Wie Sie Muttermilch abpumpen

Elektrische Milchpumpe und Muttermilch

Eine elektrische Milchpumpe verspricht Unabhängigkeit und Freiheit. Von der Uhr ebenso wie vom Zuhause. Frauen die Milchpumpen benutzen können wieder ausgehen oder berufstätig sein. Ihr Kind muss trotzdem nicht auf die kostbare Muttermilch verzichten. Doch häufig treten Startschwierigkeiten auf. Sowohl beim Pumpen als auch beim Füttern. Mit einigen Techniken und der richtigen Pumpe lassen sich diese aber vermeiden. Alles über Milchpumpen.

Freiheit durch Milchpumpen

Manchmal ist eine elektrische Milchpumpe unumgänglich. Beispielsweise wenn das Neugeborene ein Frühchen ist. Oder wenn es auf einer anderen Station als die Mutter liegen muss. Dann kann die Milch abgepumpt und aufbewahrt werden. Der Milchfluss kommt nicht zum Versiegen. Das Kind muss  auf die kostbare Muttermilch nicht verzichten. Häufig geht es aber um die Freiheit der Mutter. Viele Frauen möchten trotz Kindes ausgehen oder berufstätig sein. Eine Alternative zur Industrienahrung bieten die Milchpumpen. Das Kind bekommt seine Milch und die Mutter kann  ohne schlechtes Gewissen etwas für sich selbst tun.   

Elektrische Milchpumpe: So pumpen Sie richtig

Immer wieder klagen Mütter über Startschwierigkeiten beim Muttermilch abpumpen. Sie sollten aber nicht so schnell aufgeben. Denn auch das Stillen selbst muss geübt werden. Dasselbe gilt für den Umgang mit der Milchpumpe. Gönnen Sie sich Zeit für das Abpumpen. Wenn es nicht klappt, legen Sie eine Pause ein. Versuchen Sie es eine halbe Stunde später noch einmal. Der Kopf spielt beim Abpumpen eine ganz große Rolle. Er wird von der Pumpe nicht so stimuliert wie von Ihrem Baby. Sie sollten sich daher in eine angenehme Stimmung versetzen. Versuchen Sie, das Pumpen locker anzugehen. Hierfür ist Zeit wichtig. Beginnen Sie rechtzeitig mit dem Muttermilch abpumpen. Nicht erst ein paar Tage, bevor es im Beruf wieder los geht.  

Sie können auch einige Abpumptricks verwenden. Lassen Sie Ihr Baby auf der einen Seite saugen. An der anderen Brust können Sie abpumpen. Sie können ebenfalls versuchen, Ihre Brust zu stimulieren. Beispielsweise durch eine Massage. Auch das Erwärmen mit einem Kirschkernkissen kann helfen. Das Wechseln der Brust ist ebenfalls hilfreich. Zehn Minuten an jeder Seite und dann noch einmal jeweils fünf.  

Wenn der Milchfluss kommt, ist das Abpumpen zwischen zwei Mahlzeiten am besten. Ihr Körper hat dann Zeit, sich zu regenerieren. Gleichzeitig wird Ihrem Kind nichts weggenommen. Die abgepumpte Milch sollten Sie möglichst schnell kühl stellen. Für längere Aufbewahrung können Sie die Milch einfrieren. Ganz wichtig: Einmal aufgetaute Milch muss ausgetrunken werden. Sie darf nicht noch einmal eingefroren werden. Was Ihr Kind nicht trinkt, müssen Sie weg gießen. Auftauen sollten Sie die Milch in einem heißen Wasserbad. Durch das Auftauen in der Mikrowelle gehen nämlich wertvolle Inhaltsstoffe verloren.  

Muttermilch abpumpen - Welche Pumpe ist die Beste?  

Das hängt vom Preis der Pumpe und von der Häufigkeit des Pumpens ab. Manche Frauen möchten nur gelegentlich pumpen. Sie möchten einen kleinen Vorrat für den Notfall. Zu diesem Zweck reicht eine handbetriebene Milchpumpe. Von den so genannten Ballonpumpen ist jedoch abzuraten. Sie lassen sich zu wenig individuell einstellen. Für Frühchen und Frauen mit häufigen Milchstaus  ist eine elektrische Milchpumpe besser geeignet. Sie kann vom Arzt verschrieben und von vielen Apotheken ausgeliehen werden. Wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt, müssen die Eltern die Kosten aber selbst tragen. Wichtig ist, dass der Brustaufsatz zur Warzengröße passt.  

Das Baby füttern

Das Stillen mit abgepumpter Milch ist für das Baby zunächst ungewohnt. Ebenso wie die Trennung von der Mutter. Beides sollte daher sehr sensibel eingeführt werden. Die Bezugsperson sollte dem Baby vertraut sein. Ein unbekannter Babysitter ist weniger geeignet als beispielsweise die Oma. Außerdem muss das Trinken aus der Flasche geübt werden. Auch hier gilt es, Geduld zu beweisen. Geben Sie nicht auf, wenn es nicht sofort klappt. Beginnen Sie rechtzeitig mit dem Training. Weder Sie noch Ihr Baby dürfen dabei in Stress geraten. Nur dann kann sich das Baby auch bei einer anderen Bezugsperson wohl fühlen. Und Sie Ihr Mehr an Freiheit genießen.

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