Wickeltechnik für Säuglinge

Pucken Sie richtig

Das Pucken ist eine sehr alte Wickeltechnik. Hierbei wird das Kind sehr eng in Tücher eingewickelt. Hierdurch sollen die Sicherheit und die Wärme im Körper der Mutter imitiert werden. Gepuckte Kinder schlafen zumeist leichter und besser. Doch es bestehen gewisse Risiken, wenn das Kind zu warm oder zu eng eingewickelt ist. Wie Sie Ihr Kind richtig einpucken, erfahren

Pucken aber richtig

Das Pucken ist eine Wickeltechnik für Säuglinge. Es hat eine lange Tradition. Bereits in der Antike wurden Neugeborene auf diese Art eingewickelt. Die Bewegungsfreiheit der Arme und Beine wird hierdurch eingeschränkt. Einerseits vermittelt das dem Kind Sicherheit und Wärme. Andererseits kann es sich nicht ungehindert bewegen. Die Gefahr, dass es irgendwo herunterfällt, wird hierdurch kleiner. Die „Unfreiheit“ des Kindes wurde lange diskutiert. Zum einen, weil die Gefahr der Fehlbildung der Knochen bestand. Zum anderen, weil sich zu eng gepuckte Kinder schnell unwohl fühlen. Heute ist das Pucken in Deutschland nicht mehr allzu verbreitet. Die Möglichkeit, dem Kind hierdurch Geborgenheit zu verschaffen, wird nur noch vereinzelt genutzt. Dabei hat das Pucken viele Vorteile. Zumindest, wenn es richtig angewendet wird.  

Mögen Kinder das Pucken?

In der Regel fühlen sich gepuckte Kinder wohl. Die Sicherheit und die Wärme imitiert die Zeit vor der Geburt. Im Bauch der Mutter gab es kaum Bewegungsspielraum. Dafür wusste das Kind genau, dass ihm nichts passieren kann. Diese Geborgenheit empfindet es auch beim Pucken. Viele Kinder erschrecken nach der Geburt. Sie sind den vielen Platz nicht gewohnt. Sie strampeln sehr stark mit den Armen und Beinen. Beim Schlafen wecken sie sich hierdurch selbst auf. Die kuschelige Atmosphäre des Puckens ist ihnen hingegen vertraut. Daher mögen viele Kinder das Pucken. Entscheidend ist, dass die Technik richtig angewendet wird. Das Kind darf nicht zu eng eingewickelt sein. Auch darf ihm nicht übermäßig heiß werden. Denn dann wird es sich unwohl fühlen und schreien.  

Vor- und Nachteile des Puckens

Das Pucken vermittelt dem Neugeborenen Wärme und Geborgenheit. Es kann sich langsam auf die neue Situation einstellen. Der Übergang von Mutterleib zur Welt gelingt schonender. Daher schlafen gepuckte Kinder oft viel besser. Sie fühlen sich sicher und können sich nicht durch das Strampeln selbst wecken. Sie verbringen mehr Zeit im erholsamen Tiefschlaf. Die Traumphasen sind verkürzt. Somit ist der Säugling nach dem Schlafen ausgeruhter. Des Weiteren zwingt das Pucken das Kind in die Rückenlage. Viele Eltern legen ihr Kind zum Schlafen auf den Bauch. Angeblich, weil es dann besser schlafe. Hierdurch wird aber das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöht. Gepuckte Kinder schlafen auch auf dem Rücken sehr gut. Das Risiko des Erstickens wird dadurch drastisch reduziert. Nicht zuletzt schreien gepuckte Kinder tendenziell weniger. Die Sicherheit und Wärme beruhigen sie. Gelegentlich wird das Pucken daher zur Behandlung von Schreibabys empfohlen.  

Das Pucken bringt aber auch Nachteile mit sich. Vor allem, wenn es falsch angewendet wird. So besteht die Gefahr, dass ein falsch gepucktes Kind Haltungsschäden bekommt. Insbesondere die Wirbelsäule und die Hüftknochen können sich verformen. Das Kind muss daher immer gerade eingepuckt werden. Zusätzlich besteht die Gefahr der Überhitzung. Insbesondere, wenn das Kind Fieber hat.   

Wie Sie richtig pucken

Legen Sie das Schlafende Kind gerade auf eine Decke. Sorgen Sie dafür, dass die Decken nicht zu warm sind. Wolldecken sind Daunendecken vorzuziehen. Unterwäsche hält das Baby bei dünneren Decken warm. Legen Sie die einzelnen Seiten der Decke nun über den Säugling. Der Kopf muss dabei frei bleiben. Fixieren Sie die Decken unter dem Kind. Arme und Beine werden dabei mit eingewickelt. Achten Sie darauf, die Decken nicht zu stramm zu ziehen. Ansonsten kann sich Ihr Kind eingeengt fühlen. Im Winter oder nachts können Sie die Decke auch um den Kopf legen. Hierdurch verhindern Sie eine Auskühlung. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Ihr Kind genügend Luft zum Atmen bekommt.

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