Schulzeugnisse

Ruhe bewahren bei schlechten Zeugnissen

Ein schlechtes Zeugnis muss keine Katastrophe bedeuten. Besser ist es aber, wenn es gar nicht erst dazu kommt. Ist man ständig über die Schulleistungen des Kindes im Bilde, dann kann rechtzeitig geholfen werden und es gibt später keine negative Überraschung.Wie aber sollte man sich als Elternteil verhalten wenn das Zeugnis schlecht ist?

Ruhe bewahren bei schlechten Noten

Und wieder ist sie da, die Zeit, wo das Wetter besser und wärmer wird, wo man sich auf Entspannung und den Urlaub mit der Familie freut und ... wo es in der Schule Zeugnisse gibt ... Gute Noten: Alles super! Aber auch schlechte(re) Zensuren bedeuten keinen Weltuntergang! Im Gegenteil – Zeugnisse sollten als Zustandsbeschreibung verstanden werden und stellen insofern eine Handhabe dar, die den Eltern zumindest ganz klare Hinweise darauf gibt, in welchem Fach und wie viel ihrem Kind geholfen werden muss. Außerdem können sie ein Anreiz dafür sein, darüber nachzudenken, ob die gesamte persönliche Situation des Kindes in Ordnung ist.

Wutanfälle sind unberechtigt

Bekommen die Eltern einen Wutanfall, wenn ihr Kind ein Zeugnis mit schlechten Noten nach Hause bringt, so bedeutet dies eigentlich nur, dass sie hinsichtlich der schulischen Leistungen des Kindes nicht auf dem Stand der Dinge sind. Beobachtet man als Eltern verantwortungsvoll die Leistungskurve, die das Kind im Laufe des Schuljahres oder -halbjahres vollzieht, dann kann es eigentlich nicht zu Überraschungen kommen. Im Gegenteil: Leistungsabfällen, die sich ja z.B. an den Noten von schriftlichen Arbeiten erkennen lassen, kann unter Umständen noch rechtzeitig entgegengewirkt werden. Auch ein regelmäßiger Kontakt mit dem Lehrpersonal kann Überraschungen solcher Art verhindern und darüber hinaus bei ersten Erscheinungen eines Leistungsabfalls förderlich sein in Gestalt gemeinsamer Überlegungen, was dagegen zu tun ist.

„Ursachen-Forschung“

Schlechte Noten haben ihre Gründe. Besonders nahe liegen als solche natürlich anscheinend zunächst einmal die „üblichen Verdächtigen“, nämlich Faulheit, Dummheit, „null Bock“. Die Wirklichkeit sieht meistens aber völlig anders aus. Oftmals spielen nämlich entwicklungsbedingte Probleme, die schulische Situation an sich oder das soziale Umfeld einschließlich der Familie eine entscheidende Rolle für das Nachlassen der Leistungen im Unterricht. Sollten die schulischen Leistungen des Kindes also zurückgehen, wäre gut daran getan, alle diese Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, damit die Gegenwehr auch entsprechend erfolgen kann und nicht ins Leere läuft und damit erfolglos bleibt.

Gespräche führen

Wie sieht es also um die persönliche Situation des Kindes aus? Befindet es sich in einem schwierigeren Stadium der Entwicklung, vielleicht in der Pubertät? Hat es einen neuen Freundeskreis, alte Freunde gerade verloren, oder ist es gar zum ersten Mal verliebt? Wie ist die Situation in der Schule, in der es sich befindet? Versteht es sich gut mit den Mitschülern oder gibt es öfters mal Konflikte; wird es eventuell gemobbt? Kommt es mit den Lehrern klar? Versteht es alles, was sie erklären, oder gibt es Kommunikationsprobleme? Und das soziale Umfeld, die Familie? Ist dort alles in Ordnung oder könnte nicht doch etwas vielleicht besser sein? Das Verhältnis zu den Eltern, den Geschwistern vielleicht?

Um diesen Dingen auf den Grund zu gehen, müssen Gespräche geführt werden. Reden, reden und nochmals reden, und zwar mit den richtigen Personen, an erster Stelle natürlich mit dem betroffenen Kind selbst. Doch auch Lehrer, Vertrauenslehrer und Schulpsychologen können gegebenenfalls hilfreiche Gesprächspartner sein, wenn es darum geht, dem Leistungsabfall die Stirn zu bieten.

Problem der Wissensvermittlung?

Stellt sich jedoch heraus, dass das Problem tatsächlich „nur“ bei der Wissensvermittlung liegt, wenn der entsprechende Lehrer also den Unterrichtsstoff nicht adäquat vermitteln kann oder das Kind wirklich Schwierigkeiten hat, die Materie zu verstehen, dann sollten andere Maßnahmen ergriffen werden. Gefragt ist dann ein Vorgehen, das unmittelbare Hilfestellung gibt, z.B. bei den Hausaufgaben. Sind die Eltern selbst – aus welchen Gründen auch immer – damit überfordert, empfiehlt sich eventuell professionelle Nachhilfe. An vielen Schulen werden außerdem auch Förderkurse angeboten. Bei allem Zusatz-Lernen ist allerdings zu bedenken, dass es sich für das Kind dabei stets um eine zusätzliche Belastung handelt.

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