Elternbett oder Babybett

Wo soll das Baby schlafen?

Wo schläft mein Kind am besten? Eine Frage, die alle Eltern irgendwann bewegt. Der Wunsch nach Nähe steht dem Wunsch nach einem selbständigen Kind gegenüber. Ein Kompromiss kann helfen. Beispielsweise eine eigene Wiege im Elternschlafzimmer. Doch irgendwann steht der Umzug ins eigene Zimmer an. Hier sind von Eltern Geduld und Durchsetzungsvermögen gefragt.

Nähe oder Distanz

Nähe oder Distanz?

 

Viele Eltern haben ein Bedürfnis nach Nähe. Sie wollen Ihrem Kind immer ganz nah sein. Einerseits, um das Urvertrauen zu stärken. Andererseits um bei Gefahren sofort zur Stelle zu sein. Daher lassen sie ihr Kind bei sich im Bett schlafen. Das bringt jedoch nicht nur Vorteile. So ist der Schlaf der Eltern meist sehr unruhig. Jede Bewegung und jedes Husten des Kindes wird registriert. Häufiges Aufwachen ist die Folge. Doch auch für das Kind kann es Probleme geben. Die Elterndecke ist beispielsweise sehr groß und warm. Auch zwischen Mama und Papa sammelt sich einige Wärme. Dem Kind droht eine Überhitzung. Diese ist nicht selten für den plötzlichen Kindstod verantwortlich. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Eltern auf Ihr Kind rollen. Hierbei kann es zu Verletzungen kommen. Nicht zuletzt gewöhnt sich das Kind an die permanente Anwesenheit seiner Eltern. Selbständigkeit und die Fähigkeit einmal alleine zu sein werden erschwert.  

Das eigene Bett

 

Ein Kinderbett im Elternschlafzimmer vereint Nähe und Distanz optimal. Das Kind bekommt seinen eigenen Schlafplatz. Somit können Sie als Eltern ruhiger schlafen. Gleichzeitig ist Ihr Kind leicht erreichbar. Die Mutter muss zum Stillen nicht extra aufstehen. Ein Griff ins Babybett genügt. Trotz der Distanz sind Sie bei Gefahr immer gleich zur Stelle. Bei der Auswahl des Bettes sollten Sie einige Dinge beachten. Eine Wiege kann beispielsweise Rollen haben. So ist das Bett leicht transportierbar. Tagsüber oder zum Putzen kann es in eine Ecke gestellt werden. Ein Nestchen verhindert, dass Ihr Kind sich an den Gittern anstößt. Es darf aber nicht zu warm und dick sein. Ansonsten droht auch hier eine Überhitzung. Gleiches gilt für das Bettzeug. In den ersten Monaten braucht ein Kind noch kein Kopfkissen. Eine Decke sollte Ihr Kind warm halten, ihm aber Luft zum Atmen geben.  

Das eigene Zimmer

 

Etwa mit einem Jahr sollte Ihr Kind umziehen. Die nächtlichen Stillmahlzeiten sind jetzt geringer oder fallen ganz weg. Auch ist die Gefahr des plötzlichen Kindstods viel kleiner. Ihr Kind ist nun schon sehr selbständig. Ein Umzug ins eigene Zimmer kann diese Eigenständigkeit noch stärken. Allerdings sollten Sie hierbei behutsam vorgehen. Denn Kinder reagieren ganz unterschiedlich auf solch eine Veränderung. Einige gewöhnen sich sehr schnell an die neue Umgebung. Andere weinen viel und wollen nicht im eigenen Zimmer schlafen. Hier sollten Sie als Eltern verständnisvoll aber konsequent sein. Investieren Sie mehr Zeit ins Zubettbringen. Entwickeln Sie Abendrituale, die in dem neuen Zimmer stattfinden. Beispielsweise wickeln, kuscheln oder singen. Schaffen Sie eine positive Atmosphäre für Ihr Kind. Doch lassen Sie es konsequent in seinem eigenen Bett schlafen. Gehen Sie immer wieder hin, wenn Ihr Kind nach ihnen ruft. Doch holen Sie es nicht wieder zu sich ins Bett.

Versuchen Sie auch tagsüber das Alleinsein zu trainieren. Legen Sie Ihr Kind in eine sichere Position. Beispielsweise auf eine Decke am Fußboden. Dann verabschieden Sie sich und verlassen das Zimmer. Ihr Kind übt so das Alleinsein ein. Gleichzeitig lernt es, dass Sie immer wieder zurückkommen. Das Urvertrauen wird hierdurch enorm gesteigert. Abends erinnert sich Ihr Kind an solche Erlebnisse. Es wird keine Angst vor dem eigenen Zimmer haben. Vielleicht ruft es Sie hin und wieder noch. Gehen Sie zunächst immer wieder hin. Auch hier muss Ihr Kind lernen, dass es sich auf Sie verlassen kann. Dass Sie kommen, wenn es Sie braucht. Wenn Ihr Kind das weiß, wird das Schlafen im eigenen Zimmer bald kein Problem mehr sein.

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