Mobbing macht krank

Mein Kind wird gemobbt

Auch Kinder und Jugendliche werden gemobbt oder mobben selbst. Den Opfern solcher Mobbing-Attacken drohen nicht nur körperliche, sondern auch schwere psychische Schäden. Bei den geringsten Anzeichen von Mobbing, gegen ihr Kind, sollten Eltern aktiv werden. Wie aber bemerkt man, dass ein Kind gemobbt wird? Und was muss man unternehmen, um ihm zu helfen?

Gemeinsam gegen Mobbing

Ohne Frage gilt das sogenannte „Mobbing“ als eine der unfairsten und unsozialsten Verhaltensweisen im menschlichen Zusammenleben. Was mit diesem Begriff gemeint ist, ist natürlich schon lange vor dessen Gebrauch in vielen Bereichen des täglichen Lebens üblich gewesen, nämlich die bewusste anhaltende Ausgrenzung oder Schikanierung von Gruppenmitgliedern in bestimmten sozialen Situationen, wie es etwa unter Arbeitskollegen, im Sportverein oder eben auch ... in der Schule vorkommt. Mobbing ist ein Phänomen, das nicht nur erwachsene Menschen betrifft!

Wie wird gemobbt?

Mobbing kann auch unter Kindern auf vielerlei Art durchgeführt werden. So können Kinder in der Schule, beim Spielen oder beim Sport aus bestimmten Gruppenverrichtungen ausgeschlossen und dadurch isoliert werden; sie können geärgert werden oder man macht sich auf irgendeine Weise über sie lustig; oder man versteckt, verschmutzt oder zerstört gar Dinge, die ihnen gehören, z.B. Schulsachen, Spielzeug oder Kleidung. Aber auch tätliche Angriffe können beim Mobbing vorkommen.

Während sich die mobbenden Kinder bei ihren Aktionen oft stark und besonders toll fühlen, kommen sich die Opfer des Mobbings zumeist hilf- oder wehrlos vor, fühlen sich schwach und unterlegen, und hinsichtlich ihrer Situation sind sie ratlos.

Folgen von Mobbing

Die Folgen des Mobbings können bei kindlichen Opfern naturgemäß noch weitreichender sein als bei erwachsenen. Zu den möglichen Konsequenzen für die Gesundheit eines von Mobbing betroffenen Kindes können neben Kopf- und Bauchschmerzen auch Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Albträume zählen. Doch das ist lange nicht alles. Mobbing kann sich nämlich auch negativ auf das soziale Verhalten und die Psyche des Opfers auswirken. Da das Kind unter Umständen davon ausgeht, dass die Schuld für die Situation, in der es steckt, bei ihm selbst, d.h. bei seinen vermeintlichen eigenen Schwächen liegt, können sich ein starker Hang zum Rückzug und zur Isolation – etwa von oder innerhalb der Schule, vom Spielplatz etc. – und weiterhin Kontaktarmut ausprägen. Zudem können Selbstzweifel und die gesamte Situation zu weiteren Schädigungen der Persönlichkeit wie zu zunehmendem Mangel an Selbstvertrauen oder sogar zu Depressionen führen.

Wie können Eltern helfen

Aufgrund der bereits erwähnten Schuldgefühle trauen sich viele der gemobbten Kinder nicht, jemandem von ihrem Problem zu berichten und Erwachsene, z.B. die Eltern oder einen Lehrer, um Hilfe zu bitten. Gerade das macht es so schwierig, von der Lage des betroffenen Kindes überhaupt Kenntnis zu bekommen und ihm dann helfend zur Seite zu stehen.

Als oberstes Gebot kann daher gelten: Sensibilität und Aufmerksamkeit dem Kind gegenüber! Es sollte viel mit dem Kind darüber gesprochen werden, was es gerade in der Schule oder auf dem Spielplatz erlebt, über seine Gefühle dabei und ob es diese Orte gerne besucht; aber auch über vorhandene Freundschaften sollte geredet werden. Darüber hinaus ist jedoch auch eine fürsorgliche Beobachtung von Bedeutung: Stimmen das vom Kind Gesagte und sein tatsächliches Verhalten miteinander überein oder vielleicht eher nicht? Leidet es eventuell unter einem oder mehreren der oben genannten Symptome?

Wird dann wirklich festgestellt, dass ein Fall von Mobbing vorliegt, so gilt es schnell zu handeln. Nach dem Kind selbst sollten – sofern es sich um die Schule handelt – die hauptsächlich für das Kind zuständigen Lehrer die ersten Ansprechpartner der Eltern sein. Bei Krankheitssymptomen sollte natürlich auch ein Arzt zu Rate gezogen werden. Ebenfalls könnte ein Besuch beim Schulpsychologen nützlich sein. Bringen Lehrergespräche keinen Erfolg, wäre die Schulleitung durchaus der nächste Adressat. Gemeinsam kann dann überlegt werden, wie konkret vorzugehen ist. Danach ist es allerdings sinnvoll und notwendig, innerhalb eines nicht zu großen zeitlichen Rahmens auf eine Verbesserung der Situation zu achten. Tritt eine solche nicht ein, kann man noch den Elternrat um Hilfe bitten; so wird das Problem dann ein Problem der ganzen Schule. Tragen jedoch alle Bemühungen über einen absehbaren Zeitraum hinweg keine Früchte, dann sollte schließlich auch in Erwägung gezogen werden, ob man sich an die Schulbehörde wendet.

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