Yoga für Schwangere
Schwangerschaftsyoga

Yoga bereitet auf die Geburt vor
Die Schwangerschaft ist für viele Frauen eine sehr schöne Zeit. Aber auch eine Zeit der großen körperlichen und seelischen Veränderungen. Die Trendsportart kann schwangeren Frauen helfen, sich mental und körperlich auf diese einzustellen. Yoga ist eine indische Philosophie, die sowohl geistige als auch körperliche Übungen beinhaltet. Der Begriff kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „Joch“. Das Ziel der Philosophie ist die harmonische Vereinigung des Körpers mit der Seele. Ein ganzheitliches Konzept. Und gerade deswegen besonders gut für werdende Mütter geeignet.
Welcher Yogakurse ist der Richtige?
Innerhalb des Yoga gibt es sechs klassische Schulen. Einige betonen stärker die körperlichen, andere mehr die mentalen Übungen. Für Schwangere sind besonders Kurse aus dem Hatha-Yoga oder dem Kundalini–Yoga geeignet. Hatha-Yoga ist eine Form des Yoga, bei der das Gleichgewicht zwischen Köper und Geist durch die Kombination aus körperlichen Übungen, Atemübungen und Meditation angestrebt wird. Es ist in Europa am weitesten verbreitet. Das Kundalini-Yoga hingegen zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung aus Körper- und Meditationsübungen aus. Beide Schulen können Schwangere bedenkenlos erlernen.
Eine Stunde Yoga für Schwangere beginnt in der Regel mit einer Phase der Entspannung. Erst einmal abschalten vom Alltag, runter kommen. Körper und Seele in Einklang bringen. Danach folgen Atemübungen im Wechsel mit Körperübungen und mentalen Übungen.
Was bewirkt Yoga bei Schwangeren?
Das Schwangerschaftsyoga unterscheidet sich in einigen Punkten vom „normalen“ Yoga. Denn in Hinblick auf die bevorstehende Geburt haben die werdenden Mütter ganz besondere Bedürfnisse. Vor allem die mentalen Übungen stehen hier im Vordergrund. Sie dienen dem Aufbau und der Stärkung einer positiven Mutter-Kind-Beziehung. Auch der Körper verändert sich durch die Schwangerschaft. Es kommt zu Beschwerdebildern wie Rückenschmerzen, geschwollenen Beinen und Krampfadern. Hier helfen gezielte Lockerungs- und Kräftigungsübungen. Rückenschmerzen werden reduziert und die Durchblutung in den Beinen angeregt. Eine gute Prophylaxe gegen unschöne Krampfadern.
Die eigentliche Geburtsvorbereitung lernen die Frauen mit den Yoga Atemübungen. Das tiefe „In-den-Bauch-Atmen“ sorgt für eine Entspannung der Muskulatur und erleichtert die Verarbeitung der Geburtswehen. Dabei wird im Schwangerschaftsyoga (anders als beim Yoga für nicht Schwangere) darauf geachtet, dass es nicht zu einem Luftanhalten kommt. Die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes wird somit nicht gestört. Die Atmung ist ganz besonders während der Geburt ein wichtiges „Werkzeug“, um Schmerzen zu verarbeiten. Deswegen ist ein wichtiger Bestandteil des Schwangerschaftsyoga, dem Atem einen Ton zu geben. Das erleichtert vielen Frauen das Loslassen und damit das Aushalten der Wehenschmerzen. So heißt es denn auch im Hatha Yoga: „Wer seinen Atem kontrolliert, kontrolliert seinen Geist“. Ganz besonders wichtig für die Geburt ist die Beckenbodenmuskulatur. Diese wird mit speziellen Übungen gekräftigt und gedehnt.
Krankenkassen bezuschußt Yoga für Schwangere
Es gibt sehr viel Literatur und Videos über Yoga auf dem Markt. Allerdings ist es nicht empfehlenswert, Yoga auf eigene Faust zu lernen. Vor allem Anfängerinnen sollten sich an erfahrene Yogalehrer wenden. Yogakurse werden in jeder Volkshochschule angeboten. Auch spezielle Yoga Institute bieten Schwangerschaftsyogakurse an. Gruppenkurse sind genauso möglich wie Einzelstunden. Viele Krankenkassen bezuschussen Yogakurse im Rahmen eines Präventionsprogramms. Das gilt auch speziell für Yoga Kurse zur Schwangerschaftsbegleitung und Geburtsvorbereitung. Übernommen werden bis zu 80 Prozent der Kurskosten, maximal 75 Euro. Vorraussetzung ist die Anerkennung des Kurses durch die Krankenkasse. Hier fragt man am besten bei seiner Krankenkasse nach.
Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Yoga kann zu jeder Zeit im Leben erlernt werden. Doch besonders die Schwangerschaft ist ein idealer Einstiegszeitpunkt. Wer einmal angefangen hat, wird die zunächst unbekannten Übungen nicht mehr missen wollen. Viele Frauen machen auch nach der Geburt weiter.
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