Angst vor Versagen
Prüfungsangst - Was tun

Prüfungsangst vermeiden
Häufig entsteht Prüfungsangst durch zu wenig Zeit zum Lernen. Kinder sehen sich einem riesigen Berg an Lernstoff gegenüber. Wer nicht genug Vorbereitungszeit hat, fühlt sich dadurch schnell überfordert. Immerhin kann in einer bestimmten Zeit nur ein bestimmtes Maß an Wissen erarbeitet werden. Wer mit dem Gefühl zur Prüfung geht, alles nur halb zu wissen, hat automatisch Angst.
Sorgen Sie daher dafür, dass Ihr Kind möglichst viel Zeit zum Vorbereiten hat. Das Lernen für eine Prüfung sollte mindestens eine Woche vorher beginnen. Viele Kinder können sich einen solchen Zeitplan aber nicht schaffen. Sie schieben alles auf den letzten Drücker. Hier müssen Sie als Eltern darauf achten, dass Ihr Kind die richtigen Prioritäten setzt. Es muss genügend Zeit in das Lernen investiert werden. Allerdings müssen auch ausreichend Pausen zur Regeneration eingeplant werden. Dadurch kann Angst vor Versagen verhindert werden.
Prüfungsangst - Was nun: Richtiges Lernpensum
Niemand kann alles auf einmal lernen. Wer das versucht, merkt sich nur die Hälfte und vergisst davon fast alles wieder. Effektiver ist, den Lernstoff in kleine Portionen aufzuteilen. Klären Sie daher mit Ihrem Kind rechtzeitig, welcher Stoff in der Prüfung drankommen kann. Dann können Sie gemeinsam kleine Einheiten einrichten, die an einem bestimmten Tag gelernt werden können. Eine neue Lerneinheit können Sie dann mit einer Wiederholung der Vorherigen einleiten.
Wichtig ist, dass die Lerneinheiten aufeinander aufbauen. Beginnen sie daher mit grundlegenden Aspekten eines Themas. Nach und nach können die Einheiten dann komplizierter werden. Die Wiederholung des Gelernten ist nicht zu unterschätzen. Nur so kann sich das Wissen dauerhaft bei Ihrem Kind festsetzen. Es ist sinnvoller, einige Nebenaspekte zu ignorieren, um dafür immer wieder Zeit für Rekapitulation und kleine Selbsttests einzubauen.
Angst vor Versagen: Richtige Lernatmosphäre schaffen
Prüfungsangst hat viel mit Psychologie zu tun. Ihr Kind muss sich im Lehrstoff und beim Lernen wohlfühlen. Nur dann entwickelt es keine Angst vor Prüfungen. Versuchen Sie daher, ihm immer wieder den Realitätsbezug des Lernstoffes klar zu machen. Wer weiß, wofür er lernt, fühlt sich in dem Stoff eher zu Hause. Des Weiteren können Sie den Lernbereich Ihres Kindes angenehm gestalten. Zum Beispiel mit Gebäck und Kakao. Auch kleine Belohnungen für erzielte Erfolge können hilfreich sein. Vielleicht ein Kinobesuch, wenn eine Lerneinheit besonders gut erarbeitet wurde.
Nicht zuletzt die Einstellung der Eltern zu Noten spielt bei Prüfungsangst eine Rolle. Erwarten Sie viel von Ihrem Kind aber nicht zu viel. Natürlich ist es wichtig, ehrgeizig zu sein und sein bestes zu geben. Nur wer gute Noten möchte, kann diese auch erreichen. Dennoch sind Schulnoten nicht alles. Es kann jedem einmal passieren, dass eine Prüfung daneben geht. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Ihre Liebe nicht von seinen Leistungen abhängt. Es ist ein wertvoller Mensch, auch wenn eine Arbeit einmal nicht funktioniert und sich das Lernen nicht ausgezahlt hat.
Nicht nur für Prüfungen lernen
Die wenigste Prüfungsangst haben Kinder, die nicht nur und ausschließlich für Prüfungen lernen. Wer seine Hausaufgaben regelmäßig macht, dem Unterricht folgt und regelmäßig wiederholt, eignet sich den Lernstoff langfristig an. Versuchen Sie daher, Ihr Kind dahin zu bringen, regelmäßig zu lernen. Es muss ein gesunder Mittelweg zwischen fleißigem Lernen und entspannender Erholung gefunden werden. Ihr Kind wird versuchen, hierfür seinen eigenen Rhythmus zu finden. Das ist sehr gut. Wenn Sie jedoch merken, dass Ihr Kind mit seiner Lernstrategie keinen Erfolg hat, sollten Sie ihm eine effektivere Lernvariante vorschlagen. Angst vor Versagen kann also durch die richtigen Strategien vermieden werden. Dadurch muss sich niemand mehr die Frage stellen Prüfungsangst was tun?
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