthält oft noch weitere Zucker. Das kann man mit einen Blick auf die Zutatentabelle auf der Packungsrückseite herausfinden: steht dort "Glucose", "Saccharose", "Fructose", "Maltose" oder "Maltodextrin" seien Sie vorsichtig. Denn Babys sollten so spät wie möglich Süßigkeiten kennen lernen, um Übergewicht und Karies zu vermeiden.

2er-Nahrung

Die 2er-Nahrung gehört zu der Gruppe der Folgenahrung. Diese Milch braucht man allerdings in der Regel nicht. Sie sättigt zwar besser als Pre- und 1er-Nahrung, enthält aber auch mehr Eiweiße, mehr Mineralstoffe und häufig noch mehr Zucker. Außerdem ist das Eiweiß in der Zusammensetzung nicht mehr an die Muttermilch angepasst. Folgemilch ist deshalb frühestens ab dem fünften Monat geeignet. Vorher würde das Mehr an Eiweiß und Mineralstoffen die Nieren des Babys zu stark belasten.

3er-Nahrung

Diese Milch ist erst für Babys ab dem achten Monat geeignet. In diesem Alter besteht aber meistens nur noch die Morgenmahlzeit aus einem Fläschchen. Den Rest des Tages gibt es Brei. Da die 3er-Nahrung noch stärker sättigt, als die 2er-Nahrung, ist sie nicht notwendig, und verstärkt die Gefahr von Übergewicht.

HA-Nahrung

HA-Nahrung eignet sich für Babys, die Allergie gefährdet sind. Aufgrund des gespaltenen Eiweißes wird die hypoallergene Säuglingsnahrung schnell verdaut und führt nicht zu einer anhaltenden Sättigung. Deshalb unbedingt nach Bedarf füttern und nicht wundern, wenn das Baby hohe Trinkmengen zu sich nimmt. HA-Nahrungen schmecken bitter.

Auf keinen Fall sollte diese aber nachgesüßt werden. Denn Zucker würde sie zu einer Kalorienbombe machen und Honig kann bei Babys sogar zu Vergiftungen führen. In den ersten vier Monaten sollte eine HA1-Nahrung gefüttert werden. Solange ein Baby damit satt und zufrieden ist, darf diese auch über den 4. Monat als Dauernahrung weiter gegeben werden. Dann wechselt man zur HA2-Nahrung.

Der Artikel Die richtige Babynahrung für Ihr Kind: Flaschenmilch für Babys wurde abgelegt in der Kategorie Ernährung & Stillen.

Stütze für Sie und Ihr Baby: Kauf und Einsatz von Stillkissen

Stillen muss man erst lernen. Bei den wenigsten Müttern klappt das Stillen auf Anhieb. Ein Stillkissen kann hier eine große Hilfe sein. Es entlastet den Körper und die Arme und hält das Kind in einer [mehr]

Milcheiweißunverträglichkeit: Milchallergie bei Kindern

Wer unter einer Milchallergie leidet, verträgt keine Kuhmilch. Oder besser gesagt: Er verträgt ein bestimmtes Eiweiß in der Kuhmilch nicht. Dieses verursacht Hautausschläge, Durchfall und Übelkeit. Ge[mehr]

Stillen ist wieder beliebt: Stillberatung und Stillgruppen

Für Frauen, die ein Kind erwarten, stellt sich bereits in der Schwangerschaft die Frage, ob sie ihr Kind stillen oder zu industriell hergestellter Säuglingsmilch greifen wollen. Es gibt für beides Für[mehr]

So kaufen Sie die besten Gläschen für Ihr Kind: Baybbrei: Stärken und Schwächen

Gläschen sind eine schnelle und praktische Alternative zum selbst gekochten Babybrei. Doch nicht immer ist in Gläschen all das drin, was Ihr Baby...[mehr]

Neue Regelungen bei Flaschenmilch: Regeländerungen ab 2009

Manche Eltern können oder wollen nicht stillen. Sie füttern ihre Kinder mithilfe der Flasche. Es gibt dabei einiges zu beachten, um die Milch...[mehr]

Ideale Lösung für unterwegs: Babykostwärmer sind praktisch

Der Babykostwärmer gehört heute schon zur Grundausstattung einer jungen Familie: Sowohl zu Hause als auch unterwegs sind Milch und Babygläschen im...[mehr]

Vitamin K, Vitamin D und Fluor: Vitamine für Babys

Ein Neugeborenes ist vielen neuen Einflüssen ausgesetzt. So geschützt wie in der Gebärmutter ist es nun nicht mehr. Es muss sich an die Welt erst...[mehr]

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft: Ernährungstipps für werdende Mütter

Während der Schwangerschaft kann sich eine Frau im Großen und Ganzen so ernähren, wie sie es immer tut. Nur wenige Besonderheiten sind zu beachten,...[mehr]

So kochen Sie den Brei selbst : Babybrei einführen

Es ist sinnvoll, den Babybrei selbst zu kochen. So wissen Sie genau, was Sie Ihrem Kind zu essen geben. Zudem können Sie neue Geschmacksrichtungen...[mehr]

Zusätzliche Nährstoffe für Ihr Baby: Folgemilch - Vorteile und Nachteile

Nicht alle Frauen können oder wollen stillen. Babymilch ist dann ein guter Ersatz für die Muttermilch. Die erste Babymilch ist der Muttermilch noch...[mehr]

Suche