Vor- und Nachteile abwägen

Pränatal Diagnostik

Die Gesundheit des Kindes schon vor der Geburt prüfen. Viele Eltern halten dies für sinnvoll. Manche wollen dem Kind rechtzeitig helfen können. Andere möchten einfach die Sicherheit, dass alles in Ordnung ist. Die Pränatal Diagnostik kann diese Wünsche zum Teil erfüllen. Sie birgt aber auch Gefahren für das Kind. Einerseits, weil sie zu ungenauen Ergebnissen führen kann. Andererseits, weil ein behindertes Kind schnell abgetrieben wird. Eltern sollten die Vor- und Nachteile der Pränatal Diagnostik daher sehr gut abwägen.

Rund um die Pränatal Diagnostik

Viele Vorsorgeuntersuchungen gehören in der Schwangerschaft bereits zum Standard. Beispielsweise Ultraschalluntersuchungen. Andere Untersuchungen wie die Nackenfaltenmessung oder die Fruchtwasserpunktion kommen nur gelegentlich zum Einsatz.

Das Ziel ist jedes Mal die Prüfung der Gesundheit des Kindes. Eine gesunde Entwicklung soll festgestellt werden. Liegen doch Krankheiten vor, können diese rechtzeitig entdeckt werden. Der Erfolg einer Behandlung steigt hierdurch. Gerade bei so genannten Risikoschwangerschaften ist dies wichtig. Hierzu zählen bereits Mütter, die mit 35 ein Kind bekommen.  

Die Kosten für viele Untersuchungen muss die Schwangere selbst tragen. Zum Wohle des Kindes tun das die meisten aber gerne. Nicht zuletzt aber auch zur eigenen Beruhigung. Es tut gut zu wissen, dass das Kind gesund ist. Durch diese Pränatal Diagnostik kommen werdende Eltern in den Genuss vieler Dienstleistungen. Beispielsweise unbegrenzt häufigen Ultraschall. In Kombination mit der Sicherheit ist dies vielen Menschen eine Menge Geld wert.

Die Untersuchungsmethoden werden immer weiter verbessert. Die Rate an Fehlgeburten, die durch eine solche Untersuchung ausgelöst werden, liegt bei 0,5%. Auch die Ausbildung an Fachärzten geht voran. Fehldiagnosen kommen deswegen seltener vor. Dennoch wird ein professioneller Arzt ein negatives Ergebnis immer noch einmal prüfen. Hierdurch können Krankheiten frühzeitig erkannt und Fehldiagnosen ausgeschlossen werden. Entsprechend früh können auch Maßnahmen ergriffen werden. Gelegentlich zur Heilung des Kindes. Manchmal ist eine Heilung aber nicht möglich. Dann haben die Eltern bei frühzeitiger Erkennung Zeit, ihre Kräfte einzuschätzen. Denn nicht alle fühlen sich der Aufgabe gewachsen, ein behindertes Kind zu erziehen.    

Nachteile der Pränatal Diagnostik

Die Pränatal Diagnostik birgt aber auch zahlreiche Risiken. Dies fängt bereits bei der Natürlichkeit der Geburt an. Nicht alle Frauen lassen sich gerne rundum untersuchen. Stress und Unwohlsein sind für sie damit verbunden. Und das Kind bekommt den ganzen Stress mit. Beispielsweise bei den Ultraschalluntersuchungen. Es ist nicht geklärt, ob sich das Kind durch die Schallwellen nicht gestört fühlt. Diese Unannehmlichkeiten könnte man Mutter und Kind ersparen. Hinzu kommt, dass die Pränatal Diagnostik ein Geschäft für die Ärzte ist. Die Patientinnen müssen die Kosten selbst tragen. Manch ein Arzt rät daher eventuell zu einer nicht notwendigen Untersuchung. Es geht ihm alleine um den Profit.  

Ein weiterer Faktor ist die Sicherheit. Denn nicht jede Untersuchung liefert eindeutige Ergebnisse. Hierdurch werden die Eltern beunruhigt, obwohl vielleicht alles in Ordnung ist. In diesem Zusammenhang sind Fehldiagnosen zu nennen. Diese treten nämlich hin und wieder auf. Eltern treffen dann eventuell eine Entscheidung, die nicht nötig gewesen wäre. Im schlimmsten Fall wird ein gesundes Kind abgetrieben. Die Ausbildung von Fachärzten ist hier extrem wichtig. Doch nicht jede Pränatal Diagnostik wird von einem solchen durchgeführt.

Ganz entscheidend ist aber das Risiko für das Kind. Denn gelegentlich wird ein Kind erst durch die Untersuchung verletzt. Vor allem die Fruchtwasserpunktion ist hierbei zu nennen. Risiko und Nutzen müssen daher unbedingt abgewogen werden. Nicht zuletzt beeinflusst die Pränatal Diagnostik auch die Gesellschaft. Die Ärzte beginnen zu entscheiden, wer leben darf und wer nicht. Durch diese Untersuchungen werden behinderte Kinder häufig abgetrieben. Es ist eine Frage der Ethik, ob man diese Untersuchungen gut heißt. Man muss sich fragen, in was für einer Gesellschaft man leben möchten. Für sich selbst aber auch im Namen des Kindes.

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