Umgang mit einer Risikoschwangerschaft

Risiken in der Schwangerschaft

Vier von Fünf Schwangerschaften sind Risikoschwangerschaften. Trotz dieser Diagnose besteht keine akute Gefahr. Es heißt lediglich, dass Ihr Arzt besondere Sorgfalt bei den Vorsorgeuntersuchungen walten lässt. Und natürlich, dass Sie selbst besonders auf sich achten müssen. Familie Kompakt hat für Sie die gängigsten Risikofaktoren zusammengestellt. Wie Sie trotz der Diagnose „Risikoschwangerschaft“ eine sichere Geburt erleben, erfahren Sie hier. Alles zu Risiken in der Schwangerschaft.

Untersuchungen geben Ihnen Sicherheit

Es gibt verschiedene Faktoren, die eine Schwangerschaft gefährden oder erschweren können. Hierzu zählen zum Beispiel Blutungen, Bluthochdruck, Übergewicht, chronische Krankheiten Venenprobleme, Heuschnupfen, seelische Belastungen und vieles mehr. Doch auch die Lebenssituation der Schwangeren spielt eine Rolle. So gelten Frauen über 35 oder unter 17 Jahren prinzipiell als Risikoschwangere. Ebenso Frauen, die Mehrlinge erwarten. Zudem spielt die Vergangenheit der Schwangeren eine Rolle. Hat es zuvor schon Fehlgeburten, Frühgeburten oder Kaiserschnitte gegeben? Liegt eventuell sogar eine Rhesus-Unverträglichkeit vor? Wenn mindestens zwei dieser Faktoren gleichzeitig auftreten, wird die Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft. Diese Einstufung kann wieder zurück genommen werden, wenn sich an der Situation der Schwangeren etwas verändert.

Diese Risikofaktoren werden vom Arzt überprüft und im Mutterpass eingetragen. Aus den ehemals 17 Faktoren sind inzwischen 52 geworden. Dies erklärt die steigende Zahl an Risikoschwangerschaften. Die Untersuchungsmethoden sind besser geworden. Ärzte können zahlreiche Dinge überprüfen und gegebenenfalls behandeln. Diese Möglichkeiten gab es vor 30 Jahren noch nicht. Entsprechend wurden damals die Schwangeren nicht als Risikoschwangerschaft angesehen.

Was bedeutet die Risikoschwangerschaft für Sie konkret?

Zunächst einmal wird Ihr Arzt den Vorsorgeuntersuchungen besondere Aufmerksamkeit schenken. Der Risikofaktor wird regelmäßig überprüft. Zudem werden Sie im letzten Drittel der Schwangerschaft alle zwei Wochen einmal untersucht. Sollte es nötig sein, wird Ihr Arzt zusätzliche Tests durchführen, um Ihnen und Ihrem Kind höchstmögliche Sicherheit gewährleisten zu können. Die Kosten hierfür werden von den Krankenkassen übernommen. Des Weiteren kann sich das Krankenhaus besser auf Ihre Geburt vorbereiten. Eventuelle Maßnahmen können frühzeitig geplant und eingeleitet werden. Eventuell wird Ihr Kind medizinische Betreuung brauchen. Auch für diese kann im Vorfeld gesorgt werden.

Eine Risikoschwangerschaft bedeutet zunächst aber keinen Grund zur Sorge. 80% aller Schwangeren gelten als Risikoschwangerschaft. 95% dieser Frauen bekommen jedoch gesunde Kinder ohne große Komplikationen. Im Gegenteil kann diese Einstufung viel Beruhigung geben. Schließlich werden Sie jetzt umfassend untersucht und optimal betreut.

Risiken in der Schwangerschaft - Schwanger über 35

Schwangere über 35 Jahre gelten automatisch als Risikoschwangere. Das liegt daran, dass ab diesem Alter die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 (Downsyndrom) stark ansteigt. Bei dieser Erbkrankheit hat ein Kind zu viele Erbinformationen. Mittels eines speziellen Tests können Ärzte herausfinden, ob Ihr Kind krank ist. Entsprechend können Sie sich besser auf die Situation einstellen und mit ihr umgehen. Diese Untersuchung ist jedoch vollkommen freiwillig. Ihr Arzt ist verpflichtet, Sie über die Möglichkeit der Untersuchung aufzuklären. Entscheiden müssen Sie sich jedoch selbst, ob Sie sich und Ihrem Kind die Anstrengungen dieser Untersuchung zumuten. Des Weiteren treten auch bei Schwangeren selbst ab diesem Alter gewisse Erkrankungen gehäuft auf. So ist mit 35 die Wahrscheinlichkeit, eine Schwangerschaftsdiabetes oder eine Gestose zu bekommen, deutlich größer als mit 25.

Vertrauen Sie weitestgehend auf Ihren Körper. Sie können am besten einschätzen, ob es Ihnen und Ihrem Kind gut geht. Erst dann sollte die medizinische Betreuung eine Rolle spielen. Sie selbst sollten entscheiden, wie viele Untersuchungen Sie zulassen möchten. Eine Geburt ist etwas ganz Natürliches. Die Medizin kann Sie dabei unterstützen. Sie sollte jedoch nicht zur Belastung oder gar Bedrohung werden. Versuchen Sie einen Arzt und eine Hebamme zu finden, die miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Ebenso sollte sich Ihr Arzt für Sie interessieren und nicht nur das übliche Programm absolvieren. Versuchen Sie die Risikoschwangerschaft nicht als Gefahr zu sehen. Die meisten Risikoschwangerschaften laufen problemlos ab. Gewinnen Sie vielmehr Sicherheit aus der Tatsache, dass Sie regelmäßig und eingehend untersucht werden. Also keine übertriebene Angst vor Risiken in der Schwangerschaft.

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