Eileiterschwangerschaft Symptome
Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Informationen zur Eileiterschwangerschaft
Bei einer Eileiterschwangerschaft erreicht die befruchtete Eizelle niemals die Gebärmutter. Sie nistet sich hingegen im Eileiter ein. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn der Eileiter durch Entzündungen oder eine frühere Eileiterschwangerschaft vernarbt ist. Im Eileiter kann sich der Embryo jedoch nicht entwickeln. Es fehlt ihm an den nötigen Nährstoffen. Im Bestfall für die Schwangere stirbt die Eizelle ab und wandert in die Gebärmutter.
Hier wird sie mit der nächsten Regelblutung entfernt. Im schlechtesten Fall sprengt die Eizelle jedoch den Eileiter. Es kommt zu Blutungen in die Bauchhöhle und in die Gebärmutter. Eine Notfalloperation ist unbedingt erforderlich. Wenn die Eileiterschwangerschaft frühzeitig entdeckt wird, kann sie jedoch mit einer Bauchspiegelung oder Medikamenten behandelt werden. In diesem Fall ist die Chance, den Eileiter zu retten, recht gut. Eine Überlebenschance für den Embryo besteht jedoch nicht. Eine solche Eileiterschwangerschaft ist relativ selten. Sie tritt nur bei einem Prozent aller Schwangerschaften auf.
Eileiterschwangerschaft Symptome
Eine Eileiterschwangerschaft verläuft zunächst wie eine normale Schwangerschaft. Das bedeutet, dass der Schwangerschaftstest positiv ausfällt. Zusätzlich sind die Schwangerschaftshormone bereits nachweisbar. Ferner kann es zu Unterleibsschmerzen kommen. Diese können auch nur einseitig sein. Dies hängt davon ab, in welchem Eileiter sich die Eizelle eingenistet hat. Kommt es zu einem Absterben der Eizelle, treten Schmierblutungen auf. Des Weiteren kann es zu Schwindelgefühl, Ohnmacht und Unwohlsein kommen.
Bei diesen Symptomen sollten Sie auf jeden Fall Ihren Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann den HCG-Wert (Schwangerschaftshormone) genau bestimmen. Zusätzlich kann er durch Abtasten feststellen, ob ein Eileiter geschwollen ist. Nicht zuletzt weist er durch einen Ultraschalltest nach, ob eine Gebärmutterschwangerschaft vorliegt. Bringt der Ultraschalltest kein Ergebnis, kann das dreierlei bedeuten. Entweder ist die Schwangerschaft noch zu frisch. Der Embryo ist dann noch zu klein, um gesehen zu werden. Es kann aber auch sein, dass bereits eine Fehlgeburt stattgefunden hat. Oder aber, eine Eileiterschwangerschaft liegt vor.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Wurde eine Eileiterschwangerschaft festgestellt, sollte möglichst schnell gehandelt werden. Ein Bruch des Eileiters kann nämlich sehr schnell erfolgen und lebensbedrohlich werden. Eine Schwangere sollte daher zur Sicherheit stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Dort kann durch eine Bauchspiegelung die befruchtete Eizelle aus dem Eileiter entfernt werden. Eine Übersiedlung in die Gebärmutter ist jedoch nicht möglich.
Eine Eileiterschwangerschaft bedeutet immer das Ende des Embryos. Es geht also ausschließlich um die Rettung der Schwangeren. Ist die Schwangerschaft noch nicht weit fortgeschritten, kann mit Methotrexat gearbeitet werden. Dieses Medikament beendet die Schwangerschaft künstlich. Im Falle eines Bruchs des Eileiters, muss eine Notoperation durchgeführt werden. Im Gegensatz zu den anderen Behandlungsmethoden kann der Eileiter hierbei fast nie gerettet werden.
Gibt es Langzeitfolgen der Eileiterschwangerschaft?
Eine Eileiterschwangerschaft kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. So kann der Eileiter beispielsweise durch eine Chlamydieninfektion oder eine andere Entzündung vernarbt sein. An diesen Narben bleibt die befruchtete Eizelle hängen. Auch Beckenoperationen oder der Einsatz der Spirale begünstigen Eileiterschwangerschaften.
Nicht zuletzt kann auch Rauchen zu einer solchen Schwangerschaft führen. Wenn der Eileiter erhalten bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit, wieder schwanger werden zu können, bei 50-60%. Allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Eileiterschwangerschaft bei 10-20%. Bleibt nur ein Eileiter erhalten, liegt die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Schwangerschaft nur noch bei 20-50%. Leider besteht bei einer Eileiterschwangerschaft immer auch die Gefahr, dass die Schwangere unfruchtbar wird.
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